Am Donnerstag am Hochstraßer See

Tragischer Badeunfall: Chirurg zeigt sich nach zehnstündiger Not-OP optimistisch

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Landkreis Rosenheim - Am Donnerstagnachmittag kam es am Hochstraßer See zu einem unglaublich tragischen Badeunfall. 

Update, 28. Juli, 14.22 Uhr:

Bei einem Badeunfall hat sich ein zwölfjähriger Junge am Hochstraßer See schwer verletzt und einen Arm ausgerissen. In einer knapp zehnstündigen Operation haben Münchner Ärzte den Arm wieder angenäht. „Derzeit haben wir eine sehr gute Durchblutung des replantierten Arms. Die Rekonstruktive Mikrochirurgie hat eine Wiederherstellung von Nerven- und Gefäßen möglich gemacht“, sagte Riccardo Giunta, Leiter des Hand-Trauma-Zentrums am Klinikum der LMU München gegenüber unserem Partnerpotal TZ.de

Dank des reibungslosen Zusammenspiels von Haunerscher Kinderklinik, Unfallchirurgie, Anästhesie und der Hand- und Plastischen Chirurgie am Klinikum der LMU war die schnelle Replantation möglich.

Der Junge und seine Freunde taten in dieser dramatischen Situation instinktiv genau das Richtige. „Er ist dann selbst noch zu einem Kiosk gegangen, und Freunde haben den Arm wohl nachgebracht. Von dort wurde der Junge mit einem Rettungshubschrauber in das Dr. von Haunersche Kinderspital gebracht“, teilten Kinderärzte mit.

Große Aufregung herrschte am vergangenen Donnerstag am Hochstraßer See. Der Junge ist vermutlich mit seinem Arm in einer Schlaufe an den sogenannten "Sprungbäumen" hängengeblieben und habe sich diesen abgetrennt. Der Bub fiel schwer verletzt ins Wasser. Zahlreiche Rettungskräfte eilten zur Unglücksstelle.

Update, 27. Juli, 9 Uhr 

Am Donnerstagnachmittag ereignete sich in Raubling ein tragischer Unfall. Ein 12-jähriger Bub hat sich beim Sprung von einem Baum in den Hochstraßer See schwer verletzt und einen Arm ausgerissen.

Die gute Nachricht: In einer zehnstündigen Operation konnten Spezialisten des Hand-Trauma-Zentrums am Klinikum der LMU München den Arm wieder annähen. "Derzeit haben wir eine sehr gute Durchblutung des replantierten Arms", sagte Prof. Dr. Riccardo Giunta, der Leiter des Hand-Trauma-Zentrums der LMU München Klinik, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Die Nerven und Gefäße konnten wieder hergestellt werden.

Update, 12.21 Uhr: Bilder vom Unfallort 

Der kleine Junge wurde nach dem Sprung von seinen Freunden und Zeugen aus dem Wasser gezogen und über einen relativ langen Fußweg zum Badeplatz gebracht. Neben den zahlreichen Rettungskräften war auch ein Kriseninterventionsteam zur Betreuung der Helfer im Einsatz. Die Einsatzleiterin des Rettungsdienstes lobte das Verhalten und das instinktiv, schnelle Handeln der Freunde des Buben. 

Der Junge wurde mit einem Hubschrauber in die Haunersche Kinderklinik nach München geflogen. 

Badeunfall Hochstrasser See - Bilder vom Unfallort

Erstmeldung:

Große Aufregung herrschte am Donnerstagnachmittag auf der Liegewiese des Hochstraßer Sees. Dort kam es zu einem äußerst tragischen Badeunfall. Nach Informationen von rosenheim24.de hat sich ein zwölfjähriger Bub beim Sprung in den Hochstraßer See schwer verletzt. Aufgrund unglücklicher Umstände habe er sich dabei einen Arm ausgerissen.

Freunde und Zeugen des Verletzten sollen den jungen Mann aus dem Wasser gezogen, Erste Hilfe geleistet und dann die Polizei und Rettungskräfte alarmiert haben.

"Sprungbaum" wird Bub zum Verhängnis

Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr, Polizei und ein Helikopter rückten sofort zur Unglücksstelle am Badesee aus. Der Unfall ereignete sich an einem der sogenannten "Sprungbäume". An diesen sind zum Teil kleine Brettchen zum Klettern angenagelt. An den Ästen sind Seile angebracht, um vorher über das Wasser zu schwingen und sich dann in den See fallen zu lassen. Diese Stricke wurden dem Zwölfjährigen wohl zum Verhängnis. 

Nach Informationen unserer Redaktion sei der Junge mit seinem Arm in einer Schlaufe hängengeblieben und habe sich diesen abgetrennt. Der Bub fiel schwer verletzt ins Wasser. 

Polizei bestätigt tragischen Badeunfall

Der Junge wurde von Rettungssanitätern erstversorgt und anschließend mit einem Helikopter in ein Krankenhaus gebracht. Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, bestätigte auf Anfrage von rosenheim24.de einen tragischen Unfall. "Eine Person wurde bei einem Badeunfall schwer verletzt."

Erst Anfang Juli ereignete sich in Paderborn ein ähnlich schrecklicher Badeunfall. Dort hatte sich ein 24-jähriger Mann beim Sprung in den Habichtsee seinen Unterarm abgerissen. Bei dem jungen Mann handelte es sich um einen britischen Soldaten.

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