CSU nominiert ihren Kandidaten für 2020

Wird er der neue Landrat? Lederer hält Bewerbungsrede

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Klaus Stöttner (links) mit dem frischgebackenen CSU-Landratskandidaten für den Landkreis Rosenheim, Otto Lederer aus Tuntenhausen.
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Riedering - Das Signal ist eindeutig: Mit übergroßer Mehrheit wählte die CSU jetzt Otto Lederer offiziell als ihren Kandidaten für die Landratswahl. Welche Schwerpunkte er in seiner Bewerbungsrede hielt:

Einen großen Vertrauensvorschuss gab es von der Kreis-CSU am Montagabend für Otto Lederer: 208 der 209 Delegierten stimmten für ihn als Landratskandidat bei den Wahlen am 15. März 2020. Lederer - vom Kreisvorsitzenden Klaus Stöttner schmunzelnd als früherer Mathelehrer und Ministrant vorgestellt - vergaß in seiner Bewerbungsrede im "Hirzinger" in Söllhuben auch nicht, die großen Landkreis-Themen anzuschneiden. Wir geben seine Rede auszugsweise wider.

Fotos: Otto Lederer ist CSU-Kandidat für Landratswahl 2020

Warum Lederer kandidieren will

"Ich bin sehr gerne Landtagsabgeordneter. Aber ich bin eben auch ein sehr heimatverbundener Mensch, der der Kommunalpolitik immer treu geblieben ist. Mein Ziel ist es, dass die Bürger das Landratsamt als echten Dienstleister erleben, der sich um eine rasche und möglichst unkomplizierte Erledigung ihrer behördlichen Angelegenheiten kümmert. Ich sehe mich als 'den ersten Kümmerer' im Landkreis."

Umweltschutz und Landwirtschaft

"Der Klimaschutz ist zwar ein globales Problem, aber wir müssen auch auf lokaler Ebene unseren Beitrag leisten, indem wir die Bürger zu entsprechendem Verhalten motivieren. Dafür möchte ich besonders unsere jungen Menschen gewinnen. Selbstverständlich brachen wir dafür auch unsere Landwirte. Wir haben es immer verstanden, bäuerliche Landwirtschaft und Naturschutz unter einen Hut zu bringen. Bäuerliche Landwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze. Wir brauchen kein Gegeneinander, wie es sich unser politischer Gegner oft wünscht, sondern ein Miteinander."

Brenner-Nordzulauf

"Ein schwieriges Problem. Für mich gelten folgende Grundsätze: Keine rein oberirdische Neubautrasse durch unseren Landkreis! Wenn ein Neubau zwingend notwendig ist, müssen die Gleise unter der Erde verschwinden. Ich sehe bei allen Trassenvorschlägen noch deutlichen Optimierungsbedarf. Die Bestandsstrecke muss ertüchtigt, digital ausgebaut und mit erhöhtem Lärmschutz ausgestattet werden. Unser Ziel ist es, unsere Bürger und unsere Heimat vor Belastungen zu schützen. Ich werde als Landrat alles dafür tun, dass diese zentrale Botschaft in München und Berlin verstanden wird."

ÖPNV

"Mehr Menschen sollen sich klimafreundlich fortbewegen. Deshalb wird bereits ein Nahverkehrsplan für Stadt und Landkreis erarbeitet. Unser Ziel ist eine sinnvolle und solide ÖPNV-Grundversorgung im ganzen Landkreis. Die sogenannte letzte Meile kann dann vor Ort durch individuelle Lösungen, wie dem IST-Mobil, dem Anruf-Sammel-Taxi oder einem Bürgerbus bewerkstelligt werden. Unabhängig davon muss unser Grundsatz lauten: Verkehr so weit wie möglich vermeiden bzw. verlagern." 

Gesundheit

"Für mich steht fest, dass alle vier Standorte der RoMed, Wasserburg, Prien, Bad Aibling und Rosenheim, nicht nur erhalten, sondern durch Investitionen weiter gestärkt werden.In Wasserburg wird derzeit ein Vorzeigeprojekt verwirklicht, indem rund eine Viertelmilliarde Euro in den Klinikneubau investiert wird. Aber auch in Prien und Bad Aibling stehen Maßnahmen im mittleren zweistelligen Millionenbereich an."

Bildung

"Wir sind ein Vorzeige-Landkreis und können stolz auf unsere Schulen sein. In den letzten 17 Jahren haben wir über 200 Millionen Euro in unsere Schulen investiert. Damit diese aber Hand in Hand mit anderen Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten können, möchte ich unseren Landkreis zur 'Bildungsregion' machen. Wir brauchen eine gute Zusammenarbeit unter den Bildungsträgern vor Ort."

"Das Wachstum unseres Landkreises und die demografische Entwicklung stellen uns vor neue Herausforderungen. Wegen des Bevölkerungswachstums müssen wir mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Hier wird die landkreiseigene Wohnbaugesellschaft ihren Beitrag leisten. Wir müssen seniorenpolitische Gesamkonzepte mit Leben erfüllen. Auch unsere Kindertagesstätten müssen wir bedarfsgerecht ausbauen."

"Ich verspreche Euch, dass ich nicht nur 100 Prozent, sondern 110 Prozent geben werden, damit die Kontinuität an der Spitze des Landkreises fortgesetzt wird."

xe

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