Pilz bedroht Eschen im Landkreis

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Typische Krankheitsmerkmale an einer jungen Esche nach Befall mit dem Eschentriebsterben

Rosenheim – Unsere Eschen sind in Gefahr: Entlang der Staatswälder an der Mangfall sind an den Bäumen schon teilweise starke Triebschäden festzustellen.

Der Verdacht, dass es sich dabei um das vor allem in Osteuropa und Norddeutschland verbreitete neuartige Eschentriebsterben handelt, ist für Forstbetriebsleiter Stefan Pratsch in Schliersee nahezu sicher. „Die Symptome sind eindeutig“, so der Forstmann.

Der Pilz verstopft in erster Linie die Wasserleitbahnen der Eschen. Meist kommt es dadurch zum Absterben von Trieben und Ästen.

Seit dem Herbst 2008 ist nämlich auch in weiten Teilen Bayerns diese neue Erkrankung an der Esche (Fraxinus excelsior) auffällig geworden. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising konnte in Bayern bereits 2009 auf mehreren Flächen den Pilzerreger „Chalara fraxinea“, der als Hauptverursacher der Baumkrankheit gilt, nachweisen. Der Pilz verstopft in erster Linie die Wasserleitbahnen der Eschen. Meist kommt es dadurch zum Absterben von Trieben und Ästen, in schwereren Fällen auch des ganzen Baums.

Als Sofortmaßnahme werden die Bayerischen Staatsforsten im Landkreis in der Nähe von bereits befallenen Beständen vorerst keine jungen Eschen mehr pflanzen.

Unklar ist laut Pratsch bislang noch, wie die Infektionswege des Erregers verlaufen und seine Ausbreitung erfolgt. Auch ob und wie man den Befall wirksam eindämmen kann, ist den Forstleuten derzeit noch nicht bekannt. „Die Esche ist eine wertvolle Hauptbaumart in unseren Wäldern und spielt beim Waldumbau eine große Rolle“, so der Betriebsleiter. Rasche Erkenntnisse sind zwingend notwendig um die Gefahr durch den Pilz einzudämmen. Als Sofortmaßnahme werden die Bayerischen Staatsforsten im Landkreis in der Nähe von bereits befallenen Beständen vorerst keine jungen Eschen mehr pflanzen.

Ständig aktualisierte Informationen zum Eschentriebsterben im Freistaat und aktuelle Forschungsergebnisse haben die Forstbehörden auf der neuen Internetplattform der LWF unter www.eschentriebsterben.org veröffentlicht.

Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten

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