Corona-Wochenbericht (Stand: 21. Januar)

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim: Gemeindezahlen im Überblick

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 21. Januar 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Lage und Empfehlungen

Landkreis Rosenheim - Nach einer kurzfristigen Zunahme der Infektionszahlen seit dem letzten Wochenbericht ist nun eine rückläufige Tendenz der Fallzahlen in der Region festzustellen. Dies deckt sich mit der allgemeinen Entwicklung im Bundesgebiet und schlägt sich dementsprechend auch in der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner der Stadt und des Landkreises nieder.
In Rosenheim ist der Wert der 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen in sieben Tagen seit dem 16. Januar unterschritten und lag am 21. Januar bei 127.

Im Landkreis zeigt sich ebenfalls eine abnehmende Tendenz. Am 21. Januar lag der Wert im Landkreis bei 133. Trotz der sinkenden Neuinfektionen finden weiterhin Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen statt. In dieser Woche ist die Zahl der Neuinfektionen gleichbleibend.

Erfreulicherweise konnten in Stadt und Landkreis bereits in 51 von 68 stationären Einrichtungen (Alten- und Pflegeheime) Erstimpfungen der Bewohner durchgeführt werden. Seit dem 17. Januar werden in diesen Einrichtungen nunmehr die Zweitimpfungen vorgenommen. Mit der Vervollständigung des Impfschutzes besteht die Aussicht und Hoffnung, dass die Zahl der Corona-Infektionen und Todesfälle abnimmt.

Es zeigt sich aber unverändert, dass betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem höchst anfällig sind für COVID-19 Erkrankungen mit schweren Krankheitsverläufen mit Todesfolge. Sorgen bereitet die schnelle Ausbreitung von neuen Virusvarianten in Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien.
Auch bei den rückläufigen Infektionszahlen hierzulande muss beachtet werden, dass diese neuen Virusvarianten von SARS-CoV-2 mittlerweile auch in Deutschland Fuß gefasst haben. Zwar gibt es bisher bei begrenzter Datenlage keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe bei Infektionen oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe, doch könnte das Vorkommen dieser Virusvarianten auch hierzulande zu einer weiteren Beschleunigung der Pandemie führen. Mit einer zunehmenden Infektionsrate durch die neuen Virusvarianten von SARS-CoV-2 können aber zunehmende schwere Krankheitsverläufe mit Überlastung der Krankenhäuser einhergehen.

Aus diesem Hintergrund ist das Gebot der Stunde, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Das Gesundheitsamt appelliert weiterhin an alle Mitarbeiter von Pflege- und Behindertenheimen, und Krankenhäusern, sowie an alle Personen mit derzeit höchster Priorität mit Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung, dringend das Impfangebot anzunehmen. Es ist ein Gebot der Vernunft und Solidarität sich impfen zulassen.

Fallzahlenentwicklung

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 14. Januar 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 429 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 12.395 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 9744, Stadt: 2651). Mittlerweile wurde bei mindestens 9527 Personen eine Genesung dokumentiert. 430 Personen (am 14. Januar: 417) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 382, Stadt: 48). Von den Verstorbenen waren 12 (am 14. Januar: 12) Personen unter 60 Jahren. 297 (am 14. Januar: 289) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden sechs Personen gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon waren fünf Personen über oder gleich 80 Jahren und eine Person zwischen 60 und 80 Jahren. 4 dieser Verstorbenen waren in einem Heim betreut worden.

150 (am 14. Januar: 157) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten (am 14. Januar: 20) auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 22. Januar (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 127,46 (am 14. Januar: 225,02), für den Landkreis Rosenheim bei 133,16 (am 14. Januar: 163,39).

Das Gesundheitsamt Rosenheim kann die positiv Gemeldeten weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche zum Beispiel in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

GemeindeFälleGenesene
Albaching8764
Amerang10576
Aschau im Chiemgau213165
Babensham11282
Bad Aibling763602
Bad Endorf320255
Bad Feilnbach402308
Bernau am Chiemsee253205
Brannenburg227135
Breitbrunn am Chiemsee5440
Bruckmühl491378
Chiemsee2*
Edling193163
Eggstätt14297
Eiselfing10995
Feldkirchen-Westerham341226
Flintsbach am Inn13092
Frasdorf7766
Griestätt9073
Großkarolinenfeld225159
Gstadt am Chiemsee6852
Halfing11181
Höslwang6146
Kiefersfelden377265
Kolbermoor711582
Neubeuern8969
Nußdorf am Inn138111
Oberaudorf225162
Pfaffing14693
Prien am Chiemsee340256
Prutting9675
Ramerberg3933
Raubling392297
Riedering238187
Rimsting7669
Rohrdorf am Inn224162
Rosenheim26512106
Rott am Inn11689
Samerberg13987
Schechen251197
Schonstett3728
Söchtenau137110
Soyen155117
Stephanskirchen319259
Tuntenhausen203161
Vogtareuth7760
Wasserburg am Inn591452

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

15-Kilometer-Regel ab Samstag für Rosenheim aufgehoben

Erfreuliche Nachricht für alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer: Die wegen der zuletzt hohen 7-Tage-Inzidenz geltende 15 km-Grenze für einen Aufenthalt außerhalb der Stadt kann wieder aufgehoben werden (Plus-Artikel). Ab Samstag 0 Uhr sind touristische Ausflüge und Freizeitaktivitäten außerhalb der 15 km-Grenze um Rosenheim, aber innerhalb des Bundesgebietes wieder unbeschränkt möglich.

„In den zuletzt deutlich sinkenden Inzidenzzahlen für die Stadt Rosenheim kommt letztlich die Disziplin und Eigenverantwortung unserer Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck. Es kann allerdings auch niemand bestreiten, dass der inzwischen dreimonatige Teil-Lockdown gravierende Folgen für die heimische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hat. Trotzdem: Das Durchhalten zeigt beim Infektionsgeschehen Wirkung“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März zur heutigen Entscheidung des städtischen Ordnungsamts.

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Zeitraum vom 16.01. bis 22.01.2021 nach den aktuellsten Zahlen des Rosenheimer Gesundheitsamts von 189 auf inzwischen nur mehr 113 gefallen. Die Stadt Rosenheim erfüllt damit die Voraussetzungen für eine Wiederaufhebung der 15 km-Grenze. Auch die Regierung von Oberbayern hat die erforderliche Zustimmung hierzu signalisiert.

„Aktivitäten im Freien machen Spaß und stärken gerade jetzt im Winter unser Immunsystem. Ich freue mich, dass unsere Bürgerinnen und Bürger Wintersport und Wintertourismus jetzt auch in den Bergen außerhalb der 15 km-Grenze wieder genießen und unsere Kinder auch dort im Schnee toben können“, freut sich der Oberbürgermeister. „Trotzdem bitte ich alle Rosenheimerinnen und Rosenheimer: Gehen Sie verantwortungsvoll mit den wieder gewonnenen Freiheiten um. Gerade vor dem Hintergrund der neuen Virus-Mutationen dürfen wir nicht vergessen: Wir sind noch nicht über dem Berg. Deshalb gelten immer noch die üblichen AHA-Regeln. Wir müssen uns bewusst sein, dass es nach wie vor erklärtes Ziel ist, die 7-Tage-Inzidenz wieder unter 50 zu drücken. Erst dann dürfte eine Rückkehr zur Normalität möglich sein.“

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen

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