"Mehrgenerationenhäuser erhalten und fördern"

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Mehrgenerationenhaus.

Rosenheim - Die Bundesförderung für Mehrgenartionenhäuser läuft aus und soll verstärkt von den Kommunen übernommen werden. "Wie soll das gehen?" fragt Rosenheims SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf.

Zu dem Antrag der SPD-Bundestagsfraktion „Mehrgenerationenhäuser erhalten und weiterentwickeln – Prävention stärker fördern“ und der auslaufenden Bundesförderung erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Graf MdB:

Angelika Graf

"Die 91 Mehrgenerationenhäuser in Bayern sind zu einer wichtigen sozialen Infrastruktur geworden, auf die wir nicht verzichten können. Die SPD hat als bisher einzige Fraktion einen Antrag eingebracht, die Mehrgenerationenhäuser zu erhalten. Wir wollen die Prävention zu einem neuen Schwerpunkt der Mehrgenerationenhäuser machen und dafür eine neue Bundesfinanzierung bereitstellen. Wir fordern zudem eine nahtlose Anschlussfinanzierung. Bisherige Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention, zum Beispiel in den Bereichen Ernährung und Bewegung, könnten so ausgebaut werden. Das vernachlässigte Thema „Prävention im Alter“ würde endlich gestärkt.

Die von der Bundesfamilienministerin nach einem langem Dornröschenschlaf vorgestellten Eckpunkte sind vage und unausgereift. Sie würden zu einer Überfrachtung und Überforderung der Mehrgenerationenhäuser und zur Schaffung von Doppelstrukturen führen. So macht es wenig Sinn, den Mehrgenerationenhäusern die Aufgaben der bereits in vielen Bundesländern bestehenden Pflegestützpunkte aufzutragen. Hinzu sollen die Koordinierung des neuen Bundesfreiwilligendienstes, von Ehrenamtsbörsen etc. kommen. Mit Pflegeangeboten und Demenzversorgung wären die Mehrgenerationenhäuser überfordert, zumal die Eckpunkte eine Kürzung der Bundesmittel ankündigen.

Es heißt, dass die klammen Kommunen bei der Finanzierung eine „stärkere Beteiligung“ übernehmen sollen. Wie soll das gehen, wenn die Kommunen immer mehr Lasten schultern müssen und immer weniger Geld haben? Die bisherigen 40.000 Euro Bundesförderung pro Haus im Jahr sind kein „warmer Regen“, wie es die FDP in der gestrigen Bundestagsdebatte süffisant formulierte. Weniger ist nur noch vergleichbar mit einer tröpfelnden Dusche."

Pressemitteilung Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion

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