Ein „Gespräch von Mensch zu Mensch“

Kostenlose Telefonberatung in Rosenheim für Corona-Patienten

Ein Gespräch von Mensch zu Mensch kann helfen – auch wenn es nur am
Telefon stattfindet.
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Ein Gespräch von Mensch zu Mensch kann helfen – auch wenn es nur am Telefon stattfindet

Die Corona-Diagnose kann ein großer Schock für eine betroffene Person sein. Dementsprechend kann es sehr belastend sein, wenn man mit niemanden darüber sprechen kann. Für diesen Zweck hat die „Kontaktstelle für Bürgerliches Engagement“ ein neues Projekt eingeleitet.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Rosenheim - Die Corona-Pandemie beschäftigt uns nun schon seit über einem Jahr. Aber wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich selbst betroffen ist? Wenn man die Nachricht erhält, dass der Test auf SARS-CoV-2 positiv ausfällt? Egal, ob man sich zu diesem Zeitpunkt krank fühlt oder nicht: Die Information, dass man sich angesteckt hat, kann ein Schock sein und Unsicherheiten und Ängste hervorrufen.

Hierbei möchte das neue Projekt der „Kontaktstelle für Bürgerschaftliches Engagement“ Menschen unterstützen. Patient/-inn/- en können sich melden und erhalten auf Wunsch einen Rückruf von einem / einer ehrenamtlichen Bürger/-in, der oder die die Erkrankung schon hinter sich hat und verstehen kann, wie sich das alles anfühlt und was Betroffenen durch den Kopf geht. Das Angebot ist für die erkrankten Menschen kostenfrei.

Gespräch soll „Sorgen, Ängste oder Einsamkeitsgefühle“ entgegentreten

Eine ehrenamtliche Bürgerin berichtet von ihrer Corona-Erkrankung: „Ich selbst war betroffen von der Infektion, es überrollte mich innerhalb von Minuten und machte mich für zwei Wochen unfähig für jegliche Aktivität. In der Zeit fühlte ich mich sehr hilflos, ich wusste nicht, was ich tun sollte. Keiner im Freundes- und Familienkreis konnte sich in meine Lage versetzen.“ Jetzt, wo sie wieder gesund sei, möchte sie für andere Patient/-inn/-en da sein – durch Zuhören am Telefon.

Das Projekt soll es ermöglichen, dass Menschen über ihre Sorgen, Ängste oder Einsamkeitsgefühle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung sprechen können. Es muss dabei nicht bei einem einmaligen Telefonat bleiben, der/die Patient/-in und der / die ehrenamtliche Bürger/-in können verabreden, wann und wie oft sie miteinander sprechen möchten.

„Mir hätte es schon geholfen, zu wissen, dass mich morgen oder übermorgen zu einem ausgemachten Zeitpunkt meine Ansprechperson wieder anruft und ich mit ihr noch einmal offen reden kann“, so die ehrenamtliche Helferin weiter. Das Projekt wird von der „Kontaktstelle Bürgerschaftliches Engagement“ (KBE) durchgeführt.

„Wir stellen den Kontakt her zwischen den Patientinnen und Patienten und den ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern, die zuhören und am Telefon ihre Erfahrungen teilen möchten. Dabei geht es ausschließlich um ein Gespräch von Mensch zu Mensch, eine medizinische oder naturheilkundliche Beratung kann nicht gegeben werden“, erzählt Andrea Dörries von der KBE. Neben der Kontaktherstellung ist die Beratung der ehrenamtlichen Helfer/-innen ein wichtiger Teil des Projekts.

Hilfe für Helfende ist auch gegeben

„So ein Telefonat mit einem Menschen, dem es gerade sehr schlecht geht, kann schwierig werden für die Helfenden. Hier kann die KBE unter Einhaltung der Schweigepflicht die Ehrenamtlichen beraten.“ Wenn Sie mithelfen oder einen Kontakt zu einer genesenen Person möchten, aber auch für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte die KBE im Bürgerhaus Happing, Ansprechpartnerin:

Andrea Dörries. Sie erreichen Frau Dörries per E-Mail unter andrea.doerries@jh- obb.de, telefonisch unter 08031 / 2375 75 oder postalisch über das Bürgerhaus Happing, Happinger Straße 83 in 83026 Rosenheim.

Pressemitteilung Diakonie - Jugendhilfe Oberbayern

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