Es gibt mehrere Gründe

Darum ist auf der A93 auf Tempo 80 begrenzt

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Landkreis Rosenheim - Manch einer mag sich wohl schon gefragt haben, warum auf der A93 auf Tempo 80 km/h begrenzt ist. Wir haben bei der Autobahndirektion Südbayern nachgefragt.

Ende vergangener Woche war auf der Inntalautobahn A93 an der Eisenbahnbrücke bei Reischenhart die Geschwindigkeit immer noch auf 80 km/h begrenzt, obwohl die Baustelle, weswegen die Geschwindigkeit gedrosselt wurde, bereits entfernt war. Es ist häufiger der Fall, dass nach der Fertigstellung von Baustellen, die Geschwindigkeitsbegrenzung noch einige Zeit bestehen bleibt und hat auch seine Gründe. 

Im Fall Reischenhart teilte uns die Autobahndirektion Südbayern auf Nachfrage mit, dass direkt hinter der Stahlschutzplanke noch gearbeitet werde und da im sogenannten Wirkbereich der Schutzplanke Material gelagert werde, sei die Schutzfunktion der Stahlschutzplanke noch nicht wieder hergestellt. Erst wenn die Bauarbeiten direkt hinter der Stahlschutzplanke beendet sind und die dort abgelagerten Erdmassen entfernt sind, könne die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder aufgehoben werden.

Geschwindigkeitsbegrenzung wegen Blockabfertigung

Doch Baustellen sind nicht der einzige Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A93. Wie ein Sprecher der Autobahndirektion ergänzend hinzufügte, werde auf der A93 in Fahrtrichtung Süden aufgrund der Blockabfertigung in Österreich und dem damit verbundenen Rückstau die Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen über eine Klappbeschilderung auf 80 km/h beschränkt.

Politischer Streit zwischen Deutschland und Österreich schwelt weiter

Nach den Blockabfertigungen sperrt Tirol auch noch teilweise Landstraßen für den Durchgangsverkehr um die Orte dort zu entlasten. Erst am Dienstag trafen sich Experten in Brüssel zum Verkehr auf dem Brenner. Deutschland und Tirol streiten über die Interpretation der Verhandlungsergebnisse. 

„Erneutes Foul aus Österreich vom Tiroler Landeshauptmann [Günther] Platter. Wenn er behauptet, dass es einen Schritt zur grenzüberschreitenden Korridormaut gäbe, ist das falsch“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Dienstag in Berlin. Der Tiroler Landeschef hatte das Treffen am Montagabend als ersten Schritt in Richtung einer Korridormaut interpretiert - und zeigte sich verwundert über die Reaktion aus Berlin. Von Scheuers Angriff zeigte er sich „mehr als verwundert“, der Minister „eskaliere vollkommen“.

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