Orkan richtet in Bayern kaum größere Schäden an

Nach "Friederike": Weitere Tote in Sachsen-Anhalt - Bahnverkehr läuft wieder an

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Landkreis - Sturmtief "Friederike" ist am Donnerstagmittag zum Orkan hoch gestuft worden und hat vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands mehrere Todesopfer und hohen Schaden gefordert. Auch Bayern und die Region hat der Sturm kräftig diurchgepustet:

Das Wichtigste in Kürze:

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UPDATE, 9.22 Uhr: Kein Bahnverkehr zwischen Ruhpolding und Traunstein

Orkantief Friederike hat Bayern zwar weitgehend verschont, Spuren hat sie trotzdem hinterlassen. Zwischen Ruhpolding und Traunstein fährt die Bahn im Moment nicht. Ein Team ist vor Ort und repariert die Oberleitungen auf der Bahnstrecke. Die Arbeiten können sich bis in den Vormittag ziehen, so die DB auf Bayernwelle-Anfrage.

UPDATE, 9 Uhr: Gültigkeiten der Bahntickets verlängert

Nach dem Orkantief „Friederike“ müssen Bahnkunden am Freitag noch mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Über 200 beschädigte Streckenabschnitte vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Mitteldeutschland waren der Deutschen Bahn am Morgen bekannt. Weitere könnten hinzukommen. „Wir fliegen aktuell Strecken mit Hubschraubern ab“, sagte ein Bahnsprecher am Freitagmorgen. Ist die Strecke frei müsse erst ein Zug ohne Fahrgäste fahren, bevor sie endgültig für Züge mit Passagieren freigegeben werden kann. 

Die Bahn hat sich zum Ziel gesetzt, am Freitag alle Reisenden an ihr Ziel zu bringen. „Ich denke, wir bringen heute noch jeden ans Ziel, aber vielleicht nicht in der geplanten Zeit“, sagte Bahnsprecher Achim Stauß am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Da bitte ich um Verständnis.“ 

Die Zugbindung wurde für sämtliche Tickets aufgehoben. „Die Gültigkeit der Fahrkarten haben wir um eine Woche verlängert, damit man auch Fahrten noch verschieben kann“, sagte Stauß. Wer ganz auf die Reise verzichten muss, bekommt seinen Fahrschein gebührenfrei erstattet.

UPDATE, 8.46 Uhr: Zwei Männer sterben in Sachsen-Anhalt

Während des Orkantiefs „Friederike“ sind in Sachsen-Anhalt zwei Männer ums Leben gekommen. Beide erlagen am Donnerstagabend ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei in Halle am Freitag mitteilte. 

In Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) war ein 65-Jähriger vom Dach eines Hauses gestürzt und rund acht Meter in die Tiefe gefallen. Er hatte auf dem Dach Sicherungsarbeiten durchgeführt. Im Burgenlandkreis in Hohenmölsen wurde ein 34-Jähriger von einem umstürzenden Baum getroffen.

UPDATE, 7.08 Uhr: Bahn stellte Aufenthaltszug in München bereit

In München sind am Donnerstag hunderte Reisende gestrandet. Nachdem klar war, dass es nicht mehr weiter geht, hat die Deutsche Bahn den Passagieren eine Unterkunft bereitgestellt: Auf Schienen. Die Details dazu lesen Sie auf unserem Partnerportal tz.de.

UPDATE, 6.40 Uhr: Regionalverkehr ohne Einschränkungen

Nach der deutschlandweiten Einstellung des Fernverkehrs wegen des Orkans „Friederike“ hat die Deutsche Bahn den Betrieb wieder aufgenommen. „Die ersten Fernzüge sind unterwegs“, sagte ein Bahnsprecher am frühen Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. So sei um 3.25 Uhr ein ICE aus München in Richtung Frankfurt-Flughafen losgefahren. Der Sprecher betonte aber nochmals, dass es „nach wie vor zu Einschränkungen kommen wird.“ Auch beim Meridian läuft alles wieder wie gewohnt. Am Donnerstagabend durften die Züge wegen der starken Böen nur mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h fahren.

Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen seien noch wichtige Strecken gesperrt. Im Süden Deutschlands sollten die Züge ab dem Morgen weitgehend normal verkehren, hatte die Bahn schon am Abend davor mitgeteilt. „Im Norden Deutschlands starten die Züge, sobald weitere Strecken von Schäden befreit und freigegeben wurden. Wir erwarten, dass bereits im Laufe des Vormittags alle Metropolen Deutschlands - mit Einschränkungen - wieder mit dem Fernverkehr erreichbar sein werden. Für das Wochenende erwarten wir einen weitgehend normalen Verkehr.“

UPDATE, 6.32 Uhr: In Bayern kaum größere Schäden

Laut Deutschem Wetterdienst war es der schwerste Orkan in Deutschland seit mehr als zehn Jahren. In Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg hat er mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Weiterhin hat er den gesamten Fernverkehr der Bahn lahmgelegt und für tausende Feuerwehreinsätze gesorgt. Vielerorts wurde zeitweise Windstärke 12 und mehr gemessen. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Auch mehrere Flughäfen strichen aus Sicherheitsgründen Flüge - so waren es am Münchner Flughafen 20 ausgefallene Flüge. Im Norden machte zudem regional Schneeglätte Autofahrern zu schaffen.

In Bayern war Friederike dagegen ein üblicher Wintersturm, wenn auch der stärkste der letzten Wochen. Es gab keine ernstlich Verletzten.

UPDATE, Freitag 6.25 Uhr: Entwarnung in Bayern 

Der Deutsche Wetterdienst hat in der Nacht auf Freitag um 0.01 Uhr die Unwetterwarnung vor Orkanböen in den Lagen über 1500 Meter herabgestuft. Es herrscht nun im Bayerischen Voralpenraum statt Warnstufe 3 nur noch Warnstufe 2. Gültig ist diese Warnung noch bis 10 Uhr. Im Flachland können noch bis 10 Uhr Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h, in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 70 Stundenkilometern gerechnet werden.

Außerdem warnt der DWD noch vor Glätte bis 11 Uhr. 

UPDATE, 22.40 Uhr - Naturschauspiel in den Berchtesgadener Alpen

Dieses Bild erreicht uns aus den Berchtesgadener Alpen. Es zeigt, wie der Sturm über die Berggipfel fegt und der verwehte Schnee den Wolken Konkurrenz macht. Insofern sorgt Sturmtief Friederike auch für imposante Naturschauspiele.

ksl

UPDATE, 22.10 Uhr - Frau bringt Baby in Auto zur Welt

Eine Frau hat in Köln ihr Kind im Auto bekommen. Sie und ihr Mann sind auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen, als eine Straße wegen des Sturmtiefs Friederike gesperrt worden ist, berichtet die Feuerwehr. 

Der kleine Anton kam auf die Welt, bevor Notarzt und Rettungskräfte vor Ort waren. Der Leitstellendisponent hat die Geburt am Telefon begleitet, bis er im Hintergrund die Schreie des Jungen hörte. Der Papa durfte dann mit Hilfe der eingetroffenen Rettungskräfte die Nabelschnur durchtrennen.

Außerdem wird auf der Internetseite des Meridian keine Störung mehr angezeigt. Der Zugverkehr normalisiert sich somit langsam auch wieder auf regionaler Ebene.

ksl

UPDATE, 21.15 Uhr - Tausende Haushalte ohne Strom

Laut Angaben der Mitteldeutschen Energie AG, kurz Envia-M, in Chemnitz sind am Donnerstag bis zu 140.000 Kunden ohne Strom gewesen, nachdem Masten, Leitungen und andere Anlagen durch den Orkan Friederike beschädigt worden sind.

Bis zum Abend sind laut einer Sprecherin noch rund 65.000 Haushalte betroffen gewesen. Um die 350 Mitarbeiter arbeiten auf Hochtouren daran, die Probleme zu beheben.

