Infoabend der AfD Rosenheim in Rohrdorf

Petr Bystron zu Asyl, Europa und dem Familiennachzug

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Von links: Winhart, Bystron, Demmel, Bergmüller.

Rohrdorf - Trotz strahlendem Sonnenschein war der Informationsabend der AfD zum Thema Asyl und Migration mit dem Gastredner Petr Bystron, MdB gut besucht.

Zahlreiche Gäste konnte AfD-Landtagskandidat Andreas Winhart in Rohrdorf begrüßen, denn das Thema „Asyl, Europa und der Familiennachzug“ sowie der Hauptreferent, Bundestagsabgeordneter Petr Bystron, zogen die Zuhörer trotz hochsommerlicher Temperaturen an. 

Kandidaten stellten sich vor

Zunächst präsentierten sich die Kandidaten der AfD Rosenheim. Andreas Winhart, Landtagskandidat für den Stimmkreis Rosenheim-Ost, ging auf seinen Themenschwerpunkt, die Gesundheitspolitik, ein. Dabei forderte er den Erhalt der kleinen Landkrankenhäuser sowie eine damit einhergehende Änderung des bayerischen Krankenhausgesetzes in welches ein Katalog an Leistungen aufgenommen werden soll, welche von öffentlichen Krankenhäusern mindestens zu leisten sind. Hierzu gehört laut Winhart auch die Geburtshilfe, wie er ins einem Verweis auf die Schließung der Geburtsstation in Bad Aibling aufzeigte. 

Franz Bergmüller, Spitzenkandidat der AfD Oberbayern, ging in seiner Vorstellung auf den grundsätzlichen politischen Anspruch der AfD ein. „Wir wollen Anwalt, ja Vertreter der Bürger sein. Das ist es, was uns von den anderen Parteien unterscheidet.“, so Bergmüller. Der CSU warf er in diesem Zusammenhang Arroganz vor und unterstellte ein extreme Nervosität vor dem drohenden Machtverlust im Oktober. 

Bezirkstagskandidat Christian Demmel ging auf die sozialen Themen der AfD ein. Sollte er in den Bezirkstag Oberbayern gewählt werden, möchte sich der Heilpraktiker für Psychotherapie verstärkt um die Kliniken des Bezirksoberbayern kümmern, welche hauptsächlich im psychiatrischen Bereich angesiedelt sind. 

„Vieles im Bundestag hat sich seit dem Einzug der AfD verändert."

Nach den Kandidatenvorstellungen berichtete Petr Bystron zum Thema des Abends und lies dabei stets zahlreiche Anekdoten aus dem politischen Berlin einfließen. „Vieles im Bundestag hat sich seit dem Einzug der AfD verändert. Wir haben versprochen, knallharte Opposition zu betreiben und wie Alexander Gauland gesagt hat 'wir werden sie jagen'. Die Leute in- und außerhalb des Bundestags merken, dass wir uns durch unsere sachliche parlamentarische Arbeit auszeichnen. Viele Mitglieder der AfD-Fraktion kommen nicht aus der Politik, sondern aus den unterschiedlichsten privatwirtschaftlichen Karrieren. Das merkt man“, stellte Bystron eingangs fest. 

Bundeswehreinsätze thematisiert

Der renommierte Außenpolitiker berichtete von den internationalen Beziehungen, welche er als Bundestagsabgeordneter unterhält und wie die Abgeordnetenkollegen im Ausland über die deutsche Asylpolitik denken. Kritik äußerte Bystron an den zahlreichen, in seinen Augen sinnlosen und nicht ausreichend legitimierten, Auslandseinsätzen der Bundeswehr. „Viele dieser Auslandseinsätze dauern inzwischen Jahre oder gar Jahrzehnte. Der Einsatz der Bundeswehr mit der UN im Libanon beispielsweise sollte ursprünglich nur für eine Interims-Zeit gedacht sein und dauert inzwischen über 40 Jahre. Die Bundeswehr ist seit zwölf Jahren im Libanon beteiligt und schützt dort die libanesisch-israelische Grenze. Ist das noch interim?“ 

Kritik an der Regierung geübt

Ferner erinnerte Bystron an die vom Bund veranschlagten Flüchtlingskosten von angeblich 21 Milliarden Euro jährlich. Das sei mehr als doppelt so hoch wie die Bundesausgaben für Familien mit 9,5 Milliarden Euro. Des weiteren erinnerte Bystron, dass die Kritik der AfD an der Migration kein grundsätzliches Problem mit den Menschen ist. „Als AfD kritisieren wir aber diese Regierung, die für solche Verwerfungen verantwortlich ist", so Bystron. 

Bystron nennt es heuchlerisch wenn man der AfD vorwirft Migrantengewalt an jungen Mädchen zu instrumentalisieren, wenn genau das eintritt, vor dem die AfD schon vor Jahren gewarnt hat. Umgekehrt instrumentalisieren die NGO's das Sterben im Mittelmeer und rechtfertigen dadurch ihren eigenen Einsatz, wo sie doch selber durch ihre Anwesenheit die Menschen auf das offene Meer locken und somit das Sterben im Mittelmeer antreiben. 

Der Abend endete mit einer Diskussionsrunde, angeführt von den Rosenheimer AfD-Kandidaten Franz Bergmüller, Andreas Winhart und Christian Demmel. Im Zentrum standen die Themen Wahlkampf in Bayern, der Einfluss der Medien und Islam in Deutschland.

Pressemeldung AfD Rosenheim

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