Autohändler-Überfall: Keine Rechtsmittel mehr

Rosenheim - Vor kurzem fiel das Urteil gegen den vierten Täter im Fall des Überfalls auf einen Rosenheimer Autohändler. Der Verurteilte verzichtet wohl auf weitere Rechtsmittel:

Nach dem Urteilsspruch im Prozess zu einem Raubüberfall auf einen Rosenheimer Gebrauchtwagenhändler wird der verurteilte 33-Jährige wohl keine Revision einlegen. Wie sein Verteidiger Hans Sachse dem Sender Radio Charivari sagte, wolle sein Mandant, der jetzt in der Justizvollzugsanstalt in Traunstein einsitzt, das Urteil wohl akzeptieren. Auch Staatsanwaltschaft und Nebenklage machen im Moment keine Anstalten gegen das Urteil vorzugehen.

Rechtsanwalt Hans Sache im Gespräch mit Radio Charivari:

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Noch bis Donnerstag, 20. September, 24 Uhr, hätte der Verurteilte die Möglichkeit, in Berufung zu gehen. Wie berichtet war der 33-jährige Mann vom Traunsteiner Landgericht zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht ist davon überzeugt, dass der Mann vor neun Jahren (am 14. Mai 2003) mit drei anderen Männern einen bosnischen Autohändler aus Rosenheim überfallen, schwer verletzt und beraubt hat. Das 40-jährige Opfer wurde mit Schlägen niedergestreckt und mit einem fast 50 Zentimeter langen Nageleisen niedergeschlagen. Hierbei erlitt der Gebrauchtwagenhändler schwere Kopfverletzungen, unter anderem eine Schädelfraktur.

Die Täter flüchteten damals mit 41.000 Euro Bargeld über Italien zurück nach Rumänien. Von der Beute fehlt bis heute jede Spur. Die beiden Haupttäter wurden bereits 2004 zu jeweils elf Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde versuchter Mord vorgeworfen. Der Fluchtwagen-Fahrer wurde 2011 wegen Beihilfe zu schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Radio Charivari / redro24

Rubriklistenbild: © dpa

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