Die Envia-M betreibt ein Netz von rund 74.000 Kilometern Länge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

Auch in Bayern ist es zu zahlreichen Stromausfällen gekommen.

ksl

UPDATE, 20.25 Uhr - Störung verlängert

Im gesamten Netz des Meridian, der BOB und der BRB wird die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf Tempo 80 herabgesetzt. Diese Warnung hat das Unternehmen am Nachmittag veröffentlicht. Statt bis 20 Uhr gilt diese nun doch bis 22 Uhr, teilt die Bayerische Oberlandbahn GmbH auf ihrer Internetseite mit. Es kommt weiterhin zu teilweise hohen Verspätungen.

ksl

19.15 Uhr - Zugverkehr rollt wieder an

Im Norden der Bundesrepublik läuft der Bahnverkehr langsam wieder an. Einzelne Züge sollen zwischen Bremen und Norddeich-Mole wieder fahren, teilt die Deutsche Bahn via Twitter mit. Auch einige S-Bahnen sind am Abend wieder gefahren, zum Beispiel von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover.

Am Nachmittag hat die Bahn bundesweit alle Fernzüge wegen Sturmtief Friederike gestoppt - aus Sicherheitsgründen. Was der Sturm anrichten kann, zeigt sich bei folgendem Video:

ksl

UPDATE, 18.25 Uhr - Zwischenbilanz der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums

Rund 150 sturmbedingte Einsätze koordinierten die Beamten der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord in Ingolstadt im Laufe des Nachmittags. Überwiegend waren es umgestürzte Bäume, beschädigte Baustellenabsicherungen und ungesicherte Gegenstände, die auf Passanten, Fahrzeuge oder Stromleitungen zu fallen drohten.

Auf einer Staatsstraße im Landkreis Dachau wurde gegen 14.15 Uhr ein 56-jähriger Lkw-Fahrer lebensbedrohlich verletzt, nachdem sein unbeladener Lkw mit Planenaufbau vom Sturm von der Fahrbahn gedrückt wurde und sich im angrenzenden Feld überschlug. Die Feuerwehr befreite den Schwerverletzten mittels Rettungsspreizer aus dem Führerhaus.

In Freising wurde gegen 15 Uhr an einem Gymnasium durch eine Sturmböe das Wellblechdach angehoben und teilweise verformt. Zur Sicherung wurden die Feuerwehr und das THW eingesetzt. Schüler und Lehrer konnten das Gebäude durch einen Nebeneingang sicher verlassen. Verletzt wurde niemand.

Der bislang entstandene Sachschaden lässt sich nur schwer beziffern. Derzeit liegt er sicher im sechsstelligen Bereich.

Pressemitteilung des Polizeipräsidium Oberbayern-Nord

UPDATE, 17.30 Uhr - Chaos am Münchner Hauptbahnhof

Weil die Deutsche Bahn sturmbedingt den Fernverkehr eingestellt hat und es außerdem zu Verspätungen im Regionalverkehr kommt, sind viele Menschen in München gestrandet. Die Haupthalle am Hauptbahnhof ist überfüllt, vor den Schaltern haben sich lange Schlangen gebildet.

UPDATE, 17.20 Uhr - Bahnverkehr auch am Freitag beeinträchtigt

Das "Heftigste" dürfte inzwischen überstanden sein. Mehrere Meteorologen erklärten übereinstimmend, dass Friederike seinen Höhepunkt am Nachmittag über den Bundesländern Hessen und Thüringen und dem südlichen Niedersachsen erreicht hat.

Allerdings bringt das Tief wohl auch am Freitag noch deutliche Einschränkungen im Bahnverkehr mit sich. Betroffene Strecken müssten erst mit Hubschraubern abgeflogen werden, um mögliche Schäden zu sichten, erklärte ein Bahnsprecher. Dann müsse eine Lok ohne Fahrgäste die Strecke abfahren, bis klar sei, dass die Gleise nutzbar sind. Die Bahn bat die Kunden, Reisen - wenn möglich - zu verschieben.

UPDATE, 17.05 Uhr - Feuerwehrmann und Lkw-Fahrer sterben

Es gibt leider weitere Todesopfer zu beklagen. In Lippstadt im Kreis Soest kam am Donnerstag ein 68-jähriger Lastwagenfahrer bei einem sturmbedingten Verkehrsunfall ums Leben. In Bad Salzungen in Thüringen starb ein Feuerwehrmann bei einem sturmbedingten Einsatz. Ein weiterer Floriansjünger wurde schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 

Ein Baum soll auf die Feuerwehrler gestürzt sein, wie die Bild-Zeitung berichtetDamit ist die Zahl der Sturmtoten auf sechs gestiegen.

