Umfahrung von Pfaffenhofen für den Verkehr freigegeben

Feierlicher Festakt mit Bundesminister Scheuer und Bayer. Staatsministerin Aigner

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Am Montag, den 25. Juni 2018, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den vierten Bauabschnitt der Rosenheimer Westtangente für den Verkehr freigegeben. 

Pfaffenhofen/ Schechen - In nur rund zweijähriger Bauzeit wurde unter der Regie des Staatlichen Bauamtes (SBA) Rosenheim der Bauabschnitt vier der Westtangente – die Umfahrung der Ortschaft Pfaffenhofen in der Gemeinde Schechen – fertiggestellt. Im gleichen Zeitraum wurde auch die Staatsstraße 2018 ausgebaut und an den neu errichteten Kreisel auf der B15 angeschlossen

In nur rund zweijähriger Bauzeit wurde unter der Regie des Staatlichen Bauamtes (SBA) Rosenheim der Bauabschnitt vier der Westtangente – die Umfahrung der Ortschaft Pfaffenhofen in der Gemeinde Schechen – fertiggestellt. Im gleichen Zeitraum wurde auch die Staatsstraße 2018 ausgebaut und an den neu errichteten Kreisel auf der B15 angeschlossen. Die Neubaustrecke der Westtangente mit fünf Brückenbauwerken hat eine Länge von 2,3 km, beginnt bei Moos und mündet in Wieden auf die alte B15. 

Feierliche Verkehrsfreigabe des Bauabschnitts IV der Westtangente

Die feierliche Verkehrsfreigabe nahmen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Ilse Aigner, im Beisein zahlreicher Ehrengäste vor. Dazu zählten unter anderen die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, der Landtagsabgeordnete Otto Lederer, Landrat Wolfgang Berthaler, Oberbürgermeisterin Gaby Bauer, die Bürgermeister Hans Holzmeier, Bernd Fessler und Peter Kloo sowie Polizeipräsident Kopp. 

Auch Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „B15 – RAUS aus Pfaffenhofen“, die mit zahlreichen Aktionen und 13 Demonstrationen ab Januar 2010 öffentlichkeitswirksam für die Interessen des Ortes eingetreten war, folgten der Einladung. Zahlreiche Bürger des Ortes zeigten durch Anwesenheit beim Festakt ihr Interesse und große Freude für die Fertigstellung der neuen Umgehungsstraße. Die Begrüßung nahm der Leiter des Straßenbauamtes des SBA Stefan Högenauer vor. Er bedankte sich bei allen am Bau beteiligten Einrichtungen sowie den Firmen und dem „Hausherrn“, Bürgermeister Hans Holzmeier, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Dabei vergaß er auch die Bürgerinitiative nicht, der für ihre Aktivitäten zur Realisierung des Projektes sehr zu danken sei. 

Feierliche Verkehrsfreigabe des Bauabschnitts IV der Westtangente -Teil 2

Die Festansprachen hielten Bundesminister Scheuer und Staatsministerin Aigner. Ersterer hielt einen Rückblick auf den gelungenen ersten Bauabschnitt, der bereits am 12.10.15 für den Verkehr freigegeben werden konnte. Nunmehr sei auch der nördlichste Bauabschnitt fertiggestellt, wodurch für die Bewohner von Pfaffenhofen bessere Luft und weniger Lärm erreicht worden sei. „Heute sind wir dem Ziel einer durchgängigen Nord-Süd-Verbindung von der A8 bis zur bestehenden B15 einen großen Schritt nähergekommen. Dieser 2,3 km lange vierte Abschnitt hat rund 17,9 Millionen Euro gekostet“, so der Bundesminister. Ilse Aigner betonte, dass dieser Bauabschnitt ein Meilenstein für die Bürgerinnen und Bürger der Region von Rosenheim sei und wörtlich: „Insbesondere die Bewohner des Ortsteils Pfaffenhofen werden endlich vom Verkehr entlastet. Mit der Gesamtfertigstellung der Westtangente sollen wir 2022 auch die große Entlastung der Innenstadt von Rosenheim sowie der Nachbarorte erreichen“. 

