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„Raum durch Zukunft“

Spatenstich: Schattdecor baut in Thansau 1800 Quadratmeter großes Bürogebäude

Am Hauptsitz der Firma Schattdecor im Rohrdorfer Ortsteil Thansau wird ein viergeschossiges Bürogebäude gebaut. So soll es einmal aussehen.Schattdecor
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Am Hauptsitz der Firma Schattdecor im Rohrdorfer Ortsteil Thansau wird ein viergeschossiges Bürogebäude gebaut. So soll es einmal aussehen.

1.800 Quadratmeter, vier Stockwerke, zwei Jahre Bauzeit: Im Rohrdorfer Ortsteil Thansau ist der Spatenstich für das neue Gebäude der Firma Schattdecor erfolgt. Eine große Investition in Zeiten der Pandemie, die auch das Thansauer Unternehmen beeinträchtigt.

Rohrdorf – Dass das Decordruckerunternehmen auf Wachstumskurs ist, steht schon länger fest. Bereits 2018 gab Schattdecor bekannt, den Firmenhauptsitz zu erweitern. Zur Investitionssumme möchte das Unternehmen aktuell keine Angabe machen. Eigentlich sollten die Arbeiten im Sommer 2020 beginnen, sagt Schattdecor-Vorstandsvorsitzender Roland Auer. Wegen der Corona-Pandemie habe man sich aber entschieden, den Baustart zu verschieben.

Beim Neubau auf die Natur achten

Dass es jetzt endlich losgeht, freut ihn besonders. Er spricht von einem „positiven Signal“ in der Krise. Ursprünglich war vorgesehen, dass an einem kleinen bewaldeten Hang gebaut werden soll. Dann entschied man sich aber für eine Wiese im Osten des Firmensitzes. „Wir bauen dort, wo unser Vorhaben den geringsten Einfluss auf Anwohner und Natur nimmt“, sagt Claus Neuffer, Technik-Bereichsleiter bei Schattdecor.

Der Grund für den Bau: Platzmangel. Im Laufe der Jahre haben sich Auer zufolge in Thansau Abteilungen wie Design, Marketing und Produktentwicklung angesiedelt. Um den Mitarbeitern mehr Raum zu bieten, sei das zusätzliche Gebäude mit Büros notwendig. Weitere Arbeitsplätze würden dadurch akut nicht geschaffen. Aber: Platz für mehr Wachstum ist vorhanden. Eines der vier Stockwerke im Neubau soll erst einmal komplett leer bleiben. Auers Motto: „Raum für Zukunft“. Im zweiten Quartal 2023 sollen die Arbeiten beendet sein.

Bianca Nitsch(Architektin), Roland Auer (Vorstandsvorsitzender) und Anja Schatt-Steiner (Vermögensverwaltung Retis Holding) beim Spatenstich.

Von der Pandemie profitieren

Ob bis dahin auch die Pandemie vorbei ist, weiß niemand. Durch die Krise hat die Firma Schattdecor laut Auer im Jahr 2020 40 Millionen Euro weniger Umsatz gemacht als noch im Jahr 2019. Aufträge gebe es aber momentan genug. Man sei ausgelastet, sagt der Vorstandsvorsitzende. Das liege unter anderem an dem Trend des Heimwerkens. Die Menschen sind mehr zuhause, gestalten ihre Wohnungen um und kaufen dafür in den Baumärkten ein. Davon profitiere sein Unternehmen.

Corona macht Logistikketten teurer

Sorgen mache er sich aber um die Beschaffungs- und Logistikketten. Die Pandemie verlangsame sie, mache sie komplizierter und teurer. Viele seien außerdem komplett unterbrochen, zum Beispiel in die USA oder Südamerika. Überall dort ist Schattdecor vertreten.

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Auch in China hat das Thansauer Unternehmen zwei Werke. Während es in Deutschland jeden Tag Tausende neue Coronafälle gibt, meldet die WHO für China nur Zahlen im zweistelligen Bereich. Deshalb ist laut Auer auch in den Schattdecor-Werken wieder Normalität eingekehrt. Eine Sache, die man sich auch im Firmenhauptsitz im bayerischen Thansau wünscht.

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