Sturmschäden in Deutschland

UPDATE, 16.50 Uhr - Skiflug-WM beeinträchtigt

Auch bei der Skiflug-WM in Oberstdorf sorgt der Orkan für große Probleme. Starke Winde an der Heini-Klopfer-Schanze machten am Nachmittag eine Austragung der Qualifikation unmöglich. Das Training war zuvor bereits abgebrochen worden. Die Vorausscheidung soll nun am Freitag ab 14.30 Uhr vor dem ersten Wertungsdurchgang nachgeholt werden.

Bei der Skiflug-WM sind auch Athleten aus der Region, wie der Ruhpoldinger Andreas Wellinger oder der Siegsdorfer Markus Eisenbichler am Start.

UPDATE, 16.15 Uhr - Massive Verspätungen im Regionalverkehr

Auch im regionalen Bahnhverkehr werden nun Vorsichtsmaßnahmen getroffen. "Im gesamten Netz des Meridian, der BOB und der BRB wird die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf 80 km/h herabgesetzt. Es kommt zu teilweise hohen Verspätungen. Wir bitten um Entschuldigung", teilte die Bayerische Oberlandbahn (BOB) auf ihrer Homepage mit. Die Tempodrosselung gilt vorerst bis mindestens 20 Uhr, so dass auch im Berufsverkehr mit großen Schwierigkeiten zu rechnen ist!

Betroffen sind folgende Strecken: München - Salzburg, München - Kufstein, München - Holzkirchen - Rosenheim, München - Bayrischzell, München - Lenggries, München - Tegernsee, Augsburg - Ingolstadt, Ingolstadt - Eichstätt und Augsburg - Schongau.

UPDATE, 15.55 Uhr - Sturmwarnung für Parkanlagen

Aufgrund der aktuellen Sturmwarnung und der Gefahr von Astbruch bzw. umstürzenden Bäumen bittet die Bayerische Schlösserverwaltung darum, die Gartenanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung nicht zu betreten. Es besteht Lebensgefahr. Auch nach Ende des Sturms sollten sich die Besucher umsichtig in den Parkanlagen bewegen, hieß es seitens der Behörde weiter.

UPDATE, 15.50 Uhr - Bahnstrecke bei Sauerlach wieder frei

Die Bahnstrecke Deisenhofen - Holzkirchen konnte dagegen inzwischen wieder für den Betrieb freigegeben werden. Am Mittag war bei Sauerlach eine rund 20 Meter hohe Fichte auf die Gleise gestürzt. Die Einsatzstelle lag genau in Höhe der Unterführung der Staatsstraße, weshalb auch diese durch die Feuerwehr gesperrt werden musste. 

Nach Stromabschaltung und Erdung durch die Feuerwehr Otterfing wurden zunächst zwei weitere Fichten gefällt, die umzustürzen drohten. Im Anschluss wurden die Bäume durch die Feuerwehr Sauerach zerlegt und beseitigt. Betroffen von der Sperrung waren die S3 sowie Züge der Bayerischen Oberlandbahn.

Baum stürzt auf Bahnstrecke bei Sauerlach

UPDATE, 15.45 Uhr - Fernverkehr bundesweit eingestellt

Wie soeben bekannt wurde, stellt die Deutsche Bahn den Fernverkehr ab sofort bundesweit ein. Züge, die derzeit unterwegs sind, sollen aber nach Möglichkeit noch bis zu ihrem Zielbahnhof fahren, hieß es seitens der Bahn gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

UPDATE, 15.40 Uhr - Hebt Dach von Freisinger Gymnasium ab?

Das Dach des Josef-Hofmiller-Gymnasiums in Freising droht abzuheben! Die Feuerwehr scheint die Lage allerdings im Griff zu haben. Dennoch wurde das Gebäude sicherheitshalber evakuiert und die Vimystraße komplett gesperrt. Damit sollen Gefahren für Menschen ausgeschlossen werden, sofern Teile vom Dach fliegen sollten.

