Wieder Diskussion um Mobilfunk

Riedering - Eigentlich soll es in Riedering überhaupt keine Mobilfunkmasten geben, zumindest wenn es nach Bürgermeister Josef Häusler, den Gemeinderäten und einer Vielzahl von Bürgern geht.

Allerdings lässt sich das Aufstellen wohl nicht gänzlich verhindern. Denn wenn ein Mast nicht höher als zehn Meter ist, bedarf es dafür keiner Genehmigung. Deshalb sucht man jetzt nach einer Alternativlösung.

Außerdem ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auch um eine Erhöhung der finanziellen Zuwendungen für die Mittagsbetreuung in Riedering und Söllhuben sowie um die Abwasser- und Wassergebühren.

Der geplante Mobilfunkmasten sorgt schon seit einiger Zeit für Aufregung in Riedering. Ein Telekommunikationsunternehmen will ihn auf einem Grundstück an der Rosenheimer Straße errichten. Das Fundament steht bereits - zum Leidwesen der meisten Anwohner. Denn diese wehren sich gegen das Vorhaben vehement (wir berichteten).

Die Gemeinde hat deshalb den Bau mittels Veränderungssperre gestoppt. Diese greift erst einmal zwei Jahre. Was danach passiert, kann aber nach den Worten von Bürgermeister Häusler nicht abgeschätzt werden.

Deshalb sucht er zusammen mit den Gemeinderäten nun nach einer Alternativlösung. Für den Fall, dass sich das Aufstellen eines Mobilfunkmastens im Gemeindegebiet Riedering letztendlich doch nicht gänzlich verhindern lässt.

Bereits vor einigen Wochen ist ein Grundstücksbesitzer auf die Gemeindeverwaltung zugegangen und hat sein etwas außerhalb des Riederinger Ortskerns liegendes Grundstück für den Aufbau eines Mobilfunkmasten angeboten. Doch der Abstand dieses Grundstücks zu den nächsten bewohnten Häusern erschien den Gemeinderäten einvernehmlich als "noch viel zu gering, um sich sicher zu fühlen." Jetzt liegt ein neues Angebot vor. Diesmal geht es um ein Grundstück, das noch weiter außerhalb des Ortskerns liegt.

Wenn sich der Bau des Mobilfunkmastens auf dem Grundstück an der Rosenheimer Straße nicht verhindern lassen sollte, soll nun der neue Standort dem Telekommunikationsunternehmen als mögliche Alternative vorgeschlagen werden. Ob dieses auf das Angebot eingeht, könne nicht vorhergesagt werden, meinte Häusler dazu.

Beschäftigen mussten sich die Gemeinderäte auch mit den Zuwendungen für die Mittagsbetreuung in Riedering und Söllhuben. In beiden Fällen fallen die Kosten höher aus als geplant. In der Schule Söllhuben hat man deshalb sogar schon in Erwägung gezogen, im nächsten Schuljahr auf die Mittagsbetreuung an den Freitagen zu verzichten, um so Geld einsparen zu können.

Diesen Vorschlag lehnten die Gemeinderäte aber einvernehmlich ab. "Eine kontinuierliche Betreuung ist wichtig", lautete ihre Meinung. Die höheren finanziellen Mittel sollen auf jeden Fall zur Verfügung gestellt werden, um auch weiterhin eine geregelte Betreuung gewährleisten zu können.

Zum Abschluss der Gemeinderatssitzung informierte Josef Häusler noch über die zu erwartenden neuen Abwasser- und Wassergebühren. Die Höhe könne aber erst nach einer Bestandsaufnahme geklärt werden.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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