Leuchtturmprojekt für Inntal

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Das ehemalige Kloster wird zum Mehrgenerationenhaus: Für Kleinkinder und Senioren sowie für das Sozialwerk werden bedarfsgerechte Räumlichkeiten geschaffen.

Flintsbach - Die neue Tagespflegestation im ehemaligen Klostergebäude soll mehr sein, als nur eine Pflegeeinrichtung. Es soll ein „Leuchtturmprojekt“ für das ganze Inntal werden.

Lesen Sie hier den Bericht des Oberbayerischen Volksblatts vom Samstag:

Ein "Leuchtturmprojekt für das ganze Inntal" sollen der Umzug des Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach und die Einrichtung einer Tagespflegestation im ehemaligen Klostergebäude der Marienschwestern am Oberfeldweg werden.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung informierte der Erste Vorsitzende, Wolfgang Berthaler, über das geplante Projekt, mit dessen Fertigstellung man Anfang 2011 rechnen könne. Neben Verwaltungs- und Seminarräumen sollen im 1. Stock des Gebäudes auch mehrere Zimmer für Tagespflegepatienten eingerichtet werden. Da derzeit im gesamten Landkreis nur fünf Tagespflegeplätze vorhanden sind, könnten mit der Umbaumaßnahme dem notwendigen Bedarf Rechnung getragen und zehn bis zwölf Plätze angeboten werden.

Das Erdgeschoss, für das die Planungen die Einrichtung einer zweigruppigen Kinderkrippe vorsehen, soll durch einen lichtdurchfluteten, pavillonähnlichen Anbau, der ebenfalls vom Sozialwerk genutzt wird, erweitert werden. Dort soll künftig der behindertengerechte Eingang zum Sozialwerk liegen, daneben wird ein Versammlungsraum zur Durchführung von Betreuungskursen und anderen Veranstaltungen geschaffen. Wenn möglich soll dieser Raum auch als für jedermann zugängliches Seniorencafe genutzt werden.

Da bei einem Umzug des Sozialwerks, das jetzt im 2. Stock der ehemaligen Degerndorfer Schule untergebracht ist, eine Satzungsänderung betreffend des Vereinssitzes notwendig ist, mussten die Vereinsmitglieder ihr Votum abgeben. Ohne Gegenstimmen entschieden sich die 84 anwesenden Mitglieder für eine Sitzverlegung nach Flintsbach.

An Umbaukosten rechnet Berthaler insgesamt mit einer Million Euro, wobei die Zuschüsse für den Bereich Kinderkrippe schnell abgerufen werden können. Derzeit erarbeitet wird der Finanzierungsplan, über den die Mitglieder nach Fertigstellung informiert werden. Neben dem möglichen Erhalt von Zuschüssen versuche man auch Spender und Sponsoren für dieses im Landkreis Rosenheim bisher einmalige Vorhaben zu gewinnen. "Wir haben Zukunft, wenn das Projekt von vielen Bürgern mitgetragen wird", betonte Vorsitzender Berthaler.

mc/Oberbayerisches Volksblatt

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