Große Infoveranstaltung für interessierte Bürger

Pfaffenhofener Dorfladen: So sehen die Planungen aus

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Pfaffenhoffen - Der Bürgermeister sowie der zuständige Architekt informierten bei einem Infoabend im Pfarrheim ein interessiertes Publikum über den Planungsstand des Dorfladens.

Über 100 Bürger waren der Einladung zu einem Infoabend im Pfarrheim des Dorfes gefolgt und lauschten gespannt den Ausführungen von Arbeitskreis-Sprecher Volker Schmidt, Bürgermeister Hans Holzmeier und Helge Huber vom Architektenbüro Kröff aus Wasserburg. Nachdem Schmidt namens Bürgermeister und Arbeitskreis (AK) die Zuhörer begrüßt hatte, gab er einen kurzen Rückblick auf Hintergründe, Planungsbeginn und Ablauf zur Entwicklung des Wunsches, in Pfaffenhofen einen Dorfladen zu gründen. Er hob besonders die entscheidende Unterstützung des Gemeinderates und des Bürgermeisters hervor, ohne deren positiven Entscheidungen die Realisierung dieses Objektes auf dem gemeindlichen Grundstück vor dem Friedhof unmittelbar an der B 15 nicht möglich wäre. Er erwähnte dabei auch die intensiven Beratungen der Mitglieder des AK, der sich aus Gesellschaftsräten und weiteren Bürgern zusammensetze.

Der Schechener Rathauschef ergänzte diese Ausführungen mit dem Hinweis auf die intensive Suche nach einem geeigneten Objekt bzw. Grundstück für den Dorfladen. Die Wahl sei schließlich übereinstimmend auf das bezeichnete Grundstück gefallen und er freue sich, dass der Gemeinderat allen Planungen mit großer Mehrheit zugestimmt habe. Ebenso habe er sich gefreut, welch großes Interesse die Bürgerschaft dem Projekt entgegengebracht habe. „Der aktuelle Stand von 183 Gesellschaftern, die alle Einlagen in einer Mindesthöhe von 250 Euro gezeichnet haben, so dass aktuell eine Summe von 66.000 Euro erreicht worden sei, spricht für sich!“ Er selbst sei sich von Anfang an darüber im Klaren gewesen, dass keine Einfachlösung anzustreben sei, sondern ein hochfunktionales Gebäude mit größtem Nutzeffekt für die Bürger entstehen müsse. Heute schätze er sich glücklich, dass nicht nur ein Dorfladen mit kleinem Cafe und verschiedenen Service-Bereichen realisiert werden, sondern auch eine Arztpraxis und drei seniorengerechte Wohnungen entstehen werden. Die Gemeinde werde Bauherr des Objektes und vermiete die Einrichtungen an die Nutzer. Er sei guter Dinge, dass es Zuschüsse staatlicherseits geben werde, was sich wiederum auf die Höhe der Mieten auswirken könne. Die weitere Planung bis zur Fertigstellung des Gebäudes erfordere noch gründliche Arbeit des Architekturbüros in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Arbeitskreis.

Architekt Helge Huber erläuterte anhand eines Lageplans und von detaillierten Planungsentwürfen den Stand der aktuellen Arbeit. Es entstehe inmitten des Dorfes ein voll unterkellertes nutzerorientiertes, zweigeschossiges Gebäude, in dem sich neben dem Dorfladen im Erdgeschoss eine Arztpraxis im ersten Stock und drei Wohnungen im Dachgeschoss, auch von älteren Menschen problemlos mit einem Aufzug zu erreichen, befinden. Alle bereits durchgeplanten Geschosse wurden detailliert dargestellt und von Huber erläutert. Bei den Wohnungen handele es sich um ein Appartement, eine Zwei- und eine Dreizimmerwohnung, deren großzügige Bauweise den Bewohnern einen ungehinderten Blick aus den Fenstern dank hohem Kniestock erlauben würde. Ergänzend erläuterte der Architekt noch, dass in einem kleinen Vorbau ein Geldautomat untergebracht werden könne und dass der obere Teil des Gebäudes eine der örtlichen Umgebung angepasste Holzverschalung erhalten werde.

Infoabend zum Pfaffenhofener Dorfladen

Die zahlreichen Fragen der Besucher im Anschluss an diese Ausführungen wurden von Helge Huber und Hans Holzmeier zur Zufriedenheit der Fragesteller beantwortet. Eine konkrete Auskunft zum angestrebten Geldautomaten konnte der Gemeindechef nicht geben, da die Verhandlungen mit einem örtlichen Geldinstitut noch nicht abgeschlossen seien. Fragen und Anregungen der Zuhörer werden – so wurde versichert – in die weitere Arbeit des AK mit einfließen. Auch dem Hinweis, dass noch Zeichnungen für die Gesellschaft entgegengenommen werden, kamen einige Interessenten gern nach.

Lutz Ellermeyer

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