Zahlreiche Einsätze in der gesamten Region

Schüsse, Granate, SEK und zwei Tote: Arbeitsreiches Wochenende für Polizei

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Am zurückliegenden Wochenende gab es in der gesamten Region zahlreiche Einsätze.

Landkreise - Schüsse in Altötting, eine Handgranate in Siegsdorf oder ein mysteriöses Rätsel in Rosenheim - über mangelnde Arbeit konnte sich vor allem die Polizei am zurückliegenden Wochenende wahrlich nicht beklagen. Zudem zogen einige Unwetter über die Region. Ein Überblick:

Am Freitagabend, 26. Juni, ging in weiten Teilen der Region ein erstes heftiges Unwetter nieder. Schäden blieben weitestgehend aus, allerdings hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die entsprechende Unwetterwarnung erst gegen Mitternacht auf. Parallel dazu war die Polizei unter anderem bei Vogtareuth (Landkreis Rosenheim) gefordert. Dort gab es eine größere Vermisstensuche samt Hubschrauber im Bereich Zaisering und Sulmaring. Der Einsatz konnte am späten Abend nach Polizeiangaben erfolgreich beendet werden.

Gegen 22.45 Uhr löste unterdessen ein 21-Jähriger am Tillyplatz in Altötting einen größeren Polizeieinsatz aus, nachdem er im betrunkenen Zustand seine Mutter angegriffen und gewürgt hatte. Als die Beamten eintrafen, bedrohte er diese mit einem Küchenmesser. Die Polizisten mussten sogar ihre Schusswaffen zücken. Erst dann ließ der Mann das Messer fallen und konnte - unter großem Widerstand - festgenommen werden.

Großalarm nach Schüssen in Altötting

Um Mitternacht gab es dann sogar Großalarm in Altötting. Aus der Trostberger Straße waren Schüsse aus einem Mehrfamilienhaus gemeldet worden. Vor Ort konnte ein Mann im ersten Stock gesichtet werden, der mit einem "Gegenstand" herumfuchtelte. Das Haus wurde von der Polizei umgestellt. Schließlich konnte der 49-Jährige zur Aufgabe bewegt werden. Er wurde festgenommen. Im Gebäude wurden mehrere Waffen sichergestellt. Hinterher kam raus: Der Mann hatte bereits an Weihnachten 2019 für einen Polizeieinsatz gesorgt.

Schüsse in Mehrfamilienhaus in Altötting gefallen - Mann festgenommen

 © fib/MW
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Fast zur gleichen Zeit waren die Einsatzkräfte auch in Rosenheim gefordert. Zwei Jugendliche hatten kurz vor Mitternacht gemeldet, dass sie in der Innaustraße von einem Rollerfahrer angefahren und verfolgt worden seien. Ein 15-Jähriger wurde dabei schwer verletzt. Anschließend flüchtete der Täter. Daraus entwickelte sich anschließend ein "filmreifer Krimi". Doch der Polizei gelang es anschließend rasch, das mysteriöse Rätsel um einen Unfall, Blutspuren und "Ausreden" zu lösen. 

SEK-Einsatz in Bad Feilnbach

Am Samstag, 27. Juni, musste die Polizei dann in den frühen Morgenstunden mit einem Großaufgebot in die Kufsteiner Straße nach Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) ausrücken. Sogar Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos waren vor Ort, wie die Polizei anschließend auf Nachfrage von mangfall24.de bestätigte. Letztlich stellte sich das Ganze glücklicherweise als "halb so wild" heraus. Die Polizei sprach von "Ermittlungen im privaten Umfeld". Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es.

Im weiteren Tagesverlauf wurde dann in Siegsdorf (Landkreis Traunstein) eine Handgranate aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt. Daraufhin wurde der Fundort im Bereich Wernleiten weiträumig abgesperrt. Da ein gefahrloser Abtransport nach Polizeiangaben nicht möglich war, entschieden sich die Einsatzkräfte dazu, die Granate vor Ort kontrolliert zu sprengen. Dies wurde schließlich vom Kampfmittelräumdienst aus München erledigt.

"Surreales Bild" am Sudelfeld

Parallel dazu musste die Polizei in der Gemeinde Oberaudorf (Landkreis Rosenheim) auch zu einem Parkplatz am Sudelfeld ausrücken. Von dort war eine illegale Grillparty gemeldet worden. Vor Ort stellten die Polizisten rund 30 Personen fest und sprachen von einem "surrealen, fast schon erschreckenden Bild". Mehrere "Grillmeister" erhielten eine entsprechende Anzeige.

Am Samstagabend zog schließlich ein zweites Unwetter über die Region. Die Regenfälle fielen dabei größtenteils kurz und heftig aus. Auch hier wurden glücklicherweise keine größeren Schäden gemeldet.

Zwei Tote bei Badeunfällen am Sonntag

Den traurigen Höhepunkt gab es dann am Sonntag, 28. Juni. Am Abend zog zum dritten Mal am Wochenende ein Unwetter über die Region. Zudem gab es leider auch zwei Tote nach Badeunfällen zu beklagen. Im Thansauer See bei Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) ertrank ein 80-jähriger Mann aus dem Großraum München. Nachdem er nicht zu seiner Frau an den Liegeplatz zurückgekehrt war, hatte es zuvor eine große Suchaktion gegeben.

Vermisstensuche am Thansauer Badesee am 28. Juni 2020

 © Josef Reisner
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Zudem starb ein Mann, der am frühen Abend im Traunsteiner Stadtteil Empfing in die Traun gesprungen und nicht wieder aufgetaucht war. Zwar konnte der Mann zunächst noch lebend ans Ufer gezogen und reanimiert werden. Wenig später starb er jedoch in einem Krankenhaus.

mw

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