Streckenverlauf des Bauabschnitts IV der Westtangente bei Pfaffenhofen

Sie danke allen, die zum Gelingen beigetragen haben und schloss – wie Minister Andreas Scheuer – die Pfaffenhofener Bürgerbewegung mit ein. Ihr Dank galt auch den Grundstückseigentümern für ihr Entgegenkommen und den Firmen für die Spitzenleistung unter großem Zeitdruck. In seinem Grußwort bemerkte Landrat Wolfgang Berthaler scherzhaft, dass durch die voranschreitenden Baumaßnahmen an der Westtangente die Stadt Rosenheim nunmehr vom Süden und Norden „in die Zange genommen“ worden sei. Er betonte ausdrücklich, dass die Bevölkerung von Pfaffenhofen, allen voran die BI, allen Grund zur heutigen Feier hätten. Bürgermeister Hans Holzmeier sprach zur Errichtung der Westtangente von der großen Bedeutung dieser Straße für den Landkreis und darüber hinaus.

Das werde auch dadurch deutlich, dass gleich zwei Minister zur Verkehrsfreigabe gekommen seien. Wenn die BI zu Recht so häufig positiv erwähnt worden sei, dürfe man auch nicht übersehen, dass diese Bürgerbewegung mit ihren Aktivitäten im besonderen Maße das Zusammengehörigkeitsgefühl der Dorfgemeinschaft gefördert habe. Besonders positiv sei ihm ein gemeinsames Gespräch mit der BI und dem SBA Rosenheim beim Bayer. Innenminister in Erinnerung geblieben. 

Den kirchlichen Segen spendeten die Pfarrer Herbert Holzner und Michael Markus unterstützt vom kurzfristig ernannten „Ministranten Scheuer“. Pfarrer Markus sprach die Versammlung als „liebe ökumenische Straßeneinweihungsgesellschaft“ an, gab seiner Freude über das gelungene Bauwerk Ausdruck, ermahnte aber auch die Verkehrsteilnehmer zur besonderen Achtsamkeit. Pfarrer Holzner zitierte einen Bibelvers aus Jesaja 40 („Bereitet dem Herrn den Weg…“), dessen Text ihn gedanklich zum neuen Bauwerk geführt habe. 

Auch er mahnte an, die neue Straße nicht zur „Schnellstraße der Raserei“ werden zu lassen. Mit dem traditionellen Durchschneiden des Bandes und der Intonierung der Nationalhymne und Bayernhymne durch die Musikkapelle der Autobahndirektion Südbayern klang der Festakt aus.

Lutz Ellermeyer

Das sagt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat heute gemeinsam mit der bayerischen Bauministerin Ilse Aigner den vierten Bauabschnitt der Westtangente Rosenheim auf der B15 für den Verkehr freigegeben. 

Scheuer: „Heute sind wir dem Ziel einer durchgängigen Nord-Süd-Verbindung von der A8 bis zur bestehenden B15 einen großen Schritt näher gekommen. Mit der neuen Ortsumgehung stoppen wir den hohen Durchgangsverkehr in der Gemeinde und sorgen so für bessere Luft und weniger Lärm in Pfaffenhofen.“ 

Das BMVI investiert insgesamt rund 115 Millionen Euro in die 11,3 Kilometer lange Westtangente Rosenheim. Der heute freigegebene vierte Abschnitt ist 2,3 Kilometer lang und hat rund 17,9 Millionen Euro gekostet. Die Bundesstraße 15 ist eine wichtige Nord-Süd-Verkehrsverbindung mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen: Zwischen der A8 und der Stadt Rosenheim fahren rund 38.200 Fahrzeuge pro Tag, auch die Orts- durchfahrt Rosenheim ist mit rund 23.100 Fahrzeugen pro Tag sehr hoch belastet.

Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Ilse Aigner:

Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geben den nördlichsten Bauabschnitt der Westtangente Rosenheim frei - Kosten von knapp 18 Millionen Euro - Aigner: "Langersehnte Verkehrsentlastung für die Region" 

Seit heute rollt der Verkehr auf dem nördlichsten Bauabschnitt der neuen Westtangente Rosenheim der Bundesstraße 15. Nach rund zwei Jahren Bauzeit hat Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner den Abschnitt gemeinsam mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, feierlich freigegeben. „Mit der Westtangente Rosenheim stärken wir die Infrastruktur hier in der Region, erhöhen die Verkehrssicherheit und entlasten gleichzeitig den Ortskern von Pfaffenhofen am Inn. Wir erreichen damit einen echten Fortschritt in Sachen Mobilität“, so Aigner. Der vierte Bauabschnitt wurde im April 2016 begonnen und nach gut zwei Jahren Bauzeit termingerecht abgeschlossen. Bis zum Jahr 2022 soll die Westtangente Rosenheim dem Verkehr auf kompletter Länge übergeben werden. Insgesamt investiert der Bund rund 115 Millionen Euro in den Bau der gut elf Kilometer langen Westtangente. 

