Corona trifft Wirtschaft mit voller Wucht

Rosenheim: Geschäftsklimaindex stürzt auf noch nie dagewesenes Tief

Die Stimmung bei den Unternehmern in der Region ist deutlich eingetrübt, wie der aktuelle Wirtschaftsbarometer Rosenheim zeigt. Insgesamt besehen stürzt der Geschäftsklimaindex auf ein noch nie gemessenes Tief. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim zeigen, dass auch die Unternehmen der Region stark von den Auswirkungen der Corona Krise betroffen sind. In dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim erreichte der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen der regionalen Unternehmer für die aktuelle Geschäftslage nur noch schwache – 5,1, noch im Vormonat lag er bei sehr guten + 37,8. Die Umfrage des Vormonats lag allerdings auch in der ersten Hälfte des Monats März. Die Salden ergeben sich aus dem Prozentsatz der Antworten. Haben etwa alle Befragten mit schlecht geantwortet, so folgt daraus der untere Grenzwert -100. Haben alle mit gut/besser geantwortet, so folgt daraus +100.

In der Umfrage des vergangenen Monats stürzten die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bereits auf pessimistische - 13 und verschlechterten sich für den März weiter auf – 24,2. Auch die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes fielen stark. Die Lagebeurteilung fiel von + 3,7 auf schwache – 24, während sich die Aussichten für die nächsten 6 Monate von schon pessimistischen -29,5 auf extrem schlechte – 53,1 verminderten. 

Rund 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland mussten laut ifo - Institut Umsatzrückgänge hinnehmen, die durchschnittlich über 20 Prozent lagen. Besonders betroffen sind dabei das verarbeitende Gewerbe und die Dienstleister. Der aus den Teilsaldi ermittelte Geschäftsklimaindex stürzte auf ein noch nie gemessenes Tief

Kein Wunder, dass die Antworten auf die Quartalsfragen des Wirtschaftsbarometer Rosenheim in Bezug auf die Planungen für den Mitarbeiterstand und die Höhe der Investitionen von dieser Krise geprägt waren. Fast jedes dritte teilnehmende Unternehmen plant auf Sicht von 12 Monaten, Personal abzubauen. Im verarbeitenden Gewerbe ist es sogar fast jedes Zweite. Im Einzelhandel beabsichtigen dies 30 Prozent der Unternehmen, dagegen möchten hier aber auch 20 Prozent Mitarbeiter zusätzlich einzustellen.

Noch stärker betroffen sind die Investitionsplanungen insgesamt möchte jedes zweite Unternehmen die Investitionen zurückfahren. Das Ausmaß ist aber in den verschiedenen Gewerbezweigen sehr unterschiedlich. So möchten drei von vier Firmen des verarbeitenden Gewerbes dies tun. Bei den Handelsunternehmen ist es jedes zweite, doch planen in diesem Gewerbezweig auch 30 Prozent der Teilnehmer Investitionen zu erhöhen. Im dem in Rosenheim starken Dienstleistungssektor planen dagegen nur 25 Prozent Mitarbeiter bzw. 35 Prozent die Investitionen zu reduzieren.

Pressemitteilung der Technischen Hochschule Rosenheim

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolbild)

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