Lenkt "Bussi-Schorschi" ein?

Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" vor seinem Event-Stadl "Edelweiß-Alm".
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"Bussi-Schorschi" Georg Weiß vor seiner Edelweiß-Alm. Das Landratsamt fordert jetzt einen korrigierten Tekturplan.

Schechen/Stephanskirchen - Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" steht nicht nur Bauschutt-Ärger ins Haus. Jetzt beschäftigte sich das Landratsamt mit seiner "Edelweiß-Alm":

Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, bestätigte gestern auf Anfrage, dass es zum Streit um die Nutzung der Lagerhalle in Schechen eine aktuelle Besprechung in seiner Behörde gegeben habe. Als Ergebnis sei festgelegt worden, dass Weiß innerhalb eines Monats einen korrigierten Tekturplan vorlegen müsse. Für das Gebäude in Wurzach, das Weiß auch im Internet intensiv als „Edelweiß- Alm“ mit Eventcharakter beworben hatte, müsse er außerdem ein Betriebskonzept vorlegen. Weiß habe zugesagt, die Internetseiten, auf denen er das Gebäude auch als zu mietende Räumlichkeit für Feiern und Partys präsentiert, zu löschen. Dies sei bisher noch nicht erfolgt. Das Landratsamt lege aber Wert auf die Feststellung, dass unabhängig von der Besprechung in der Behörde und der daraus resultierenden neuen Entwicklungen „das Bußgeldverfahren wegen planabweichendem Bauen weiterläuft“, so Fischer.

EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?

EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Georg Weiß vor seinem umstrittenen Bau: Ist's eine besondere Lagerhalle oder ein Event-Stadl? © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
So wird die Halle auf der Homepage der Firma Weiß beschrieben © www.weiss-schechen.de
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Die Lagerhalle von Innen auf einem PR-Bild der Firma Weiß © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Die Lagerhalle von Innen auf einem PR-Bild der Firma Weiß © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Eine Veranstaltung in der EdelWeiss-Alm © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Eine Veranstaltung in der EdelWeiss-Alm © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Eine Veranstaltung in der EdelWeiss-Alm © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Eine Veranstaltung in der EdelWeiss-Alm © Firma Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Im Boden der Lagerhalle ist eine Flasche Champagner eingelassen © Screenshot aus einem Internetvideo von Georg Weiß
EdelWeiss-Alm: Lagerhalle oder Event-Stadl?
Wie groß ist der Ärger, der "Bussi"- oder "Champagner"-Schorsch jetzt droht? © Screenshot aus einem Internetvideo von Georg Weiß

Schechens Bürgermeister Hans Holzmeier teilt auf Anfrage mit, „dass die Gemeinde derzeit keine Stellungnahme abgeben kann, weil wir beim Gespräch im Landratsamt nicht dabei waren. Im Moment ist das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde am Zug.“

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Im Stephanskirchener Fall, bei dem es um Bauschuttablagerungen durch die Firma Weiß auf einem Privatwaldweg von Leopold Lukas im Naturschutzgebiet „Südufer des Simssees“ geht, ist die Frage, ob die gewünschte außergerichtliche Einigung möglich ist, noch offen. Um vor dem am 22. Mai beim Landgericht Traunstein anberaumten Zivilverfahren eine Beseitigung des Bauschuttes zu erreichen, hatte, wie berichtet, ein Gespräch im Rathaus Stephanskirchen mit den Behörden stattgefunden. Bürgermeister Rainer Auer habe ihm als Ergebnis des „sogenannten runden Tisches“ ohne seinen Mandanten telefonisch mitgeteilt, „dass der Eigentümer Lukas unter bestimmen Voraussetzungen bereit sei, eine Beseitigung des Bauschuttes durch die Firma Weiß oder einen Subunternehmer zuzulassen“, teilt Asmus mit. Trotz entsprechender Nachfrage sei bisher noch keine Reaktion des Waldbesitzers bei ihm eingegangen, bedauert der Anwalt von Weiß. „Der Eigentümer Lukas schweigt“, bemängelt Asmus.

Macht dieser Bauschutt Bussi-Schorschi Ärger?

Bussi-Schorschi Georg Weiß an seinem Schreibtisch daheim in Schechen © Duczek
Um diesen Bauschutt in Stephanskirchen geht es. So sah es auf dem in einem Naturschutzgbeiet gelegenen Waldweg kurz nach der Verfüllung im August 2011 aus. © Duczek
Waldbesitzer Leopold Lukas: Er hatte die Firma Weiß mit dem Verfüllen seines Waldweges beauftragt. Jetzt hat er das Unternehmen mit einem Betretungsverbot für sein Grundstück belegt. © Duczek
Der Waldweg in Stephanskirchen, um den sich der Streit dreht © Duczek

Lukas Anwalt Dr. Werner Schropp verweist jedoch darauf, dass das Betretungsverbot an Weiß für den Waldweg bisher noch nicht aufgehoben werden konnte, weil nicht alle Punkte einer einvernehmlichen Lösung erfüllt worden seien. Unter anderem sei noch ein Sachverständiger zu benennen, der die Arbeiten zur Rekultivierung des Weges beaufsichtige und sicherstelle, dass diese ordnungsgemäß durchgeführt würden, falls Weiß diese Aufgabe selbst übernehme oder an einen anderen übertrage. Lukas fordere zudem, dass Weiß den gesamten nachgewiesenen Schaden rund um die nicht von ihm erlaubte Verfüllung des Waldweges wieder gutmache.

Stephanskirchens Bürgermeister Auer hofft nun „auf eine baldige Lösung im Sinne der Natur“. Die beiden Parteien sollten demnach baldmöglichst die Bedingungen für eine außergerichtliche Einigung aushandeln.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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