Hauptzollamt Rosenheim mahnt: „Kein Kavaliersdelikt!“

Bauunternehmer wegen Schwarzarbeit zu Freiheitsstrafe verurteilt

Rosenheim / Miesbach - Im Rahmen von Ermittlungen des Hauptzollamts Rosenheim (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) wurden bei einem Bauunternehmer aus dem Landkreis Miesbach festgestellt, dass er über mehrere Jahre hinweg den Lohn seiner Arbeitnehmer nicht oder nicht im richtigen Umfang abrechnete.

Die Meldung im Wortlaut

Bei Durchsuchungen in seinen Privat- und Geschäftsräumen konnten Unterlagen sichergestellt, ausgewertet und durch Zeugenaussagen konnte bestätigt werden, dass der Bauunternehmer weder die richtigen Arbeitsstunden noch richtige Angaben bei Sozialversicherungsträgern machte und diese in der Summe um einen fünfstelligen Betrag schädigte.

Bei der am Amtsgericht Miesbach stattgefunden Verhandlung räumte der Bauunternehmer seine Taten letztendlich ein und er wurde zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr (auf Bewährung) rechtskräftig verurteilt. Das Gericht hat darüber hinaus die Einziehung eines Geldbetrages aus seinem Vermögen in Höhe des verursachten Schadens angeordnet.

Schwarzarbeit ist -in all seinen Varianten- kein Kavaliersdelikt, sie führt zu Wettbewerbsverzerrung, zur Steigerung der Beitragslast in der Sozialversicherung und letztendlich zum Betrug an der Solidargemeinschaft.

Werden Beiträge zur Sozialversicherung nicht in richtiger Höhe abgeführt, so kann dies den Tatbestand der Straftat des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt erfüllen und mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe
von bis zu 5 Jahren bestraft werden.

Neben den strafrechtlichen Folgen kann ein Verstoß gegen steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Pflichten auch zu einer Gewerbeuntersagung wegen der Feststellung zur Unzuverlässigkeit des Arbeitgebers führen.

Pressemitteilung des Hauptzollamt Rosenheim

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