Retter auf vier Pfoten zum Anfassen

+

Brannenburg - Ein paar spannende Stunden erlebten rund 140 Kinder zusammen mit den Rettungshunden und Hundeführern der Rosenheimer Malteser in der ehemaligen Karfreit-Kaserne Brannenburg.

Die Malteser boten den Kindern aus den Inntalgemeinden Rohrdorf, Seeon, Raubling, Flintsbach, Nußdorf und Brannenburg mit großem Einsatz ein vielfältiges Programm, das ihnen eindrucksvoll die Arbeit der Rettungshunde sowie den Umgang mit Hunden allgemein näher brachte.

Unterstützung erhielt die Rettungshundestaffel dabei von der Gruppe „Technik-Sicherheit-Logistik“, die das Verpflegungszelt aufbaute, und der Verpflegungsgruppe, die für das leibliche Wohl der Kinder sorgte. In einer gemeinsamen Begrüßung stellten die Zugführer der Rettungshundestaffel die Mannschaft, die Hunde und mit einigen Worten die Grundlagen der Rettungshundearbeit vor.

Ferienprogramm mit der Rettungshundestaffel

Anschließend konnten die Kinder schon den ersten Hund in Aktion sehen: er führte einen sogenannten „Verweis“ vor, bei dem der Fund einer vermissten Person angezeigt wird. Den Rest des Tages wurden die Kinder in kleineren Gruppen durch vier Stationen geführt. Bei der Suchgruppe im Hochwald durften die Kinder die Probe aufs Exempel machen: Kann der Hund seine Spürnase auch richtig einsetzen? Jeweils zwei Kinder versteckten sich zusammen mit einem Hundeführer im Wald. Daraufhin zog Beate Wasner oder Martin Gsinn, beide geprüfte Hundeführer, einem ihrer Hunde die Kenndecke auf, ein Ritual bei dem der Hund auf die Menschensuche eingestimmt wird. Auf das Kommando „Such und Hilf“ machte sich der Hund auf die Suche nach den „vermissten“ Kindern – mit Erfolg.

Unter Ausdruck der Bewunderung wurden die Gefundenen wieder in ihre Gruppe zurückgeführt. An der Station der Tierärztin Dr. Janey Heine mit ihrer Bardino-Mix-Hündin Nicky lernten die Kinder schrittweise den richtigen Umgang mit dem Hund. Wie und wann kann man den Hund richtig streicheln, ohne diesen dabei in Bedrängnis zu bringen? Was gefällt einem Hund und was nicht? Wie kann ein Hund sagen und zeigen, wenn er etwas nicht mag? Wie verhält man sich am besten, wenn ein fremder Hund auf einen zukommt oder man Angst vor einem Hund hat? Zum Weiterlesen gab’s für alle ein altersgerechtes Büchlein mit vielen Tipps. Bei der folgenden Aktion konnten die Kinder selbst anpacken und das Gelernte gleich in die Praxis umsetzen. Mehrere Hundeführerinnen liefen mit den Kindern gemeinsam einen Parcours, wobei die Kinder zu Hundeführern wurden. Sie ließen die Hunde über Hürden springen, Slalom laufen oder durch einen Tunnel kriechen. Manches Kind hatte auch Erfolg mit Kommandos wie „Mach Sitz!“, „Gib Pfote!“, „Rolle!“ oder „Gib Laut!“. An der Verpflegungsstation gab es schließlich eine Stärkung sowie ausreichend Gelegenheit, um die aufregenden Erfahrungen auszutauschen oder die Hundeführer mit weiteren Fragen zu löchern. Mit einer gemeinsamen Verabschiedung ging ein lehr – und erlebnisreiches Programm zu Ende, an dem bestimmt manches Kind so richtig „auf den Hund gekommen“ ist.

Malteser Hilfsdienst

Zurück zur Übersicht: Rosenheim Land

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser