Autos überschlagen sich bei Rohrdorf

Nach "filmreifem Crash" auf A8: Was brachte BMW-Fahrer zu waghalsigem Überholmanöver? 

Rohrdorf - Am Dienstagnachmittag, 7. April, ereignete sich auf der A8 ein spektakulärer Unfall. Zwei Autos überschlugen sich mehrfach, eines prallte sogar gegen einen Baum. Die gute Nachricht, beide Fahrer wurden "nur" leicht verletzt. Doch wie konnte es zu diesem Horror-Crash kommen?

Zwei Autos schleudern über die Autobahn. Fahrzeugteile werden umher katapultiert. Die A8 in Richtung Salzburg - kurz nach der Anschlussstelle Rohrdorf - gleicht am Dienstagnachmittag einem Schlachtfeld

Kurz zuvor, gegen 16.30 Uhr, hatte sich ein BMW-Fahrer (31) auf der zweispurigen Autobahn zwischen einem Lkw und einem weiteren Auto in der Mitte durchgezwängt. Als er wieder nach links einschert, prallt er frontal in das Heck eines Suzuki. Der Suzuki gerät ins Schleudern, prallt zweimal gegen die Mittelleitplanke, rutscht über die komplette Fahrbahn, überschlägt sich und kommt schließlich im Grünstreifen auf der Beifahrerseite zum Liegen

Der BMW gerät anschließend ebenfalls ins Schleudern, kommt nach rechts von der Fahrbahn ab, prallt gegen einen Baum und bleibt schließlich auf dem Dach liegen. Der BMW-Fahrer und der Suzuki-Fahrer (18) können sich beide aus dem jeweiligen Autowracks befreien und werden bei dem Unfall "nur" leicht verletzt.

Rohrdorf: Unfall auf A8 "wie im Actionfilm"

Einige Zeugen melden sich in der Folge bei rosenheim24.de und berichten von einem "unglaublichen Zusammenstoß, wie aus einem Actionfilm". Für längere Zeit bleibt die Autobahn gesperrt. Sogar ein Gutachter wird zur Unfallstelle gerufen. 

"Da sich die Unfallstelle über 180 Meter erstreckte und wir verschiedene Zeugenaussagen haben, wurde ein Sachverständiger zur Erstellung eines unfallanalytisches Gutachten hinzugezogen", erklärte ein Sprecher der Verkehrspolizei Rosenheim auf Anfrage von rosenheim24.de. Vor allem die Frage, warum sich der BMW-Fahrer zwischen dem Lkw und einem weiteren Fahrzeug hindurchschlängelte, beschäftigt die Ermittler.

Mehrere Zeugen hätten ihre subjektive Meinung geäußert, dass der BMW-Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei, merkte der Beamte an. Unter anderem diesen Hinweis soll der Gutachter mit Hilfe der Datenauswertung des Airbags untersuchen. 

Zum jetzigen Zeitpunkt gehe die Polizei nicht davon aus, dass Drogen oder Alkohol eine Rolle bei dem Unfall gespielt haben. "Wir sehen diesbezüglich derzeit keinen Anhaltspunkt, wir werden aber in alle Richtungen Ermittlungen tätigen", so der Polizeisprecher.

mz

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