Schleching

"Die bayerische Sprache ist ein Schatz"

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Viele Gruppen traten auf - auch der "Sulzberger Dreigsang" mit Elisabeth Reiter, Maria Gasteiger, Regina Feicht und Rudi Ritter (Zither).

Das Frühjahrssingen des Trachtenvereins "d'Gamsgebirgler" ist seit über 30 Jahren eine schöne Gelegenheit, einmal hervorragende auswärtige Volksmusikgruppen aus Bayern und Österreich im Festsaal "Zur Post" zu hören. Die "Schlechinger Sänger" mit Musikwart Sebald Bachmann, Hannes Prasser und Konrad Anner beweisen immer wieder feines Gespür für eine gelungene Zusammensetzung der Gesangs- und Instrumentalgruppen. Heuer bereicherte Siegi Götze als Ansager den Abend außerdem mit Wissenswertem zum bairischen Dialekt.

Die "Schlechinger Sänger" mit Musikwart Sebald Bachmann, Hannes Prasser und Konrad Anner beweisen immer wieder feines Gespür für eine gelungene Zusammensetzung der Gesangs- und Instrumentalgruppen. Heuer bereicherte Siegi Götze als Ansager den Abend außerdem mit Wissenswertem zum bairischen Dialekt.

Vorstand Andi Hell freute sich, dass wieder viele auswärtige Gäste Freude an der reinen Volksmusik hatten. Das auf das Thema "Frühjahr im Gebirge" abgestimmte Programm erfüllten sechs Gruppen mit Leben, die sich in neun Durchgängen abwechselten. Dass die Aussage von Siegi Götze "gut begleitet ist halb gesungen" stimmt, bewiesen Rudi Ritter (Zither) und auch Willi Weitzbauer (Gitarre) von der "Mühlstoa Soatnmusi".

Rudi Ritter, bekannt als Mitglied der "Hirschberg Zithermusi" und der "Kirchleitn Soatnmusi", ist nun als Schlechinger eine wertvolle Bereicherung in Sachen Volksmusik. Zum Auftakt spielten "De Junga Schlechinger Weisenbläser", diesmal mit Toni Rappl junior, Florian Wegener und Vinzenz Bachmann anstelle von Sepp Bachmann. Der "Sulzberger Dreigsang" besang anschließend die Maienzeit, wenn der Kuckuck schreit. Elisabeth Reiter, Maria Gasteiger und Regina Feicht aus Brannenburg ließen mit Liedern wie "Wann's Roatkröpfei schreit" und "Wann der Mond so schee scheint" ihre schönen Stimmen erklingen. Die "Huber Musi" aus Bischofswiesen trat mit Sepp Huber senior (Bass), Sohn Sepp (Ziach) und Tochter Maria (Hackbrett) sowie Miche Schwab (Gitarre) auf.

Sein Vater ist Martin Schwab von der "Gerstreit Musi" aus Ramsau. Punktgenau lasse die "Huber Musi" den Klang der "Gerstreit Musi" weiterleben, so Götze. Und die "Huber-Musi" bewies dies unter anderem mit der rassigen "Hinterseer Schnellpolka" und dem "Untersberger Walzer". Der "Inhofer Dreigsang" aus dem Salzkammergut mit Simone Kiesenhofer, Mondsee, und dem Ehepaar Rupert und Magdalena Reindl, Kuchl, begeisterte mit feinen Jodlern bei den Stücken "Von der Alm kim i her" und "Beim Dirnei sein Fenster". "Tobi Reiser lässt grüßen", meinte Götze bei einem seiner Lieblingsstücke "Wann de Bachstaudn blüahn".

Die "Mühlstoa-Soatnmusi" aus Bruckmühl war mit feinen stimmungsvollen Stücken wie dem "Samerberger Landler" oder temperamentvoll mit der "Zweischritt-Polka" zu hören. Hier spielten das Ehepaar Willi (Gitarre) und Marieluise Weitzbauer (Harfe), Willis Bruder Georg (Bass), Bernhard Frey (Zither) und Inge Seidl (Hackbrett und Gitarre). Die "Schlechinger Sänger" hätten beim verzückten Zuhören einmal beinahe ihren Auftritt übersehen. "Wenn die schwarze Amsel im Dickicht drin sitzt" war ihr erstes Lied. Viel Spaß bereiteten sie mit "Der Deifi und der Tod".

Zum bairischen Dialekt meinte Götze: "Derjenige, der seine Muttersprache aufgibt, verliert sein Stimmrecht in der Völkergemeinschaft. Wir haben einen Schatz zu hüten, den wir beinahe leichtsinnig vergeben hätten." Der Abend klang mit dem flotten Stück "S'lustige Gspött" der "Huber-Musi" als Zugabe und einem anschließenden Hoagart aus. Die Gärtnerei Glanz, Unterwössen, hatte wieder einmal den Blumenschmuck beigesteuert. bre

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