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1800 Briefe täglich treiben Mehrkosten in die Höhe

1,4 Millionen Euro für Telefonate und Kinderbetreuung: So teuer war Corona für den Kreis Rosenheim

Trotz hoher Corona-bedingter Mehrkosten kann der Landkreis Rosenheim aufatmen: Die Mehrausgaben können durch die erhöhten Grunderwerbssteuereinnahmen gedeckt werden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Schechen – Die Mitglieder von Kreisausschuss und Kreistag haben in einer gemeinsamen Sitzung am Mittwoch (20. Juli) Mehrausgaben des Landkreises in Höhe von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr 2021 bewilligt. Die Mehrausgaben sind im Wesentlichen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen.

Rund 76.000 Euro an Mehrausgaben entstanden durch das Ausstellen und Verschicken von Serienbriefen und Quarantänebescheinigungen. Zu den Hochzeiten der Pandemie wurden bis zu 1800 Briefe am Tag verschickt. Mit weiteren knapp 40.000 Euro schlugen im Jahr 2021 die erhöhten Telefonkosten für die Kontaktermittler, das Bürgertelefon und die Corona-Hotline zu Buche.

Deutlich mehr Geld musste der Landkreis im vergangenen Jahr auch in einzelnen Teilbereichen der Jugendhilfe ausgeben. Die überplanmäßigen Ausgaben lagen hier bei knapp 1,3 Millionen Euro. Im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe stieg die Zahl der betreuten Fälle 2021 um 18 Prozent. Auch benötigten einige Familien länger Hilfe zur Selbsthilfe durch die Fachkräfte.

Zudem wurden mehr Kinder durch Kindertagespflegepersonen betreut. Weitere Mehrausgaben waren Corona-bedingt für die Erhöhung von Entgelten sowie Betreuungs- und Sachkosten in Einrichtungen notwendig, in denen Kinder und Jugendlichen betreut werden.

Die überplanmäßigen Ausgaben konnten durch Mehreinnahmen bei der Grunderwerbssteuer gedeckt werden. Wie Marcus Edtbauer, Kämmerer des Landkreises Rosenheim, sagte, liegen die Mehreinnahmen für 2021 hier bei rund 3,5 Millionen Euro.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul /dpa

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