Max-Joseph-Halle derzeit gesperrt

Aufgrund der starken Regenfälle stand die Halle unter Wasser.
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Da die Halle unter Wasser stand, muss der komplette Schwingboden entfernt und erneuert werden.

Großkarolinenfeld - Land unter hieß es auch in Großkarolinenfeld nach den Regenfällen Ende Juli.

Komplett unter Wasser gesetzt wurde dabei die Mehrzweckhalle im Zentrum des Ortes.

Derzeit muss der gesamte Boden erneuert werden.Die Max-Joseph-Halle, die auch für Schulsport, für Veranstaltungen aller Art sowie von Vereinen und Verbänden genutzt wird, kann bis zum Schulbeginn Mitte September nicht für Aktivitäten zur Verfügung stehen. "Noch nie in der Vergangenheit musste die Halle solchen Wassermengen auf einmal standhalten wie heuer", sagte Helmut Seidel vom Bauamt Großkarolinenfeld auf Anfrage. Durch beide Fluchttüren drang während des Unwetters so viel Wasser in die Max-Joseph-Halle ein, dass das Gebäude komplett unter Wasser stand. Der gesamte Schwingboden wurde zerstört und sogar die Folie, die unterhalb der Fußbodenheizung liegt, beschädigt, wie Seidel erläuterte. "Der ganze Boden musste bis zu den Heizschlangen hin heraus gerissen werden." Damit das Wasser auch unter der Folie austrocknen konnte, musste die Folie angehoben werden.

"Ein Hallenschaden mit einem derartigen Ausmaß ist mir noch nicht untergekommen", sagte Seidel. Derzeit werde der Boden der rund 550 Quadratmeter großen Halle repariert. Doch damit sei es nicht getan: Um sich gegen eventuelle künftige Unwetter zu wappnen, müssten auch der Eingangsbereich beziehungsweise die Bereiche vor den beiden Fluchttüren verändert werden.

Da aus Sicherheitsgründen auf die Fluchttüren nicht verzichtet werden kann, führt die Gemeinde laut Seidel momentan Gespräche mit Brandschutz- und Fluchtwegeexperten. Gemeinsam mit den Sachverständigen sollen eventuelle Baumaßnahmen abgestimmt und besprochen werden.

"Momentan müssen wir die Stellungnahme der Sachverständigen noch abwarten. Wir tappen noch im Dunkeln, wie wir die Halle künftig bestmöglich vor Wasserschäden sichern können", so der Bauamtmitarbeiter. Die Kosten für die Instandsetzung der Max-Joseph-Halle seien derzeit noch nicht absehbar, würden sich aber wohl auf "mehrere zehntausend Euro" belaufen.

Mit Bedauern muss Seidel ankündigen, dass die Mehrzweckhalle bis zum Schulstart Mitte September keinesfalls wieder hergestellt sein wird. Der Schulsport müsse umorganisiert werden. Da die Hauptschule über eine Turnhalle und einen Allwetterplatz verfüge, sei es denkbar, dass die Grundschüler künftig ihre Sportstunden so weit wie möglich dorthin verlegen müssen. Doch auch Kurse, Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten werden verlegt werden müssen.

Deshalb verspricht Helmut Seidel: "Wir bemühen uns natürlich mit vereinten Kräften, die Reparaturarbeiten und Baumaßnahmen so schnell wie möglich zu beenden."

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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