Ampfing/Salmanskirchen

Salmanskirchener wollen Dorfcharakter erhalten

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Landschaftsarchitekt Bernhard Vilzmann, Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung, Architekt Helmut Wartner sowie Bürgermeister Ottmar Wimmer und Günter Hargasser, die sich der regen Diskussion stellen mussten (von links).

Dass sie Interesse an ihrer Dorferneuerung haben, zeigten viele Salmanskirchener am Montagabend.

Die Gemeinde hatte die Dorfbewohner zu einer Versammlung eingeladen, um gemeinsam mit den Salmanskirchener Ideen zu sammeln und Anregungen auszutauschen. In Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern und Vertretern des Amts für ländliche Entwicklung erarbeiteten die Anwesenden in der Versammlung Möglichkeiten, was am besten für Salmanskirchen ist, und was realisiert werden kann.

Zur Debatte standen die Dorfstraße, Gehwege mit Grünflächen, die Molkereistraße sowie ein Buswendeplatz. Gute Voraussetzungen habe die Gemeinde bereits mit Grundstückserwerbungen, die für verschiedene Zwecke in die neue Dorfgestaltung mit eingebunden werden können, geschaffen. Ein Landschaftsarchitekt und Stadtplaner aus Landsut habe bereits den Auftrag zur Gestaltung der Flächen erhalten, so die Verwaltung. Bernhard Vilzmann vom Planungsbüro stellte verschiedene Entwürfe für den späteren Ortskern a vor.

Eine heftige Disskusion löste die Frage nach dem Straßenbelag aus. Die Meinungen der Bürger gingen in dieser Frage weit auseinander. Schließlich einigte sich die Versammlung, dass der Belag rutschsicher, gut begebahr und lärmgedämmt sein sollte. Voraussetzung dafür sei hauptsächlich eine gute Vermessung, da es Höhenunterschiede gebe, die ausgeglichen werden müssten, erklärte der Architekt Helmut Wartner. Kurz übernahm auch Monika Hirl vom Amt für Ländliche Entwicklung die Diskussionsleitung, da es immer wieder zu langen und hitzigen Debatten über die Qualität, die Farbe und den Preis des Belags kam.

Bürgermeister Ottmar Wimmer fand, man solle «keinen Großstadtflair» in Salmanskirchen schaffen, sondern die ländliche Struktur erhalten. Laut Hirl sei die Förderung nicht abhängig von Qualität und Preis, sondern von der Begründung. Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich am Ende für unterschiedliche, aber dennoch einheitliche Materialien aus. Architekt Wartner schlug vor, Musterflächen in Ampfing oder Mettenheim zu besichtigen, um sich ein besseres Bild davon zu machen.

«Die gute Stube eines Ortes ist der Dorfplatz», so Wartner. Er befürworte die Schaffung eines sogenannten «begehbaren Wassers» mit einem kleinen Springbrunnen sowie Sitzgelegenheiten. Bei der Molkereistraße sei das Wichtigste ein guter Unterbau, der vor allem dem Lkw-Verkehr standhalten soll. Eine gemuldete Wasserrinne werde dort empfohlen, dadurch hätte das Wasser einen besseren Spielraum, denn bei dieser Staße seien ebenfalls verschiedene Höhenverhältnisse ausschlaggebend. Für die Gehwege entlang der Molkereistraße bis hin zum Buswendeplatz soll ein kostengünstiges Betonpflaster genutzt werden.

Die Planung des Buswendeplatzes werde Architekt Wartner ganz übernehmen, da dort keine konkreten Vorstellungen der Bürger beachtet werden müssten. Sobald das Amt für Ländliche Entwicklung die Vermessungen abgeschlossen hat, kann mit der Planung begonnen und bis spätestens Ende Juli ein Konzept vorgestellt werden, erklärte Bürgermeister Wimmer. Bis Ende 2009 sei der Buswendeplatz, Gehwege und die Molkereistraße zur Erneuerung vorgesehen. stn

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