Nachgefragt bei Vodafone, Telekom und Telefónica (O2)

Wie störungssicher sind Internet und Mobilfunknetz in der Region?

Wie störungssicher ist das Internet in unserer Region? Zu dieser Frage äußerte sich, unter anderem, Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf gegenüber rosenheim24.de.
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Wie störungssicher ist das Internet in unserer Region? Zu dieser Frage äußerte sich, unter anderem, Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf gegenüber rosenheim24.de.

Rosenheim - Einem funktionierenden Internetzugang kommt besonders auch in der Corona-Krise eine erhöhte Bedeutung zu. Wir haben uns erkundigt, für wie störungssicher drei große Anbieter ihre Netze einschätzen.

„Fakt ist: Einen Netzausfall wegen Überlastung in Corona-Zeiten gab es in den deutschen Vodafone-Netzen noch nie - auch nicht in Rosenheim“, betont Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf gegenüber rosenheim24.de. „Wenn es zu individuellen Einschränkungen kommt, dann sind die Gründe dafür sehr vielfältig.“ Hier müsse dann jede einzelne Störung individuell analysiert und behoben werden. „Wie zum Beispiel bei den Einschränkungen am 26. und 27. November durch geplante Wartungsarbeiten an drei Mobilfunkstationen in Rosenheim.“ Oftmals würden die Gründe für eine Störung gar nicht direkt im Verantwortungsbereich des jeweiligen Netzbetreibers liegen. „Sondern beispielsweise bei Kunden, die versehentlich die WLAN-Funktion an ihrem Router ausschalten oder bei Arbeiten, bei denen auf ein einem privaten Grundstück versehentlich ein unterirdischer Kabelstrang zerstört wird.“

Wie störungssicher sind Internet und Mobilfunknetz in der Region? - Nachgefragt bei Vodafone, Telekom und Telefónica (O2)

Für den Fall der Fälle seien Service-Techniker im Auftrag von Vodafone an sieben Tagen in der Woche vor Ort im Einsatz, um individuelle Einschränkungen bei einzelnen Kunden, Häusern, Siedlungen oder gar ganzen Stadtteilen umgehend zu beheben. Auf Nachfrage von rosenheim24.de betonten auch die Pressestellen von Telekom und Telefónica (O2), Störungen kämen nur selten vor und würden zeitnah behoben.

Ein guter und stabiler Internet-Zugang hat derzeit eine besondere Bedeutung. „Gerade jetzt in der Corona-Pandemie gilt: Wenn ein Unternehmen an seinem Firmensitz gutes Internet hat, ist das nur die eine Hälfte“, bemerkte Stefan Neumann, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe München-Oberbayern des Verbands der Bayerischen Wirtschaft (vbw) im Rahmen einer Pressekonferenz Anfang November. „Auf Grund der Verlagerung ins Home Office ist auch ein guter Anschluss am Wohnort der Mitarbeiter nötig, damit die Zusammenarbeit reibungslos laufen kann.“ Der Anteil von Home- oder Mobile Office sei von 51 auf 98 Prozent gestiegen. Die Nutzerquote von Videokonferenzen von 26 auf 64 Prozent gestiegen.

„Netze sind sehr stabil“

„Während die Nachfrage der Kunden nach höheren Geschwindigkeiten steigt verzeichnen wir keine erhöhte Nutzung wegen des ‚Corona Lockdown light‘ und die Netze sind sehr stabil“, betont unterdessen Vodafone-Pressesprecher Petendorfer. „Im Vodafone-Festnetz (Kabelnetz und DSL-Netz) stieg der Datenverkehr seit ‚Lockdown light‘ gerade einmal um überschaubare 7 Prozent gegenüber den Vorwochen.“

„Nur sehr selten kommt es zu kleineren, lokalen und meist zeitlich kurzen Einschränkungen beziehungsweise Ausfällen“, berichtet auch Jörg Borm, Pressesprecher bei Telefónica. „Diese entstehen beispielsweise aufgrund von sehr starken Unwettern, Schäden an der Technik an einer Anlage vor Ort oder geplanten Umbau- beziehungsweise Modernisierungsarbeiten. In diesen Fällen übernehmen allerdings oftmals benachbarte Mobilfunkstationen die Versorgung für die Dauer der Beeinträchtigung. Größere und damit überregionale Ausfälle sind hingegen extrem selten.“

hs

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