Die Fertigstellung des gut zwei Kilometer langen nördlichsten Bauabschnitts ist ein Meilenstein für die Bürgerinnen und Bürger der Region Rosenheim: „Insbesondere die Bewohner des Ortsteils Pfaffenhofen werden endlich vom Verkehr entlastet“, betonte die Ministerin. „Mit der Gesamtfertigstellung der Westtangente wollen wir 2022 dann auch die große Entlastung der Innenstadt von Rosenheim sowie der umliegenden Nachbarorte erreichen. Wir bauen deshalb intensiv und ohne Verzögerung auch an den übrigen Streckenabschnitten.“

Verantwortlich für den Bau ist das Staatliche Bauamt Rosenheim. Der Bund als Straßenbaulastträger hat für diesen vierten Bauabschnitt knapp 18 Millionen Euro investiert. Der erste Bauabschnitt zwischen der neuen Anschlussstelle Rosenheim-West an der A8 und der Anschlussstelle mit der Staatsstraße 2078 (Äußere Münchner Straße) ist bereits seit Oktober 2015 unter Verkehr. Seit Mitte 2017 laufen außerdem die Bauarbeiten für den dritten Bauabschnitt von der Anschlussstelle mit der Staatsstraße 2080 nördlich von Rosenheim bis zum Aicherpark. Für den zweiten Bauabschnitt, die Brücke über den Aicherpark, läuft aktuell das Vergabeverfahren, so dass im Herbst 2018 auch dort der Bau beginnen kann. Bis die gesamte Westtangente Rosenheim fertiggestellt ist, wird der Bundesstraßenverkehr über die Staatsstraße 2080 geführt. Diese hat der Freistaat 2017 zwischen der neuen und der bestehenden B15 auf einer Länge von gut 600 Metern für rund 1,4 Millionen Euro ausgebaut.

Die B15 ist eine bedeutende überregionale Nord-Süd-Verbindung im Freistaat Bayern. Sie führt von Hof im nördlichen Oberfranken bis hinunter ins Inntal. Die B15 Westtangente Rosenheim ist im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen in der höchsten Dringlichkeitsstufe enthalten. Die Verkehrsbelastung im Bereich der Stadt Rosenheim ist kontinuierlich gewachsen und liegt weit über der durchschnittlichen Verkehrsbelastung der Bundesstraßen in Bayern. Zwischen der A8 und der Stadtgrenze von Rosenheim sind in 24 Stunden durchschnittlich rund 38.000 Fahrzeuge unterwegs.

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Auch MdB Daniela Ludwig äußert sich zu diesem Thema:

Am Montag, 25. Juni 2018 hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den vierten Bauabschnitt der Rosenheimer Westtangente für den Verkehr freigegeben. Dazu erklärt die Rosenheimer CSU- Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Daniela Ludwig:

„Die Freigabe des vierten Bauabschnitts ist ein Meilenstein in der Verwirklichung des derzeit größten Verkehrsprojektes in Oberbayern. Zugleich ist es ein Freudentag für die Bewohner von Pfaffenhofen, die seit Jahrzehnten auf diese so dringend nötige Verkehrsentlastung gewartet haben. Die Westtangente ist die zentrale Nord-Süd-Achse des Wirtschaftsraumes Rosenheim, sie sorgt für eine schnelle Anbindung an die wichtigsten Verkehrsrouten wie die Autobahn A8. 

Es freut mich, dass dieses Bauprojekt zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist. Ich habe mich persönlich mit meinen CSU- Kollegen auf Bundes- und Landesebene jahrelang und erfolgreich für den Bau der Westtangente eingesetzt. Der erste Bauabschnitt wurde 2015 für den Verkehr freigegeben. Der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt schaffte danach mit der Mittelfreigabe für die weiteren Bauabschnitte zwei, drei und vier die Voraussetzungen für die Realisierung der Westtangente.“

Pressemeldung Bundestagsbüro Daniela Ludwig, MdB

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