UPDATE, 15.20 Uhr - Skibetrieb am Sudelfeld eingestellt

Auch vor den heimischen Skigebieten macht "Friederike" keinen Halt: Am Sudelfeld wurde an allen Lift-Anlagen - mit Ausnahme von Wedel-, Hotel- und Kinderlift - am Mittag der Betrieb eingestellt. Das berichtet unser Partnerportal merkur.de.

UPDATE, 14.55 Uhr - Jugendlicher in Lebensgefahr

In Hamburg ist ein 17 Jahre alter Schüler durch "Friederike" lebensgefährlich verletzt worden. Ein Ast mit etwa 30 Zentimetern Durchmesser traf den Jungen im Stadtteil Winterhude am Kopf. Der Ast sei aufgrund von hoher Schneelast in zehn Metern Höhe abgebrochen, hieß es seitens der Polizei. Nach einer Erstversorgung am Unfallort kam der Jugendliche ins Krankenhaus.

UPDATE, 14.45 Uhr - Jetzt auch Strecke Holzkirchen - Deisenhofen gesperrt

Die Behinderungen im Münchner S-Bahn-Netz weiten sich aus: Aufgrund eines Baumes in der Oberleitung ist die Strecke zwischen Seefeld-Hechendorf und Herrsching derzeit gesperrt. Bei Sauerlach ist zudem ein Baum auf das Gleis gefallen. Die Strecke zwischen Deisenhofen und Holzkirchen ist gesperrt.

Alle Infos zum S-Bahn-Verkehr in München hat unser Partnerportal tz.de aufgelistet!

UPDATE, 14.15 Uhr - Toter in Nordrhein-Westfalen

Schreckliche Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen: Am Niederrhein ist ein Mann von einem umstürzendem Baum erschlagen worden. Das Unglück ereignete sich auf einem Privatgrundstück in Emmerich, so eine Sprecherin der Polizei in Kleve. Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. "Friederike" ist mittlerweile vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zum Orkan herauf gestuft worden.

UPDATE, 14 Uhr - Bahnverkehr auch in Niedersachsen gestoppt

Wegen des Sturmtiefs hat die Bahn nun auch den Zugverkehr in Niedersachsen vollständig gestoppt. "Der Bahnverkehr in Niedersachsen wird komplett eingestellt", teilte das Unternehmen mit. Auch in Teilen von Rheinland-Pfalz kam der Zugverkehr zum Erliegen.

UPDATE, 13.55 Uhr - Münchner S-Bahn-Linie unterbrochen

Jetzt gibt es auch Probleme bei der Münchner S-Bahn: Aufgrund eines Baumes in der Oberleitung ist der Streckenabschnitt Gauting - Planegg auf der Linie S6 derzeit gesperrt. Die S-Bahnen der Linie S6 aus Richtung Tutzing verkehren bis Gauting und enden dort vorzeitig. Die S-Bahnen der Linie S6 aus Richtung Innenstadt/Ebersberg verkehren bis München-Pasing und enden vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

Eine technische Störung, die am Vormittag am Stellwerk Markt Schwaben aufgetreten war, konnte unterdessen beseitigt werden. Die Lage auf der Linie S2 Richtung Erding hat sich inzwischen normalisiert.

Update, 13.20 Uhr: 

Der heftige Sturm vom Donnerstag hat in den Niederlanden zwei Menschenleben gekostet. In der Ortschaft Olst im Osten des Landes wurde ein 62-jähriger Mann von einem abgebrochen Ast erschlagen. In Enschede nahe der deutschen Grenze starb ein Autofahrer, nachdem ein Baum auf das Auto gefallen war.

Update, 12.56 Uhr: "Friederike" fordert Todesopfer in Belgien

Durch den schwerem Sturm ist in Belgien eine Autofahrerin von einem umfallenden Baum erschlagen worden. Sie war in ihrem Fahrzeug auf einer Straße durch einen Wald südöstlich von Brüssel unterwegs, wie die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag meldete.

Unterdessen schränkt die Bahn den Verkehr nun auch in Niedersachsen stark ein. Auf allen Strecken werde die Höchstgeschwindigkeit sukzessive auf Tempo 80 herabgesetzt. Die Fernzüge von Hamburg sowie Berlin/Hannover Richtung Ruhrgebiet fallen aus, nachdem der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett eingestellt wurde. Wegen eines umgestürzten Baumes gibt es weiterhin eine Unterbrechung auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven.

