Lustige Debatte um Bürgermeisterwahl

Großkarolinenfeld - "Das ist ja wie im Kasperltheater", meinte ein Bürger lachend in der jüngsten Sitzung des Großkarolinenfelder Gemeinderates.

Für Belustigung unter den Zuhörern hatte die Suche des Gremiums nach einem geeigneten Termin für die in diesem Jahr anstehende Bürgermeisterwahl gesorgt.


Die Großkarolinenfelder müssen heuer einen Bürgermeister wählen. Noch ist unklar, hinter welche Namen die Bürger ein Kreuz machen dürfen. Denn wer sich für das Amt des Rathaus-Chefs bewerben wird, steht noch nicht fest.

Ursprünglich hatte die Verwaltung zur Festsetzung des Wahltermins durch die Rechtsaufsichtbehörde Sonntag, 28. Oktober, vorgeschlagen. Doch Monika Hutter (Bündnis 90/Die Grünen) hielt diesen Tag, der zum ersten Wochenende der Allerheiligenferien gehört, nicht für geeignet: "Viele Leute fahren da weg. Wer weiß, wie dann die Wahlbeteiligung ausfällt."


Irmi Huber (CSU) brachte daraufhin den darauf folgenden Sonntag, 4. November, mit ins Spiel. Hutters Einwand, dass das der letzte Ferientag sei und man dann genauso gut den 28. Oktober nehmen könnte, ließ Huber nicht gelten: "Jeder, der schulpflichtige Kinder hat, ist doch am letzten Ferientag wieder zu Hause."

Wiltrud Rothmayer (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich dafür aus, dann doch lieber die Bürgermeisterwahl auf Sonntag, 11. November, anzusetzen. Von diesem Datum zeigte sich aber Lilo Wallner (CSU) nicht begeistert mit dem Argument, da "beginnen manche ja schon wieder mit dem Plätzchenbacken".

Außerdem sei an diesem Tag Faschingsbeginn, und die Wahl dann vielleicht ein Faschingsscherz, so die lustige Bemerkung aus den Reihen.

Bürgermeister Bernd Fessler selbst zeigte sich von der Debatte um einen Wahltermin völlig unbeeindruckt: "Mir ist das Datum ganz egal." Es könne seiner Meinung nach auch noch eine Woche später gewählt werden. "Da ist aber Volkstrauertag", gab Sepp Lausch (fraktionslos) zu Bedenken und stellte die Frage in den Raum, ob das denn so passend sei. "Wäre doch lustig, so ein Aufmarsch zur Bürgermeisterwahl", meinte daraufhin Albin Schenk (CSU) schmunzelnd.

Monika Hutter gab sich schließlich geschlagen mit den Worten "ach, macht doch, was ihr wollt".

Schließlich einigte sich das Gremium darauf, die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 4. November, stattfinden zu lassen.

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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