Mehr Schutz gegen Hochwasser

OVB
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Im Bereich Kellerberg werden Retentionsflächen und ein Rückhaltebecken errichtet.

Feldkirchen-Westerham - "Land unter" hieß es im August 2002 in Feldkirchen-Westerham mit den besonders betroffenen Schwerpunkten Unterlaus, Feldkirchen und Westerham.

Extrem ergiebige und lange anhaltende Regenfälle hatten in diesen Orten zu einem Überlaufen der Bäche, Hangabrissen, überfluteten Straßen, ungewöhnlich vielen vollgelaufenen Kellern und hohen Sachschäden geführt.

Die damals im gesamten Gemeindegebiet noch sechs eigenständigen Feuerwehren wurden in einer beispiellosen Welle der uneigennützigen Hilfsbereitschaft von knapp 20 Rettungskräften aus der ganzen Umgebung tatkräftig unterstützt.

Ein Großteil der für den Hochwasserschutz gefällten Bäume war bereits morsch.

Wenige Monate später wurde das noch immer nicht vollständig abgeschlossene Millionen-Projekt "Schutzmaßnahmen für Gewässer der III. Ordnung" auf den Weg gebracht. In der Leiten bei Feldkirchen wurden weitere Rückhaltebecken und Retentionsflächen angelegt, ebenso in Westerham (Schwerpunkt Akademie der Industrie und Handelskammer) und in Unterlaus.

Auch die Bayerische Staatsregierung zeigte sich damals sehr großzügig: Der seinerzeitige Umweltminister Werner Schappauf sagte anlässlich eines Kurzbesuchs in Feldkirchen spontan einen Zuschuss von 75 Prozent zu (wir berichteten).

Damals, vor jetzt genau acht Jahren, waren vom Hochwasser neben den Anrainern vom Ölbergring und dem Kreuzberg auch die Gärten und Häuser am Kellerberg und unterhalb von Gut Staudach stark betroffen.

Im letztgenannten Bereich werden derzeit für neue Dämme, Rückhaltebecken und zusätzliche Retentionsflächen weitere 400000 Euro verbaut. Im gesamten Stauraum oberhalb des Kellerbergs kann dann Hochwasser mit einem Volumen von 8500 Kubikmetern zurückgehalten werden. Im Zusammenhang mit der Geländeanpassung und Dammaufschüttung mussten auch mehrere Bäume gefällt werden. Ein Großteil von ihnen war innen schon morsch.

me/Mangfall-Bote

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