Update, 12.25 Uhr: Seit 12 Uhr gilt die Unwetterwarnung in der Region

Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits seit gestern vor schweren Sturmböen in der Region. Seit 9 Uhr gilt Warnstufe 3 am Alpenrand, sprich: Es können hier Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 120 km/h auftreten. Diese ist gültig bis Mitternacht.

Das Flachland kommt eindeutig glimpflicher davon: Seit 12 Uhr gilt die Sturmwarnung mit der Stufe 2 - Sturmböen bis zu 90 km/h. Auch diese Warnung gilt bis Mitternacht. 

Erste Böen des Sturmtiefs "Friederike" fegen bereits durch Bayern, die sich im Straßenverkehr als tückische Seitenwinde bemerkbar machen können. Wegen des Sturms haben im Skigebiet Sudelfeld alle Lift-Anlagen den Betrieb eingestellt. Einzige Ausnahmen: Wedellifts, Hotellifts und Kinderland.

Update, 12.10 Uhr: Flugverkehr am Airport Köln-Bonn unterbrochen

Die Bahn kämpft gegen „Friederike“: Nach Nordrhein-Westfalen fahren jetzt auch in Rheinland-Pfalz keine Züge mehr. Der Zugverkehr dort wurde laut Bahn "komplett eingestellt". Die Bahn rät allen Reisenden, sich online über den aktuellen Stand zu informieren.

Unterdessen wurde der Flugverkehr am Kölner Flughafen zwischenzeitig unterbrochen:

Update, 12.05 Uhr: Bahn reduziert Tempo für ICE-Züge in Norddeutschland

Wegen des Sturmtiefs „Friederike“ hat die Bahn im Norden die Geschwindigkeit auf den Strecken zwischen Wolfsburg und Berlin sowie Hannover und Würzburg reduziert. ICE- und IC-Züge dürfen dort vorläufig maximal Tempo 140 fahren. Entsprechend kommt es zu Verspätungen. Wegen eines umgestürzten Baumes wurde der Zugverkehr am Vormittag auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven zwischen Stade und Horneburg unterbrochen.

Update, 11.35 Uhr: Windgeschwindigkeit von 117 km/h am Niederrhein

Der Deutsche Wetterdienst hat am Vormittag am Niederrhein eine Windgeschwindigkeit von 117 Stundenkilometern gemessen. Dies entspreche Windstärke 11, sagte die Meteorologin Jana Beck in Essen. Der Wert sei am Flughafen Weeze gemessen worden.

Die Expertin sprach von „flächendeckend relativ hohen Böen“. „Es muss mit erheblichen Sturmschäden und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.“ Der Wind soll im Laufe des Nachmittags und am Abend von Westen her abflauen.

Auch in Nordrhein-Westfalen sind die Sturmböen extrem stark:

Ein umgestürzter Baum liegt am Donnerstagvormittag in Alpen-Veen (Nordrhein-Westfalen) neben einer Landstrasse. Mit schweren Böen und starken Regengüssen zieht das Sturmtief "Friederike" über Nordrhein-Westfalen.

Update, 11.04 Uhr: Zugverkehr in NRW eingestellt

Wie die Deutsche Bahn nun mitteilt, musste wegen des Sturmtiefs "Friederike" der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt werden. Betroffen seien sämtliche Verbindungen für den Regional- und auch für den Fernverkehr.

Update, 10.37 Uhr: Ab Mittag kein Unterricht in Oberfranken

Wegen der für heute Nachmittag vorausgesagten Sturm- und Orkanböen endet der Unterricht an allen staatlichen und kommunalen Schulen in Oberfranken bereits um 12 Uhr. Das hat die Regierung von Oberfranken soeben entschieden.

Schülerinnen und Schüler, deren Betreuung am Nachmittag nicht sichergestellt ist, können in der Schule beaufsichtigt werden. In der Stadt und im Landkreis Hof sowie im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge war der Unterricht am Donnerstag komplett ausgefallen.

Wegen der Sturmwarnung für Nordrhein-Westfalen ist die direkte Umgebung des Kölner Doms am Donnerstag teilweise abgesperrt worden. Um 11 Uhr soll "Friederike" die Stadt erreichen.

