Österreichisches Bundesland Tirol wurde zum Risikogebiet erklärt

Urlauber, Pendler, Paare - Was bedeutet das angrenzende Risikogebiet Tirol jetzt für uns?

Ein Hinweisschild an der Autobahn auf dem auf den Vignettenkauf hingewiesen wird.
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Das Robert-Koch-Institut hat das Bundesland Tirol in Österreich zum Risikogebiet erklärt.

Landkreis - Das Robert-Koch-Institut hat am Freitagabend das benachbarte Bundesland Tirol als Risikogebiet eingestuft. Was bedeutet das jetzt für uns Bayern?

Die Nachricht verursachte am Wochenende lange Staus vor der Covid-19-Teststation auf der A93 am Grenzübergang Kiefersfelden. Das Robert-Koch-Institut erklärte nämlich neben dem Bundesland Wien (seit 16. September) und Bundesland Vorarlberg (seit 23. September) nun auch das Bundesland Tirol zum Risikogebiet. Auch ganz Tschechien wurde kürzlich zum Risikogebiet erklärt. Eine Liste mit allen Risikogebieten finden Sie hier.

Tirol jetzt auch Corona-Risikogebiet - welche Regelungen jetzt bei der Einreise nach Deutschland gelten

Einreise aus einem Risikogebiet nach Bayern:

Für alle Einreisenden (unabhängig von der Staatsbürgerschaft) aus „Risikogebieten“ gilt grundsätzlich eine 14-tägige Quarantänepflicht. Diese kann laut den deutschen Behörden vermieden werden, wenn die Betroffenen einen negativen Coronatest bei sich haben, dessen Testentnahme nicht älter als 48 Stunden ist. Wer sich nach der Einreise testen lässt, für den endet sie mit einem negativen Ergebnis. Beides gilt aber nur, wenn man symptomfrei ist. Wer weniger als 48 Stunden im Risikogebiet war und privat nicht an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis oder einer öffentlichen Festivität teilgenommen hat, muss nicht in Quarantäne.

Ausreise aus Bayern in ein Risikogebiet:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn man in ein Risikogebiet wie beispielsweise Tirol reist: Keine Auswirkungen gibt es bei beruflichen Reisen, die weniger als 48 Stunden dauern. Auch private Reisen, die weniger als 48 Stunden dauern sind ohne Quarantäne möglich. Allerdings nur dann, wenn sie nicht „der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient“ haben, wie es in der bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung steht.

Berufspendler

Sind Berufspendler, die in einem Risikogebiet arbeiten dort weniger als 48 Stunden am Stück und haben keine Symptome, müssen sie nicht in Quarantäne.

Familienbesuche

Grenzübertritte in familiären Angelegenheiten sind von der Coronatest- bzw. Quarantänepflicht ausgenommen. Als familiäre Angelegenheiten, die eine Ausnahme von den Quarantänebestimmungen begründen, gelten die Pflege von Familienangehörigen, der Besuch des Lebenspartners, das Besuchsrecht der Kinder, medizinische Behandlungen und sonstige triftige Gründe.

Güterverkehr

Der Güterverkehr ist nicht betroffen. Menschen, die „beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren und Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren“, sind laut Verordnung von der Quarantäne ausgenommen.

Gesundheitskontrollen an der deutschen Grenze gibt es weiterhin keine. An den Grenzübergängen Walserberg und Kufstein werden auch im Rahmen der Grenzkontrollen die Gesundheits- und Quarantänemaßnahmen nicht kontrolliert.

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