Landratsamt Rosenheim

Corona-Wochenbericht: So sind die aktuellen Zahlen in der Region

Rosenheim - Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juli 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Aktuelle Empfehlungen:

„Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen bewegt sich in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch im einstelligen Bereich. Allerdings hat die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen zugenommen. Insbesondere familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen. Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es jedoch noch zu früh. Teilweise ist in der Bevölkerung zu beobachten, dass Abstandsregeln nicht mehr konsequent eingehalten werden und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht korrekt getragen werden. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein; wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen!“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. „Ich lege Ihnen darüber hinaus ans Herz, die Corona Warn-App auf Ihr Handy herunterzuladen und sie zu verwenden. Die App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie. Die Corona-Pandemie ist trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch lange nicht überstanden. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden.“

Fallzahlenentwicklung: 

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 23. Juli 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 21 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Die tägliche Zahl der Neuerkrankten schwankte dabei zwischen null und sieben Fällen. Zu einem großen Teil handelte es sich dabei um familiäre Häufungen. Bisher sind insgesamt 2865 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2326, Stadt: 538). Mittlerweile wurde bei mindestens 2614 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 151 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Aktuell werden in Stadt und Landkreis Rosenheim drei COVID-19-Patienten stationär behandelt. 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 31. Juli (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 11,05, für den Landkreis Rosenheim bei 4,98.

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

GemeindeFälleGenesene
Albaching2121
Amerang1615
Aschau im Chiemgau11796
Babensham2522
Bad Aibling236217
Bad Endorf3937
Bad Feilnbach161144
Bernau am Chiemsee9988
Brannenburg5958
Breitbrunn am Chiemsee4*
Bruckmühl7772
Edling7169
Eggstädt2323
Eiselfing1817
Feldkirchen-Westerham6761
Flintsbach am Inn1512
Frasdorf1919
Griesstätt2524
Großkarolinenfeld5449
Gstadt am Chiemsee3*
Halfing1515
Höslwang3*
Kiefersfelden7765
Kolbermoor189166
Neubeuern1919
Nußdorf am Inn5352
Oberaudorf4742
Pfaffing2828
Prien am Chiemsee6356
Prutting2219
Ramerberg88
Raubling8176
Riedering8566
Rimsting2525
Rohrdorf am Inn3936
Rosenheim540504
Rott am Inn2323
Samerberg2119
Schechen3330
Schoenstett3*
Söchtenau119
Soyen3737
Stephanskirchen6155
Tuntenhausen3834
Vogtareuth1616
Wasserburg am Inn169149

Vorübergebend wurde die Aufgabe der Nachverfolgung von Kontaktpersonen von COVID-19-Erkrankten durch die Landkreisgemeinden bzw. die Stadt Rosenheim übernommen. Das Gesundheitsamt hat zum 1. Juli die Kontaktpersonennachverfolgung wieder selbst übernommen. „Ohne die zuverlässige Zuarbeit der Gemeinden hätte die Kontaktpersonennachverfolgung nicht so schnell wieder zeitnah und vollständig erfolgen können.“, so Hierl. Durch Beschluss des Bayerischen Ministerrats wurden den Gesundheitsämtern neue Stellen für die Kontaktpersonennachverfolgung bewilligt. Ab kommender Woche werden diese Kräfte am Gesundheitsamt Rosenheim ihre Tätigkeit beginnen. Bei der Kontaktpersonennachverfolgung wird umfassend ermittelt, ob ein enger Kontakt mit erhöhtem Infektionsrisiko bestanden hat. Diese engen Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle werden zeitnah kontaktiert und über die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen und die Verpflichtung zu einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne belehrt. Treten bei den Kontaktpersonen Atemwegssymptome auf, so sind sie verpflichtet, diese umgehend gegenüber dem Gesundheitsamt mitzuteilen. In diesem Fall wird eine Testung durchgeführt.

Durch Allgemeinverfügungen des bayerischen Gesundheitsministeriums sowie der Stadt und des Landkreises Rosenheim ist automatisch für alle bestätigten Erkrankungsfälle und deren enge Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist nicht mehr notwendig. 

Reiserückkehrer:

Viele beliebte Urlaubsziele der Deutschen stehen in der Liste der Corona-Virus-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim fordert die Reisenden auf, diese Liste zu beachten. In einem Merkblatt weist die Gesundheitsbehörde zudem auf die Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung hin. Sie regelt unter anderem, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Dieser Zeitraum lässt sich verkürzen, zum Beispiel wenn sich Urlauber in den letzten 48 Stunden vor der Rückkehr noch im Urlaubsland oder unmittelbar nach der Einreise am Grenzübergang, am Flughafen oder beim Hausarzt testen lassen. Die häusliche Quarantäne ist dann nur bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses notwendig. 

Die Rosenheimer Gesundheitsbehörde fordert alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim auf, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet umgehend per E-Mail unter gesundheitsamt@lra-rosenheim.de zu melden. Um mögliche Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können, ist dem Gesundheitsamt die telefonische Erreichbarkeit besonders wichtig. Zu den Risikogebieten gehören derzeit etliche europäische Staaten wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo oder Serbien. Darüber hinaus listet das Robert Koch-Institut auch zahlreiche beliebte Reiseländer auf wie Ägypten, Türkei oder USA auf. Das Merkblatt zu den Regelungen der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung ist auf der Startseite von www.landkreis-rosenheim.de im Aushang „COVID-19“ zu finden.

Seit dem 30. Juli wird Einreisenden auch am Grenzübergang der Autobahn A93 in Kiefersfelden an der Raststelle Inntal-Ost die Möglichkeit einer Testung angeboten. Die Tests werden sehr rege in Anspruch genommen.

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html 

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/Robert Michael

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