Jugendtreff: Abhängig von Betreuung

Prutting -  Rege diskutierte das Ratsgremium den von Fritz Meisinger eingebrachten Antrag auf Einrichtung eines betreuten Jugendtreffpunktes im Bauhof-Dachgeschoss.

"Ohne feste Zusage, wer die Betreuung übernimmt, kann ich einem Jugendtreff nicht zustimmen, denn das ist bei jedem Standort der springende Punkt", erklärte Erster Bürgermeister Hans Loy.

Nach Ansicht von Josef Huber und Zweiter Bürgermeisterin Gertraud Fordermeyer ist der Bauhof als Standort ungeeignet, da er zu weit ab liegt. Benno Ecker schlug vor, geeignete Personen auf 400-Euro-Basis als Betreuer zu suchen und zu verpflichten. So soll nun weiter vorgegangen werden, um das Problem zu lösen.

Stefan Schöne beantragte, mit der Ladung zu Gemeinderatssitzung die Unterlagen, etwa für Bebauungspläne, mit zu verschicken. Im konkreten Fall sollten die auf der Tagesordnung stehenden Bebauungspläne zurückgestellt werden. "Ich tue mich bei der Entscheidung wesentlich leichter, wenn ich vorher die Unterlagen studiert habe", so Schöne. Unterstützt im Prinzip wurde er von Fritz Meisinger, Dr. Matthias Huber, Leonhard Griesser und Anton Maier. Einstimmig fasste der Rat den Grundsatzbeschluss, dass künftig bei Bebauungsplänen, Flächennutzungsplänen und konkreten Baumaßnahmen mit der Ladung Planausschnitte versandt werden.

Bei der siebten Änderung des Flächennutzungsplanes Prutting wurden die besprochenen Änderungen eingearbeitet und die Verwaltung einstimmig beauftragt, das Verfahren festzusetzen. Entsprechend dem gefassten Beschluss wurden die Bebauungspläne "Bamham-West" und "Furtneranwesen" ohne Beschlussfassung diskutiert.

Beim Bebauungsplan "WolkeringMeisenweg/Schwalbenweg" wurden die Anregungen der Träger öffentlicher Belange beachtet und einstimmig Billigungsbeschluss gefasst. Bei der Lückenfüllungssatzung Rotterstetten wurde nach einstimmigem Beschluss, die Verwaltung beauftragt, das Verfahren fortzusetzen. Zur laufenden Erschließung des Baugebiets Wolkering, teilte der Bürgermeister mit, dass sämtliche vorgesehenen Sickerbrunnen gebohrt seien, und die Straße Schwalbenweg-Meisenweg ausgekoffert worden sei. Die Spezialfirma würde auch am Dorfstadlgelände günstig einen Sickerbrunnen bohren.

Grundsätzlich war das Gremium dafür, die Kostenverteilung zwischen Gemeinde und dem Förderverein des Dorfstadls wird noch ausgehandelt.

Zur Errichtung des geplanten Geh- und Radweges und Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Prutting nach Edling, beschloss das Gremium einstimmig, die öffentliche Ausschreibung in die Wege zu leiten. Für den Rathausneubau Prutting wurde die Vergabe von Aufträgen in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.

Kunststofffenster für neues Rathaus

Mit zehn zu drei Stimmen legten die Räte fest, dass im neuen Rathaus, außer den großen Fenstern, überall Kunststofffenster eingebaut werden.

Einstimmig ging der Bauantrag von Jochen Rauhaus, Neubau einer Garage in Wolkering durch. Auch der Bauantrag von Maria Huber, Abbruch eines Nebengebäudes mit an den Kanal angeschlossener Nasszelle und flächengleicher Anbau an das bestehende Wohnhaus in der Seestraße, ging einstimmig durch. Das etwas schmalere Nebengebäude sollte ursprünglich genau so breit wie das Haupthaus werden, das wurde vom Landratsamt abgelehnt.

"Da werden am Simssee Schwarzbauten ausgebaut, Schilf vernichtet und Straßen in Grundstücke gelegt und hier werden drei oder vier Quadratmeter nicht genehmigt", wunderte sich ein Ratsmitglied.

Ein von über 50 Wolkeringer Bürgern unterzeichneter Antrag gegen die Lagerung und Lieferung pyrotechnischer Gegenstände an ein ehemaliges Munitionslager nahe Wolkering, aber auf Stephanskirchener Gemeindegebiet, stieß im Rat auf offene Ohren. Das Schreiben wird an die Gemeinde Stephanskirchen, an die Regierung von Oberbayern und das Landratsamt Rosenheim zur Stellungnahme weitergeleitet.

Zum Antrag von Fritz Meisinger, Asphaltierung eines Teilstückes der Seestraße, erklärte Hans Loy, das sei schon mehrmals behandelt worden. Nun lägen Angebote vor; der Rat beschloss gegen eine Stimme, das am besten geeignete Angebot wahrzunehmen.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass das Pruttinger Trinkwasser einwandfrei sei. Am 27. Juli, 19.30 Uhr ist in der Aula der Schule Prutting die Neuwahl der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung. Alle Bürger seien eingeladen, so der Bürgermeister.

Zu den Anregungen von Dr. Matthias Huber, man müsse dafür sorgen, dass das Wasser bei Starkregenfällen aus Prutting schneller abfließe und von Fritz Meisinger, das der Radweg am alten Sportplatzgelände in schlechtem Zustand sei, sicherte der Bürgermeister zu, nach geeignete Maßnahmen Ausschau zu halten. Sorge bereite auch die ungeordnete Ablage von Abfällen am Wertstoffhof, das müsse sich bessern, sonst drohe das Landratsamt mit Maßnahmen.

ni/Oberbayerisches Volksblatt

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