Urteil am Jugendschöffengericht in Rosenheim gefallen

Acht Monate Haft für 18-Jährigen - keine Chance auf Bewährung 

Rosenheim - Vor Gericht wurde ein 18-jähriger Eritreer, der mit 14 Jahren als "unbegleiteter Jugendlicher"nach Wasserburg gekommen sein soll, zu acht Monaten Haft verurteilt. 

Als der Jugendliche 18 Jahre alt wurde, habe man ihm einen Platz im Wohnheim in Griesstätt ergattert, auch Möglichkeiten zur Weiterbildung in einem integrativen Unterricht habe er erhalten. Keine davon soll er wirklich wahrgenommen haben. Auch seinen Wohnsitz habe er schließlich aufgegeben.

In einem Rosenheimer Schuhgeschäft soll er Diebstahl begangen haben. Der junge Mann flüchtete, Beamten sollen ihn dann im Salinpark entdeckt haben. Dieser Diebstahl sei zudem nicht das einzige Vergehen des Jungen gewesen. Neben einigen Vorstrafen sollen in München drei weitere Verfahren laufen.

Vor dem Jugendschöffengericht schlug eine Vertreterin der Jugendgerichtshilfe vor, das Jugendrecht anzuwenden. Der Staatsanwalt forderte eine Jugendstrafe von 18 Monaten, sozusagen als letzten Versuch, den Angelagten auf den richtigen Weg zu lotsen. Der Verteidiger plädierte auf eine Bewährungsstrafe. Das Anwenden vom Jugendrecht wurde vom Gericht abgelehnt. Der Richter verurteilte den 18-Jährigen zu acht Monaten Haft ohne Bewährung.

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Rubriklistenbild: © Symbolbild

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