Warum durfte er im Fußball-Sonderzug mitfahren?

Skandal: Mann (30) war bereits wegen Vergewaltigung verurteilt

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In diesem Sonderzug aus München mit Fans von Borussia-Mönchengladbach soll es zu einem mutmaßlichen Vergewaltigung gekommen sein. In dem Zug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 14. April.
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Mönchengladbach - Der Fall, dass ein 30-jähriger Mann auf der Rückfahrt vom Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Mönchengladbach in einem Sonderzug eine junge Frau auf der Zug-Toilette vergewaltigt haben soll, schlug hohe Wellen. Ein pikantes Detail könnte nun einen Justiz-Skandal auslösen:

Denn der dringend tatverdächtige 30-Jährige war nämlich bereits wegen einer Vergewaltigung rechtskräftig verurteilt. Die Ladung zum Haftantritt sei aber noch nicht erfolgt, sagte Staatsanwalt Benjamin Kluck in Mönchengladbach. Über die Verurteilung hatte zuvor die Bild-Zeitung berichtet.

Demnach erging das Urteil gegen den Verdächtigen - eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten - am 29. November vergangenen Jahres. "Der Umstand, dass es einen zeitlichen Verzug zwischen rechtskräftiger Verurteilung und Ladung zum Strafantritt gibt, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches", sagte Kluck. Wie es sich in dem konkreten Fall verhalten habe, könne er nicht sagen. Das werde derzeit noch geprüft.

Der 30 Jahre alte Verdächtige soll in den nächsten Tagen verhört werden. Er soll eine 19 Jahre alte Frau in einem Zug voller Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach vergewaltigt haben.

Die 19-Jährige aus Bonn konnte laut Polizei inzwischen als Zeugin vernommen werden. Sie hatte den Mann in der Nacht zum Sonntag im sogenannten Tanzwagen des Sonderzugs kennengelernt. Der mutmaßliche Täter konnte identifiziert werden, weil ein Zug-Ordner ein Foto von ihm gemacht hatte.

mw/dpa

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