Über 40 Beamte an Kalten, Inn, Mangfall und Simssee im Einsatz

Natur- und Umweltschutz: Große Kontrollaktion der Polizei

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Ausbringen von Gülle vor einem Klärwerk am 9. Oktober

Rosenheim - Auch für die Polizei ist das Thema Natur- und Umweltschutz ein wichtiger Baustein - am 9. Oktober wurden daher große Kontrollen in der Natur durchgeführt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Eine große Natur- und Umweltschutzkontrolle wurde Anfang Oktober durch die Polizei Rosenheim durchgeführt. Unterstützung erhielten die Beamten durch die Polizeiinspektion Prien am Chiemsee, der Grenzpolizeiinspektion Piding, Operative Ergänzungsdienste sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei. 

Auch andere Behörden und Einrichtungen, wie die Stadt Rosenheim, vertreten durch das Umwelt- Grünflächenamt und Fischereiberechtigte, nahmen an der groß angelegten Kontrollaktion teil.

Natur ein wichtiger Baustein

Der Leiter der Rosenheimer Inspektion, Herr Polizeidirektor Volker Klarner, begrüßte die Kontrollbeamten. Im Rahmen der Einsatzbesprechung wurde das Thema Natur und Umweltschutz erläutert und vor allem, dass dies auch für die Polizei ein wichtiger Baustein ist. 

Auch polizeiliche Kontrollen können dazu beitragen, dass die Umwelt ein Stück sauberer wird oder bleibt. Die Ahnung und Verfolgung der naturschutzrechtlichen Vorschriften und des Tierschutzes muss mehr und mehr in den Focus gestellt werden.

Schwerpunkte: Seen und Flüsse

Der Einsatzleiter, EPHK Robert Maurer, wies die eingesetzten Beamten in die Örtlichkeit ein. Aufgrund der weitläufigen und großen Flächen im Dienstbereich der Rosenheimer Inspektion mussten Schwerpunkte ausgewählt werden. Das Naturschutzgebiet rund um die Kalten, die Flussläufe des Inns und der Mangfall und der Simssee waren am Kontrolltag angesagt.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei aus Prien überprüften am Simssee alle Belange nach dem Schifffahrtsrecht. Die Überprüfung ergab zusammenfassend ein positives Ergebnis. Sechs Boote mussten beanstandet werden, da sie keine aktuell gültige Kennung hatten. Im Straßenverkehr würde man sagen, die Halter haben vergessen, ihr Auto umzumelden. Die Inhaber erhielten Aufforderungen, die Kennung der Boote auf den aktuellen Stand zu bringen.

Güllespur im Naturschutzgebiet der Kalten

Im Naturschutzgebiet der Kalten wurde eine Güllespur festgestellt. Das Ausbringen von Gülle ist dort untersagt. Die Polizei ermittelt nun, wer die Gülle dort ausgebracht hat. Es ist auch untersagt, Gülle zu nah an Flüssen oder Bächen auszubringen, auch hier konnte eine Güllespur festgestellt werden.

An den Fluss-/Uferwegen rund um den Simssee besteht punktueller Leinenzwang für Hunde. Dies dient dem Schutz von Vögel oder anderen Wildtieren. Hier konnten vereinzelt Fußgänger angetroffen werden, die die Hinweisschilder übersehen haben. Alle zeigten sich einsichtig und verständnisvoll, sofort wurden die Hunde angeleint.

Mit den örtlichen Fischereiaufsehern wurden die Flussläufe kontrolliert,„Schwarzfischer“ sollten überführt werden. Drei Fischer konnten angetroffen werden, doch alle hatten sämtliche erforderlichen Erlaubnisse, wie z. B. einen Fischereischein. Auch hier ein durchwegs positives Ergebnis. Die Fischeraufseher schilderten, dass dies leider nicht immer so ist, „Schwarzfischen“ sei doch ein größeres Problem als häufig angenommen.

Illegal abgestellte Autowracks

Im Bereich der Mangfall, Höhe OT Aisingerwies, konnten drei illegal abgestellte Autowracks festgestellt werden. Über die Fahrgestellnummer hat die Polizei bereits die Halter ermittelt. Sie erhalten eine Aufforderung von der Stadt die Fahrzeuge unverzüglich zu entfernen.

Die Grenzpolizei Piding verfügt über eine Drohne. Diese Drohne wurde am Happingerau See eingesetzt. Dort sollten Bereiche überprüft werden, die zu Fuß nur schwierig zu erreichen sind. Müllablagerungen, verbotswidriges Fischen oder Autowracks wären so aus der Luft sofort erkennbar gewesen. Mit dem Monitor ab Boden konnte über die Drohne überprüft werden, dass weitläufig um den Happingerau See die Natur „in Takt“ ist.

"Einsatzmittel" Pferd

Von hohem Nutzen war das„Einsatzmittel“ Pferd. Die Reiter des Operativen Ergänzungsdienstes aus Rosenheim können mit den Pferden aus der Höhe Verstöße sehr gut wahrnehmen und auch Bereiche erkunden, die zu Fuß nur schwierig überprüft werden können. Wie so häufig, sind die Pferde bei der Bevölkerung ein Blickfang und freudig willkommen.

Insgesamt nahmen an der Kontrollaktion über 40 Beamte der eingesetzten Dienststellen teil.

Inspektionsleiter Volker Klarner und der Einsatzleiter Robert Maurer bedankten sich recht herzlich bei den Einsatzkräften.

Im Rahmen der Abschlussbesprechung kam man überein, dass es zu keinen großen oder gravierenden naturschutz-/tierrechtlichen Verstößen kam. Trotzdem wurde die Wichtigkeit des Themas hervorgehoben. Man war sich einig, dass derartige Kontrollaktionen im Frühjahr 2020 wiederholt werden müssen.

Mitteilung der Polizeiinspektion Rosenheim

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