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Eine 61-jährige Tatverdächtige in der Klinik

Mysteriöse Brandserie im Landkreis Rosenheim - Kripo ermittelt wegen versuchter Tötung

Der Feuerwehr gelang es, das Feuer zügig zu löschen. Dennoch brannte eine Wohnung völlig aus.
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Der Feuerwehr gelang es, das Feuer zügig zu löschen. Dennoch brannte eine Wohnung völlig aus.

Am Donnerstag (18. August) kam es in der Region zu einer mysteriösen Brandserie: Die Kripo ermittelt in mehreren Fällen wegen Brandstiftung. So ist in Riedering ein Brand in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen, eine Person wurde verletzt. Tatverdächtig ist eine 61-jährige Hausbewohnerin, die festgenommen wurde.

Riedering – Ein Knall, Brandgeruch und dann Flammen – und das in der Nacht um 1.45 Uhr. Dennoch waren in kürzester Zeit rund 70 Einsatzkräfte in Petzgersdorf, einem Weiler in Riedering mit einem guten Dutzend Häuser. „Vier Personen mussten wir mit der Drehleiter über die Balkons aus dem Haus holen, die anderen kamen selber – auch über die Balkone – heraus“, so Georg Lindner, Kommandant der Feuerwehr Neukirchen und Einsatzleiter.

Eine Frau kam mit dem Verdacht auf eine leichte Rauchvergiftung ins Krankenhaus, die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses blieben unversehrt.

Eine Wohnung komplett zerstört

Den alarmierten Feuerwehren aus der Region – neben Neukirchen waren die Wehren aus Riedering, Pietzing, Söllhuben und die Schloßberger mit ihrer Drehleiter im Einsatz – gelang es laut Mitteilung der Polizei zügig, die Flammen zu löschen, dennoch brannte die Wohnung einer 61-Jährigen aus und die Flammen haben auch im Treppenhaus erheblichen Schaden angerichtet.

Die Atemschutztruppe habe reichlich zu tun gehabt, so der Einsatzleiter. Eine Gefahr für die Nachbargebäude habe eigentlich nicht bestanden, so Lindner, dazu sei der Brandherd zu sehr mitten im Haus gewesen. Dennoch hätten die Wehren vorsichtshalber eine Schlauchstrecke vom Löschweiher gelegt, schließlich wisse man bei einem Brand nie genau, wie der sich entwickle. „Gebraucht haben wir sie glücklicherweise nicht“, so der Neukirchner Kommandant. Das komplette Haus ist derzeit nicht bewohnbar, die Bewohner sind vorübergehend bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Versuchtes Tötungsdelikt

Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen noch in der Nacht die ersten Ermittlungen zur Brandursache, die jetzt von den Brandfahndern des Fachkommissariats K1 der Kripo Rosenheim fortgeführt werden. Die hatten, als sie Donnerstag Vormittag übernahmen, vermutlich auch nicht damit gerechnet, welche Ausmaße ihre Ermittlungen noch annehmen sollten. Nicht nur, dass die Ermittler aufgrund ihrer Feststellungen im Brandobjekt davon ausgehen, dass das Feuer im Haus vorsätzlich gelegt wurde – weshalb Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wegen schwerer Brandstiftung und wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermitteln.

Hinzu kamen noch Meldungen von Brandstiftungen an zwei weiteren Wohnhäusern im Landkreis. „Diese führten zum Glück nicht zu Personenschäden“, so die Polizei in ihrer Pressemitteilung, der Sachschaden sei aber erheblich. Bei den beiden Bränden prüft die Kriminalpolizei noch, ob es Zusammenhänge mit dem Brand in Petzgersdorf gibt. Aus ermittlungstechnischen Gründen gab das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag keine Details bekannt.

In den Stunden nach dem Brand in Petzgersdorf, bei dem laut Polizei ein Schaden von 150.000 Euro entstand, war auch der Aufenthalt der tatverdächtigen 61-jährigen Bewohnerin des Mehrfamilienhauses unbekannt. Gegen 9.30 Uhr meldete ein Radfahrer im Gemeindebereich von Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) einen ausgebrannten Pkw nahe der Bundesstraße 13.

Das Auto konnte via Nummernschild der 61-Jährigen zugeordnet werden. Die Kripo leitete die Suche nach der Tatverdächtigen ein, gefunden hat sie dann gegen 12 Uhr ein weiterer Passant in der Nähe des ausgebrannten Pkws. Die Kripo nahm die verletzte 61-Jährige fest und ließ sie ins Krankenhaus bringen. Das Auto wurde als Beweismittel sichergestellt und abgeschleppt.

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