Rathausneubau macht Fortschritte

OVB
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Der Neubau des Pruttinger Rathauses geht zügig voran.

Prutting - Der Neubau des Pruttinger Rathauses macht Fortschritte. Viele Zuschauer verfolgen die jüngste Sitzung des Gemeinderats über die Baupläne:

Zahlreiche Zuschauer verfolgten in der jüngsten Sitzung des Pruttinger Gemeinderats die Beratung von verschiedenen Bebauungsplänen, des Flächennutzungsplanes sowie von mehreren Baugesuchen.

Bei der öffentlichen Auslegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange des geänderten Flächennutzungsplanes, Ortsteil

Wolkering, gab es keine Einwendungen. Mit einstimmigem Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, dem Landratsamt Rosenheim den Plan zur Genehmigung vorzulegen. Dem Flächennutzungsplan Ortsteil Bamham stimmte das Gremium einstimmig zu. Die Verwaltung wird beauftragt, das Verfahren mit öffentlicher Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange fortzuführen.

Mit einer Gegenstimme billigte das Gremium den Bebauungsplan "Bamham-West". Die Verwaltung wird beauftragt, das Verfahren mit öffentlicher Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange fortzuführen. Beim Bebauungsplan "Wolkering, Meisenweg-Schwalbenweg" gab es bei der Öffentlichkeitsbeteiligung keine Einwendungen. Einstimmig erfolgte Satzungsbeschluss.

Noch keinen endgültigen Beschluss gab es für den Bebauungsplan "Furtneranwesen" in Prutting am Eschenweg. Anlieger hatten Einwände gegen eine geplante Straßenführung unter der bestehenden Starkstromleitung die so genannte "Obere Variante". Josef Huber, Fritz Meisinger und Stefan Schöne plädierten für die "Untere Variante", Dr. Matthias Huber erklärte die "Obere Variante" wäre das kleinere Übel. Bei einer Gegenstimme entschied sich der Rat für die "Untere Variante" ein detaillierter Plan wird ausgearbeitet. Gegen die Lückenfüllungssatzung "Rotterstetten" hatten die Träger öffentlicher Belange keine Einwendungen. Das Gremium billigte den Plan einstimmig und es erfolgte Billigungs- und Satzungsbeschluss.

Einstimmig ging der Tekturantrag von Benno Ecker, Aufstockung und Einbau von zwei Wohnungen mit Seitengiebel in bestehender Lagerhalle und Anbau eines Wintergartens sowie eines Carports durch. Keine Gegenstimme gab es auch vom Bauantrag von Mathilde und Christian Cless, Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Rotterstetten. Auch der Bauantrag von Stephan und Kathrin Gottwald sowie Reinhard und Marion Gottwald, Errichtung eines Doppelhauses mit Garagen und Stellplätzen in Wolkering ging einstimmig durch.

Zum Vorbescheidantrag von Franz Niedermayr, Errichtung von zwei Einfamilienhäusern mit Doppelgaragen in Wolkering, hatte das Landratsamt Rosenheim der Gemeinde mitgeteilt, das gemeindliche Einvernehmen gelte als erteilt, da die Ablehnung verspätet beim Amt eingegangen sei. Der Bürgermeister meinte dazu, das gemeindliche Einvernehmen wäre sowieso durch das Landratsamt ersetzt worden. Neun Räte stimmten dem Antrag zu. Stefan Schöne bemängelte, dass die Ablehnung verspätet erfolgt sei und lehnte mit einem weiteren Rat den Plan ab.

Als Vorschlag brachte das Ratsgremium ein, dass bei einer eventuellen Teilung des Grundstückes ein Fahrt- und Gehrecht sowie ein Leitungsrecht für Ver- und Entsorgung eingetragen wird.

Durch die Neuausweisung eines Gewerbegebiets an der Staatsstraße 2095 durch die Gemeinde Söchtenau wird die Gemeinde Prutting nur indirekt durch wachsenden Verkehr berührt, deshalb erhob sie mit sieben zu fünf Stimmen keine Einwände. Als Wunsch wurde geäußert, dass in dem Gebiet kein Einkaufsmarkt entstehen soll.

Erster Bürgermeister Hans Loy las ein Schreiben vor, in dem die zuständige Behörde die erfolgte Teilrodung eines Grundstücks am Simssee genehmigte. Der Pruttinger Rat hatte eine Rodung in einer früheren Sitzung einstimmig abgelehnt (wir berichteten). Mit zehn zu zwei Stimmen beschloss das Gremium, Widerspruch gegen die Behördenentscheidung einzulegen.

Mit 17 Unterschriften untermauert teilten Bürger des Schwalbenwegs in Wolkering mit, dass sie keine Straßenbeleuchtung wollen. Geschäftsstellenleiter Georg Plankl wies auf die Rechtslage hin, der Bauausschuss wird sich vor Ort ein Bild machen.

Zum Rathausbau stellte der Bürgermeister fest, dass die Arbeiten zügig und planmäßig vorangehen. Die Kellerwände werden gerade betoniert.

ni/Oberbayerisches Volksblattt

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