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Rastanlage: Grunderwerb noch unklar

OVB
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Platz für 68 Lkw und 91 Pkw soll die Rastanlage Samerberg-Nord (im oberen Teil der Darstellung) nach dem Ausbau bieten. Der Vorabzug des Entwurfs ermittelt bereits ein Bild von dem Vorhaben, für das noch im Herbst das Planfeststellungsverfahren beantragt werden soll. Mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung von Samerberg-Süd rechnet die Autobahndirektion Südbayern in ein bis zwei Monaten.

Rohrdorf - Während die Planfeststellung für die Erweiterung der Rastanlage Samerberg-Süd kurz vor dem Abschluss steht, bereitet die Autobahndirektion Südbayern bereits das nächste Verfahren vor:

Noch im Herbst sollen die Unterlagen für die Vergrößerung der Tank-und-Rast Samerberg-Nord bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.

Allerdings stehen die betroffenen Grundstückseigentümer dem Ausgleichsflächenkonzept, welches Sachgebietsleiter Christian Rehm bei einem Vorab-Infoabend im Rohrdorfer Rathaus vorstellte, recht kritisch gegenüber.

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Von derzeit 13 auf insgesamt 68 Lkw-Parkplätze sowie auf 91 Stellplätze für Pkw (jetzt 24) soll die Anlage Samerberg-Nord ausgebaut werden; ebenso sollen dort acht Busplätze entstehen. Und wie bei Samerberg-Süd werde auch auf dieser Seite ein Rolltor beziehungsweise eine Schranke künftig das "schwarze" Einfahren auf die Autobahn unterbinden, beleuchtete Rehm die technische Seite des Vier-Millionen-Euro-Projekts. Mit dem Ausbau des Parkplatzes wolle man dort den Pkw- vom Lkw-Verkehr trennen und Behinderten- und Frauenparkplätze nahe ans Rasthaus legen; wobei die Anlage möglichst harmonisch in die Landschaft eingebunden werden soll. So würden Pflanzflächen entlang der Nordseite angelegt und ein neuer Waldmantel mit Flugkorridoren für Fledermäuse und Vögel aufgebaut. Alles in allem werde die Anlage um rund 2,8 Hektar erweitert und damit etwa doppelt so groß wie bisher. Enge Rahmenbedingungen setze dabei der geplante sechsstreifige Ausbau der A 8 sowie die Trasse einer etwaigen Nordumfahrung Rohrdorfs. Einen gesetzlichen Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen löse das Vorhaben jedoch nicht aus, ergänzte Rehm.

Während die größten Brocken des Grunderwerbs für Samerberg-Süd, wo im kommenden Jahr die Bagger anrollen sollen, bereits abgewickelt seien, stehe dies für Samerberg-Nord nun bevor. Und um die Position der Eigentümer diesmal frühzeitig auszuloten, hatte die Autobahndirektion zu Beginn der Sommerferien in den Sitzungssaal eingeladen. Gut zwei Hektar Grund, möglichst in Nähe zum Standort, muss die Autobahndirektion für die Schaffung von Ausgleichsflächen erwerben. Die Auswahl der sieben Waldstreifen stieß jedoch bei den Betroffenen teils auf Skepsis, teils auf Ablehnung. Für einige, führten sie ins Feld, sei dies der einzige Waldbesitz und zugleich Brennstofflieferant für die heimische Holzheizung. Zudem eigneten sich gerade diese Flächen am Rande der Filzen für eine Bewirtschaftung. Den Vorstellungen der Landschaftsplaner zufolge soll der dortige Fichtenbestand durch einen Moorwald mit Birken und Schwarzerlen ersetzt werden.

Während für die technische Einrichtung kein Spielraum bestehe, könne das Ausgleichsflächenkonzept durchaus überdacht werden, signalisierte Rehm im Verlauf der Diskussion.

Die Betroffenen bat er deshalb jeweils um eine kurze schriftliche Stellungnahme beziehungsweise um eine Mitteilung, ob für sie anstelle eines Verkaufs ein Grundstückstausch in Frage komme. Möglicherweise ließe sich als Ausgleichsfläche auch ein anderes Waldstück finden. Schließlich, betonte er, wolle man das Konzept "nicht gegen den fundamentalen Widerstand der Eigentümer" durchziehen.

pil/Oberbayerisches Volksblatt

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