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Corona im Kreis Rosenheim: So sieht die Situation in Eurer Gemeinde aus

Rosenheim - Das Landratsamt hat zusammen mit einem aktuellen Lagebericht eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht. 

Pressemitteilung im Wortlaut:

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 16. April (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Aktuelle Empfehlungen: 

Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Bitte denken Sie auch daran, z.B. bei Einkäufen ausreichenden Abstand zu anderen Personen einzuhalten. Weitere Empfehlungen finden Sie im Merkblatt „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). 

Insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen aber auch mit Durchfall sollen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen. 

Fallzahlenentwicklung: 

Am 16. April wurden dem Gesundheitsamt 63 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2102 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 429 Personen eine Genesung dokumentiert. 99 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 294 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 52 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt. 

 

Die Lage in den Gemeinden

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. 

Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen.

Gemeinde

Fälle

Albaching

18

Amerang

11

Aschau

99

Babensham

18

Bad Aibling

148

Bad Endorf

29

Bad Feilnbach

148

Bernau

34

Brannenburg

32

Breitbrunn

1

Bruckmühl

66

Chiemsee

1

Edling

52

Eggstätt

16

Eiselfing

18

Feldkirchen-Westerham

52

Flintsbach

13

Frasdorf

15

Griesstätt

16

Großkarolinenfeld

46

Gstadt

2

Halfing

12

Höslwang

3

Kiefersfelden

68

Kolbermoor

140

Neubeuern

16

Nußdorf

52

Oberaudorf

41

Pfaffing

25

Prien

31

Prutting

18

Ramerberg

8

Raubling

66

Riedering

71

Rimsting

12

Rohrdorf

35

Rosenheim

344

Rott

22

Samerberg

17

Schechen

30

Schonstett

3

Söchtenau

9

Soyen

36

Stephanskirchen

47

Tuntenhausen

23

Vogtareuth

15

Wasserburg

122

Kontaktpersonen: 

Seit dem 14. April übernehmen die Gemeinden einen Teil der Kontaktpersonennachverfolgung. Die Gemeinden stellen dann umfassende Ermittlungen an, um die Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich angesteckt haben können und in der Folge ein Erkrankungsrisiko besteht. Sie befinden sich zu überwiegendem Teil in 14-tägiger häuslicher Quarantäne. 

Durch die am 25. März in Kraft getretene Allgemeinverfügung im Landkreis Rosenheim und am 27. März in Kraft getretene Allgemeinverfügung in der Stadt Rosenheim wird für alle engen Kontaktpersonen der Kategorie I von bestätigten Erkrankungsfällen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist dadurch nicht mehr notwendig. 

Näheres finden Sie in der Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim vom 24. März mit dem Titel „Personen mit höherem Infektionsrisiko müssen in Quarantäne“. Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch- Instituts.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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