Der Dom ist am 18.01.2018 in Köln (Nordrhein-Westfalen) abgesperrt. Mit ersten schweren Böen und starken Regengüssen hat sich das Sturmtief "Friederike" am Donnerstagmorgen bereits angekündigt.

Update, 9.45 Uhr: Überblick über die aktuelle Warnlage in der Region

Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst mit Warnstufe 3 (rot)

  • in den südlichen Teilen des Landkreises Rosenheim
  • in den südlichen Teilen des Landkreises Traunstein
  • in den südlichen Teilen des Berchtesgadener Landes

Oberhalb von 1500 Meter treten hier Orkanböen mit Geschwindigkeiten um 120 km/h auf. Diese Warnung gilt seit 9 Uhr bis Mitternacht. Im Flachland können zwischen 12 Uhr und Mitternacht die Sturmböen Geschwindigkeiten bis 90 km/h erreichen.

Warnstufe 2 herrscht

  • in den nördlichen Teilen des Landkreises Rosenheim
  • in den nördlichen Teilen des Landkreises Traunstein
  • in den nördlichen Teilen des Berchtesgadener Landes
  • im kompletten Landkreis Mühldorf
  • im kompletten Landkreis Altötting

Der DWD warnt hier vor schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 Stundenkilometer. Gültig ist die Warnung von 12 bis 0 Uhr.

Update, 9.30 Uhr: DWD warnt: Bleiben Sie zuhause!

Wie bei solchen Wetterlagen üblich, hat der deutsche Wetterdienst für die von Orkanböen betroffenen Gebiete eine Warnung herausgegeben: „Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Update, 9.20 Uhr: Lkw blockieren A93 bei Selb und A72

Als erste Vorläufer von "Fridericke" haben auf den Autobahnen in Oberfranken bereits zu Problemen geführt: Wegen mehrerer querstehender Lkw mussten die A93 bei Selb und die A72 am Dreieck Vogtland am Donnerstagmorgen zwischenzeitlich gesperrt werden.

Update, 9.05 Uhr: 16 Flüge gestrichen

Aufgrund des Sturmtiefs „Friederike“ sind am Münchner Flughafen einige Flüge gestrichen worden. Acht Flüge von und nach Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln der Lufthansa wurden wegen des Sturmtiefs annulliert, wie der Flughafen München am Donnerstagmorgen mitteilte. Darüber hinaus fallen acht Flüge der niederländischen Airline KLM aus, die aufgrund des Wetters in Amsterdam nicht starten.

Weitere Streichungen dürften folgen, da "Friederike" erst gegen Mittag in Bayern eintreffen wird. Sturmtief "Friederike" zieht am Vormittag von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aus mit Orkanböen von bis zu 115 Stundenkilometern in einem breiten Streifen Richtung Südosten.

Die Deutsche Bahn warnt auch weiterhin vor Verspätungen, Zugausfälle und Streckensperrungen.

Update 8.30 Uhr: Zahlreiche Autounfälle im nördlichen Oberbayern

Infolge des Wetters verzeichnete die bayerische Polizei in der Nacht zum Donnerstag im nördlichen Schwaben und im nördlichen Oberbayern mehr als 100 Autounfälle, bei denen fünf Menschen leicht verletzt wurden, so unser Partnerportal tz.de. Laut Polizei seien die Unfälle durch nicht angepasste Fahrweise ausgelöst worden.

Update 7.40 Uhr: Meteorologe schätzt "Friederike" ein

Sturmtief „Friederike“ dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief „Xavier“ im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Donnerstagmorgen. Er gehe nicht davon aus, dass „Friederike“ ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne. 

Beim Sturm „Xavier“ waren im Herbst sieben Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste getötet worden, der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt. Von einer Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Bei den Windgeschwindigkeiten könnte „Friederike“ durchaus das Niveau von „Xavier“ erreichen, sagte der Meteorologe.

