Agentur für Arbeit

Unterstützung bei der Suche nach der passenden Ausbildung

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Christina Hoyer und Hilmi C. mögen die Arbeit in der Werkstatt.

Rosenheim - Fabian Wilhelm, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Rosenheim, spricht mit einer Auszubildenden zur Heilerziehungspflegerin.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Ich habe nach der Realschule auf die Fachoberschule gewechselt und war schon während der Schulzeit sicher, dass ich beruflich etwas Soziales machen möchte“, sagt Christina Hoyer, die in der Stiftung Attl als Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin im 3. Lehrjahr ist. „Nach dem Fachabitur habe ich hier ein Jahr Bundesfreiwilligendienst (BFD) gemacht. Schon damals habe ich hier in einer Wohngruppe gearbeitet und schnell gemerkt, dass der Job genau mein Ding ist. Unter anderem, weil die Tätigkeit so vielseitig ist: Die sieben Betreuten besuchen montags bis freitags zwischen 8.00 und 16.00 Uhr die Förderstättengruppe. Hier erleben wir gemeinsam ein buntes Programm mit Backen, Kochen, Schwimmen, Bienenkunde (Honig wird selber gemacht), Werken und Ausflügen in die Umgebung“, erklärt die 22-Jährige und fügt hinzu: „Toll ist auch der regelmäßige Austausch mit den Bewohnern und deren Eltern. 

Dabei erarbeiten wir individuelle Ziele wie lesen verbessern, alleine einkaufen lernen oder die Arbeitsaufnahme in einer unserer Werkstätten anstreben.“ Hilmi C. ist einer der Betreuten, der täglich in Christinas Gruppe kommt. „Es ist so herzlich, wie sie und die anderen Betreuer mit uns umgehen“, sagt er. Und Christina strahlt: „Genau das ist es, was meine Arbeit noch schöner macht“, sagt sie. „Das positive Feedback der Menschen, die ich betreue.“ 

Mit Hilmi C. arbeitet sie schon seit mehreren Jahren zusammen und die beiden fänden es toll, wenn dem 28-Jährigen mittelfristig der Schritt in die Schreinerei bei den Inntalwerkstätten gelingen würde. Michael Wagner, Pressesprecher der Stiftung Attl, zu dem Ausbildungsberuf Heilerziehungspfleger/in: „Kaum ein anderer Beruf ist so vielseitig und abwechslungsreich wie der des Heilerziehungspflegers, kurz HEP, der zudem tolle Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Wer sich für diesen Weg entscheidet, hilft Menschen mit Beeinträchtigung dabei, ihr Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten. 

HEPs sind als echte Allrounder universal einsetzbar und auf dem Markt der pädagogischen Fachkräfte heiß begehrt“, sagt er und hebt hervor, was ein/e Bewerber/in mitbringen sollte: „Mehr als die Eins in Mathe zählen bei den künftigen Azubis Kreativität und Einfühlungsvermögen. Teamplayer sind gefragt.“

HEPs arbeiten bei der Stiftung Attl in Wohngruppen, in Fördergruppen sowie in verschiedenen Bereichen der Inntal-Werkstätten. Außerdem kommen sie im Förderzentrum, in der Heilpädagogischen Tagesstätte und im Integrationshort zum Einsatz. Voraussetzung für die duale Ausbildung ist der Mittlere Bildungsabschluss. Die theoretischen Grundlagen lernen die angehenden Heilerziehungspfleger berufsbegleitend an den Caritas Fachschulen in Altenhohenau, einem Kooperationspartner der Stiftung Attl. 

Unterrichtsfächer wie Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Medizin und Psychiatrie, aber auch Pflege, Praxis- und Methodenlehre sowie Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung vermitteln ein umfassendes Know-how und machen fit für den beruflichen Alltag. Am Ende steht ein staatlich anerkannter Abschluss, der viele weitere Möglichkeiten bietet. Er verhilft zu einer Fachhochschulreife und ermöglicht ein fachgebundenes Studium in bestimmten Bereichen. Informationen zu dem Ausbildungsberuf stehen auch im Internet.

Christina Hoyer beendet ihre Ausbildung im Sommer und möchte danach mit einem Einstiegsgehalt von bis zu 3.300 Euro brutto im Monat weiter als Heilerziehungspflegerin bei der Stiftung Attl arbeiten. „Eine Beschäftigung in einer Wohngruppe, in der Menschen mit Autismusspektrum-Störungen betreut werden, würde mich reizen“, sagt sie.

Fabian Wilhelm, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Rosenheim, betont, dass die betriebliche Ausbildung eine ideale berufliche Grundlage ist und spricht über die Lage auf dem regionalen Ausbildungsmarkt, der sich in den letzten Jahren verändert hat: „Die demographische Entwicklung führt dazu, dass weniger Jugendliche auf den Markt kommen. Zudem wechseln viele junge Menschen nach dem mittleren Bildungsabschluss auf weiterführende Schulen. Dementsprechend gibt es in unserem Agenturbezirk, der die Stadt und den Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz- Wolfratshausen umfasst, inzwischen in einigen Bereichen mehr Ausbildungsplätze als Bewerber“, sagt er.

„Junge Menschen, die eine Ausbildung anstreben, sollten sich dennoch frühzeitig um eine Lehrstelle bemühen, denn in einigen Berufsfeldern gibt es nach wie vor mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. Und leider gibt es auch heuer noch Jungen und Mädchen, die nach dem Schulabschluss nicht wissen, wie es weitergehen soll. Interessierte vereinbaren am besten gleich per Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de einen Termin mit unserer Berufsberatung. Die Kolleginnen und Kollegen entwickeln mit jedem den individuellen Berufsweg, egal ob es um die Bewerbung um eine betriebliche oder duale Ausbildung, den Besuch der weiterführenden Schule oder ein angestrebtes Studium geht. Die Berufsberater halten zudem zahlreiche Ausbildungsplatzangebote bereit, geben wichtige Tipps zu Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen und informieren über mögliche Angebote zur Unterstützung.“

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

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