Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Landkreis - Zu Beginn der Urlaubszeit und kurz vor dem Start der Sommerferien in Bayern ist die Arbeitslosigkeit im Bereich des Agenturbezirkes Rosenheim, den Landkreis Rosenheim sowie Miesbach und Bad Tölz umfasst.

Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim dazu: „Der positive Trend der Vormonate setzt sich fort. Am Zähltag (15. Juli) waren 9 175 Personen, 130 weniger als im Juni und 940 weniger als vor einem Jahr, als erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote hat sich ebenfalls erneut verbessert und erreicht mit 3,4 Prozent, den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,8 Prozent.“ Neubauer weiter: „Wir haben damit zwar noch nicht den hervorragenden Wert (3,3 Prozent) des Jahres 2008 erreicht, wir sind aber auf dem besten Wege dazu. Die Wirtschaft hat deutlich an Fahrt zugelegt und auch die Umfragen der Kammern und Wirtschaftsforschungsinstitute bestätigen den derzeitigen Aufschwung.“

Die verbesserte konjunkturelle Lage zeigt mittlerweile deutliche Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Seit Februar geht die Zahl der beschäftigungslos gemeldeten Menschen zurück. Auch Männer und Frauen über 50 Jahre, die sich in der Regel bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz auf Grund ihres Alters schwerer tun, profitieren inzwischen wieder von dieser Entwicklung. Waren im Februar noch 3 990 Personen über 50 Jahre ohne Erwerbstätigkeit, sind es im Juli dagegen „nur“ noch 3 260.“ Neubauer zur aktuellen Lage bei den Jugendlichen: „Die Situation der Jugendlichen unter 25 Jahren liegt mir seit Jahren besonders am Herzen. Erfreulicherweise zeigte sich bei dieser Personengruppe eine ähnlich positive Entwicklung wie bei den Älteren, im Vergleich zum Vorjahr sogar eine deutlich positivere. Von Februar bis Juni waren Monat für Monat kontinuierlich weniger junge Menschen ohne Arbeit. Diese Tendenz ist im Juli – wie jahreszeitlich üblich – vorübergehend gestoppt. Im Juli finden nämlich viele Gesellenprüfungen statt und wie jedes Jahr wurden auch heuer einige junge Menschen nach Bestehen der Abschlussprüfung von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Deshalb stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen in diesem Berichtsmonat an. Derzeit suchen 890 (Vormonat 810) arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren einen Arbeitgeber, bei dem sie ihre Kenntnisse und Fertigkeiten unter Beweis stellen und Berufserfahrung sammeln können. Nutzen Sie die Möglichkeit und stocken Sie Ihre Belegschaft mit diesen jungen Fachkräften auf.“

Von den insgesamt 9 175 registrierten Arbeitslosen fallen 4 840 Menschen unter die Regelungen des Sozialgesetzbuches III (SGB III) und sind demzufolge bei den Agenturen in Rosenheim, Holzkirchen, Bad Tölz oder Wolfratshausen gemeldet. 4 335 arbeitslose Männer und Frauen erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) und werden von den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) in Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen oder der optierenden Kommune in Miesbach betreut. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB III um 80 erhöht, im Bereich des SGB II ist sie um 215 zurück gegangen.

Der Agenturleiter zur Stellensituation: „Der aktuelle Arbeitskräftebedarf ist eine wichtige Information, nicht nur für die Arbeitsuchenden, sondern für alle Akteure am Arbeitsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit stellt dazu seit Jahren vielfältiges statistisches Zahlenmaterial bereit. Mit dem Berichtsmonat Juli wird die Berichterstattung vereinfacht und transparenter gestaltet. Es wird ab sofort unterschieden zwischen sozialversicherungspflichtigen, geringfügigen (Stichwort Minijobs) und sonstigen Arbeitsstellen. Die der Agentur für Arbeit „gemeldeten Stellen“ umfassen somit diese drei Stellenarten. Am Zähltag gab es in den Computern der Agentur für Arbeit Rosenheim. 2 560 gemeldete Stellen, darunter 2 370 sozialversicherungspflichtige. Im Laufe des Monats gingen 1 290 Arbeitsstellen, darunter 1 210, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen, neu bei unserem Arbeitgeber-Service ein. Die Zahl der neuen sozialversicherungspflichtigen Stellen, die sehr gut die tatsächliche Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen widerspiegelt hat sich also sehr positiv entwickelt und liegt höher als im Vormonat und im Vorjahr.“

Pressemitteilung Argentur für Arbeit

Rubriklistenbild: © dpa

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