Raus mit Lkw-Verkehr aus Pfaffenhofen

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Die Gemeinde Schechen will darauf dringen, den Schwerlastverkehr aus Pfaffenhofen zu verbannen.

Schechen - Ein ganzes Paket wichtiger Entscheidungen traf der Gemeinderat Schechen in seiner jüngsten Sitzung. Thema war auch die zunehmende Belastung der Pfaffenhofener durch den Durchgangsverkehr

Unter anderem hat das Gremium den Weg für eine kommunale Überwachung des Verkehrs auf allen Straßen im Gemeindegebiet frei gemacht. Anlass für die Überwachung waren die zunehmenden Beschwerden von Bürgern über Autofahrer, die die Geschwindigkeits-Begrenzung innerhalb der Ortschaft nicht einhalten. Überschreitungen gab es vor allem in den Tempo 30-Zonen.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Oberland, der mit der Überwachung beauftragt wurde, hatte den Gemeinderat zuvor über die Arbeitsweise der Verkehrsüberwacher und die Rahmenbedingungen eines Vertrages ausführlich informiert. Dabei wurde auch klargestellt, dass bei den Messungen festgestellte Geschwindigkeitsübertretungen durch Verbands-Mitarbeiter dieselbe Konsequenzen nach sich ziehen wie bei einer Feststellung durch Polizeibeamte. Der Beitritt wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Bürgermeister Hans Holzmeier versicherte, die Bürger würden rechtzeitig vor Beginn der Überwachung informiert.

Thema am Ratstisch war auch die zunehmende Belastung der Pfaffenhofener Bürger durch den Durchgangsverkehr. Bürgermeister Hans Holzmeier informierte über das kürzlich stattgefundene Gespräch mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, dem auch die CSU-Mandatsträger im Bundes- und Landtag sowie die von der Westumgehung betroffenen Bürgermeister beiwohnten. Fazit: Es gibt keine Festlegung auf einen Zeitrahmen für den Baubeginn der Westtangente.

In einem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Lärmgutachten ist eine deutliche Überschreitung der Lärmgrenzwerte speziell in den Nachtstunden festgestellt. Die Gemeinde Schechen sieht sich aus diesem Grund und auch im Sinne der Verkehrssicherheit veranlasst, den Antrag zu stellen, die Ortsdurchfahrt Pfaffenhofen der B 15 für den Lkw-Schwerverkehr zu sperren. Der Beschlussvorschlag wurde vom Gremium einstimmig gebilligt. Die nächste Demonstration der Aktionsgemeinschaft "B 15 raus aus Pfaffenhofen" ist für 21. Oktober angesetzt.

Klar ist jetzt auch, dass die Aufgaben des Standesamtes Schechen nicht verlagert werden. Diese Entscheidung des Gemeinderates beruht auf einer kürzlich von übergeordneter Stelle erlassenen Ausnahmegenehmigung in Bezug auf die personelle Besetzung des Standesamtswesens. Die Bürger unserer Gemeinde würden diese Entscheidung als ortsnahen Service sicherlich begrüßen, so der Bürgermeister. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass für die Gemeinde hieraus keine finanzielle Mehrbelastung erwachse..

Hochstätt und Umgebung können in absehbarer Zeit mit einer besseren Breitbandversorgung und damit einem schnelleren Internet rechnen. Obwohl die Ergänzungen der Bewertungskriterien eine erneute Angebotsrunde erforderlich machen, rechnet die Gemeinde mit einer baldigen Umsetzung der mit 100.000 Euro veranschlagten Maßnahme. Die Gemeinde muss 30000 Euro von dieser Summe übernehmen.

Eine positive Wende nahmen der Information von Bürgermeister Holzmeier zufolge auch die Gespräche mit der Stadt Rosenheim wegen der Kinderkrippe in Pfaffenhofen. Die Gemeinde Schechen will laut Beschluss des Gemeinderates das in der Ortsmitte von Pfaffenhofen und im Eigentum der Gemeinde befindliche Haus abreißen und dort eine zweigruppige Kinderkrippe errichten. Über die Trägerschaft soll auch noch mit der Pfarrgemeinde Pfaffenhofen, die auch den Kindergarten betreibt, verhandelt werden.

Der Erlass einer Einbeziehungssatzung ist Voraussetzung für die Errichtung eines Einfamilienhauses durch Stefan Freiberger in Hart. Der Gemeinderat gab schließlich nach eingehender Diskussion grünes Licht für das beantragte Vorhaben mit der Auflage, dass der Antragsteller die Planungskosten übernimmt und eine entsprechende Bindungsregelung im Sinne der Eigennutzung eingeht.

Das neu ausgewiesene Baugebiet am Rosenweg in Schechen wird an das Netz der Inngas GmbH angeschlossen. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Energieversorger kann nach dem positiven Gemeinderatsvotum nunmehr abgeschlossen werden.

Von der beabsichtigten Erweiterung und Umgestaltung des Parkplatzes am Waldsee wird die Gemeinde Schechen wegen zu hoher Auflagen seitens der Naturschutzbehörden vorerst Abstand nehmen. Für Fahr- und Motorräder soll allerdings auf den vorhandenen, befestigten Plätzen ein eigener Parkbereich geschaffen werden.

so/Oberayerisches Volksblatt

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