Update 7.25 Uhr: Lawinenwarnstufe 4

Der Bayerische Lawinenwarndienst meldet für den bayerischen Alpenraum eine große Lawinengefahr der Stufe 4. Oberhalb der Waldgrenze im gesamten bayerischen Alpenraum besteht große Lawinengefahr. In tieferen Lagen lösen sich vermehrt Nassschneelawinen von selbst. Detaillierte Informationen erhalten Sie in unserem Lawinen-Ticker.

Update 7.15 Uhr: Flüge in München entfallen

Wegen des aufziehenden Unwetters entfallen am Flughafen München Flüge der Lufthansa und anderer Fluggesellschaften, so unser Partnerportal tz.de.  Ebenso kann es zu Verspätungen kommen. Wie wetter.de meldet, besteht für den Flughafen Sturmgefahr ab Windstärke 8. Auf der Homepage des Flughafen München können Sie überprüfen, ob Ihr Flug verspätet ist oder annulliert wurde.

Vorbericht

Ein Wintereinbruch aufgrund des Sturmtiefs „Friederike“ mit Schnee, Regen und Glätte hat am Mittwoch in weiten Teilen Deutschlands zu schaffen gemacht - und jetzt zieht auch noch ein Sturm auf. Autofahrer kamen am Mittwoch ins Rutschen, Busse mit Schulkindern und Lastwagen kippten um, Autobahnen wurden zeitweise gesperrt. In Bayern hielt erneut der Winter Einzug. „Friederike“ brachte Schnee und eisigen Wind in den Freistaat.

Sturmtief „Friederike“ soll sich am Donnerstag voll auswirken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Südwesten etwa rechnet für das Bergland mit bis zu 120 Stundenkilometer schnellen Orkanböen. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt: „Wir müssen uns auf eine markante Sturmlage einstellen.“

Unwetterwarnung für Teile Oberbayerns

Neben dem Wind werden auch kräftige und länger anhaltende Niederschläge erwartet. Sie breiten sich nordostwärts bis zur Ostsee aus. Vor allem im Norden und Osten kann es dabei bis in tiefe Lagen länger schneien. Von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern ist mit größeren Mengen an Neuschnee zu rechnen. Sonst fällt nur oberhalb von 800 bis 1000 Metern Schnee. Vor allem im Schwarzwald und im Allgäu kann es längere Zeit kräftig regnen. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen zwei Grad im Nordosten und zwölf Grad am Oberrhein.

Vor genau elf Jahren legte Orkan „Kyrill“ weite Teile Deutschlands lahm und sorgte für schwere Schäden. Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net stellt jedoch klar: „Wir erwarten keinen zweiten "Kyrill". "Friederike" wird nicht so stark ausfallen wie "Kyrill" im Jahr 2007.“

„Friederike“ könnte für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr sorgen

Die Deutsche Bahn warnt ihre Fahrgäste im Internet vor möglichen Einschränkungen im Südwesten wegen möglicher orkanartiger Stürme durch Tief „Friederike“ am Mittwoch und Donnerstag: „Aus Sicherheitsgründen halten wir uns die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit unserer Züge und im Einzelfall auch die Einstellung des Bahnbetriebs vor.“

„Bei Autofahrten sollte man besonders auf Brücken aufpassen, denn dann bläst der Wind besonders stark. Aufenthalte im Wald oder Park sollte man generell morgen (am Donnerstag, Anm. d. Red.) vermeiden, denn Äste können herabstürzen oder gleich ganze Bäume umfallen“, so Diplom-Meteorologe Jung. „Es herrscht dort Lebensgefahr.“

Schule fällt witterungsbedingt aus

Das Sturmtief "Friederike" warf bereits am Mittwoch seine Schatten voraus: Wegen des nahenden Sturms „Friederike“ fällt in der Stadt und im Landkreis Hof in Bayern am Donnerstag witterungsbedingt der Unterricht aus. Das teilte das Schulamt Hof bereits am Mittwochabend mit. Sollten Kinder und Jugendliche dennoch zu ihrer Schule kommen, würden sie betreut. Außerdem fällt im Oberharz in Niedersachsen, Teilen von Mittelhessen und Oberfranken die Schule aus. In NRW, wo für das gesamte Land Unwetterwarnungen ausgegeben wurden, können die Schulen selbst entscheiden, ob sie aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben, wie das Schulministerium mitteilte.

mh mit Material von dpa und wetter.net

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