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Häusliche Gewalt: 1200 Fälle im Landkreis!

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Rosenheim – Immer wieder werden Frauen Opfer von Gewalt in den eigenen vier Wänden. Die Zahlen sind erschreckend: Alleine im Landkreis gibt es pro Jahr mindestens 1200 Fälle.

Unter den Begriff „häusliche Gewalt“ fallen allgemein tiefgreifende psychische, physische sowie sexuelle Gewalthandlungen in engen sozialen Beziehungen. Allzu oft werden Frauen Opfer von Gewalt in Partnerschaften. Sie werden von ihrem Partner geschlagen, bedroht oder sexuell missbraucht. „Leichte bis schwere Körperverletzungen in Kombination mit psychischer Gewalt, in Form von Drohungen, sind an der Tagesordnung“, erklärt die Polizeibeauftragte für Frauen und Kinder, Katharina Spöttl.

Die Zahl der weiblichen Opfer häuslicher Gewalt aus den Landkreisen Rosenheim beläuft sich laut Polizeidirektor Peter Mauthofer im Jahr auf etwa 1200. Doch die Beamten vermuten eine viel höhere Dunkelziffer an nicht gemeldeten Fällen. Um den betroffenen Frauen zu helfen, wurde in der Stadt Rosenheim das Beratungsangebot „Pro-Aktiv“ des Frauen und Mädchennotrufs e.V. ins Leben gerufen.

Sachverständige unterstützen Frauen dabei mit den traumatisierenden Erlebnissen zurechtzukommen und gegen die Täter vorzugehen. Ihnen ist es besonders wichtig, aktiv auf die Frauen zuzugehen, da die Opfer in vielen Fällen zu beschämt sind oder aus Angst vor Racheakten keine Anzeige gegen ihre Peiniger erstatten. „Somit soll eine eine Zielgruppe an Betroffenen erreicht werden, die nicht von sich aus die Beratungsstelle aufsucht“, so Frau Gudrun Gallin, Sozialpädagogin und Trauma-Fachberaterin des Pro-Aktiv Beratungsangebots.

Die betroffenen Frauen, wissen oft nicht, welche Rechte ihnen zustehen oder welche Möglichkeiten sie haben weiteren Gewalthandlungen zu entfliehen. Aus diesem Grund unterstützen sie die Opfer auch bei Rechtsfragen und Behördengängen. Selbstverständlich ist die Zusammenarbeit mit der Polizei aus Stadt und Landkreis nicht wegzudenken.

Deshalb fanden sich im Landratsamt Rosenheim am Freitag, 28. September der Vorstand des Frauen- und Mädchennotrufs e.V und Polizeidirektor, Peter Mauthofer, ein und unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zwischen den Polizeiinspektionen des Landkreises Rosenheim und dem Verein „Frauen- und Mädchennotruf“. Auf diese Weise, werden Frauen, die sich bei der Polizei melden, auf die Beratungsstelle aufmerksam gemacht und können Unterstützung in ihrer Situation erhalten.

nk/kmr

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