Wetteraussichten für die Region

„Alpen-Orkan“ und „Blitzsommer“: Wie wird das Wetter am Tag der Deutschen Einheit?

Landkreis - Zum 30. Tag der Deutschen Einheit könnte es in Sachen Wetter in der Region etwas windig werden. Am Alpenrand ist am Wochenende (3./4. Oktober) sogar ein Föhnsturm möglich. Doch wie geht es danach weiter?

Der Wind drehte am Freitag auf Ost und wehte in der zweiten Tageshälfte in Böen bereits stark. An den Alpen drohte ein Föhnsturm bis in tiefere Lagen, auf den Gipfeln sogar mit Orkanstärke, wie Diplom-Geograf und -Meteorologe Udo Baum vom Wetterportal wetter.net (wetter.net) bekannt gab. In der Nacht auf Samstag sanken die Werte auf 15 bis 8 Grad. Die entsprechende Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Orkanböen in höheren Lagen für die südlichen Teile der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land gilt weiterhin.

Zum Samstag breitet sich etwas Regen vor allem über dem Westen und Südwesten sowie südlich der Donau aus und wandert nachts nordwärts in den Norden und Osten. In den äußersten Westen ziehen neue Regenwolken. Nachts gibt es im Westen bis in die Täler stürmische Böen oder gar Sturmböen. Der Sonntag wird wechselnd bis stark bewölkt. Bei einem in Böen starken bis stürmischen Südwind tauchen im Westen und Südwesten sowie an den Alpen sehr vereinzelt Schauer auf. 14 bis 20 Grad erwarten uns.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met (www.qmet.de) ging gegen gegenüber wetter.net sogar noch einen Schritt weiter mit seiner Prognose. „Blitzsommer im Osten und eher unterkühltes Herbstwetter im Westen. So sieht es am Tag der Deutschen Einheit aus. Zudem erwarten wir sogar noch einen Alpen-Orkan. In den Alpen kommt es zu einem Föhnsturm mit Orkanböen in den Gipfellagen, um die 130 km/h sind hier möglich“, sagte Jung.

Die Aussichten für die Region im Detail:

  • Landkreis Rosenheim: Zunächst können wir für das Wetter in der Region Rosenheim noch vielfach mit Sonnenschein rechnen. Am Montag ist es damit aber vorbei. Dann erwartet uns eine dicke Wolkendecke und es regnet zeitweise. Von 22 Grad am Samstag gehen die Höchstwerte in der Region Rosenheim auf 12 Grad am Montag zurück. Am Samstag weht ein zum Teil starker Wind aus westlicher Richtung (Wetter Rosenheim).
  • Landkreis Traunstein: Während am Sonntag das Wetter sich noch vielfach heiter präsentiert, lässt eine geschlossene Wolkendecke am Montag in der Region Traunstein kaum einen Sonnenstrahl hindurch. Am Samstag treten Schauer auf, am Montag regnet es zeitweise. Von 19 Grad am Samstag gehen die Höchstwerte in der Region Traunstein auf 11 Grad am Montag zurück. Es weht ein teilweise böig auffrischender Wind aus nördlicher Richtung (Wetter Traunstein).
  • Landkreis Berchtesgadener Land: Am Sonntag präsentiert sich das Wetter zunächst noch vielfach heiter, danach lässt eine geschlossene Wolkendecke am Montag in der Region Bad Reichenhall kaum einen Sonnenstrahl hindurch. Dabei treten am Samstag Schauer auf, am Montag regnet es zeitweise. Die Tageshöchsttemperaturen gehen in der Region Bad Reichenhall von 18 Grad am Samstag auf 11 Grad am Montag zurück (Wetter Bad Reichenhall).
  • Landkreise Mühldorf/Altötting: Während am Sonntag das Wetter sich noch vielfach heiter präsentiert, lässt eine geschlossene Wolkendecke am Montag in der Region Mühldorf kaum einen Sonnenstrahl hindurch. Dabei muss am Montag mit Regen gerechnet werden. Es wird kühler in der Region Mühldorf: Von 21 Grad am Samstag gehen die Höchstwerte auf 13 Grad am Montag zurück. Vor allem am Samstag weht ein zum Teil starker Wind aus südlicher Richtung (Wetter Mühldorf).

September 2020 war insgesamt deutlich zu warm

Die Monatsbilanz für den September 2020 fiel übrigens wie erwartet aus - es war (einmal mehr) ein deutlich zu warmer Monat. Er lag rund 1,6 Grad über dem Klimamittel, brachte in diesem Jahr sogar mehr Sommer- und Hitzetage als der Juni in diesem Jahr. Dazu gab es viel zu wenig Regen, rund 18 Prozent weniger Niederschlag als üblich, dafür aber rund 30 Prozent mehr Sonnenschein als im Klimamittel. Fazit von Wetterexperte Jung: Der Monat war also zu warm, zu trocken und zu sonnig

mw (mit Material von wetter.net)

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