Optik des Daches im Mittelpunkt

Großkarolinenfeld - Die Sanierung des Empfangsgebäudes am Bahnhof war erneut Thema im Gemeinderat. Es ging dabei um das Dach und den Baustil der bestehenden Bögen.

Im Mittelpunkt der Debatte standen die Optik des Daches und die Frage, ob der Baustil der bestehenden Bögen tatsächlich erhaltenswert ist. Das Gremium einigte sich auf eine alternative Ausschreibung.

 Schon der Bau- und Umweltausschuss hatte sich im Vorfeld mit der Sanierung des Bahnhofes befasst (wir berichteten). Johann Riedl und Johann Kosek, beide von der GBV, kritisierten im Gemeinderat, dass für das Bahnhofempfangsgebäude kein Gesamtkonzept vorhanden sei.

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Bürgermeister Bernd Fessler stellte die Notwendigkeit der Maßnahmen im Hinblick auf den Erhalt des Gebäudes heraus. Die Planungen würden künftigen Nutzungen nicht im Wege stehen und freie Hand für das weitere Vorgehen lassen. Fessler legte den Räten eine aktuelle Kostenberechnung des Architekten vor. Laut Gieser ergebe sich im Vergleich zu der im Bau- und Umweltausschuss genannten Schätzung eine Kostenerhöhung.

Bahnhofsbögen diskutiert

Wie bereits die Mitglieder des Bauausschusses diskutierten auch die Gemeinderäte über die Optik des Daches. Erneut stellte sich die Frage, ob die bestehenden Bögen am Gebäude im Rahmen der Sanierung erhalten bleiben sollen. Dass eine alternative Planung auch entsprechende Mehrkosten hinsichtlich der Statik verursachen würde, gab der Rathauschef zu bedenken.

Schließlich ließ Fessler über den vom Bauausschuss empfohlenen Beschlussvorschlag abstimmen. Demnach sollte zusätzlich zur Erneuerung des Bahnhofvordachs 2013 das Dach des Empfangsgebäudes erneuert und die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Diese Maßnahmen sollten vom Architekturbüro Schaub im Winter ausgeschrieben und im Frühjahr 2013 ausgeführt werden.

Das Gremium lehnte dies mit 13 Gegenstimmen ab und sprach sich vielmehr, mit nur zwei Gegenstimmen. für den Beschlussvorschlag aus, über den auf Antrag von Ludwig Härter (PLW) abgestimmt wurde. Infolgedessen wird die Verwaltung, wenn es rechtlich möglich ist, beauftragt, beim Bahnhofsvordach eine alternative Ausschreibung mit Erhalt beziehungsweise Nachbau der Bögen durchzuführen.

Dabei wird billigend in Kauf genommen, dass eventuell vier statt drei Bögen samt entsprechender Stützen notwendig werden könnten. Zusätzlich zur Erneuerung des Bahnhofvordachs soll 2013 das Dach des Bahnhofempfangsgebäudes erneuert und die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Diese Maßnahmen soll das Architekturbüro Schaub ausschreiben, die Ausführung ist im Frühjahr 2013 angedacht. Im Haushalt 2013 sind entsprechende Mittel hierfür einzustellen.

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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