Zwei Fahrer reagierten geistesgegenwärtig

Beinahe-Katastrophe am Samerberg: Frontal-Crash nur um Haaresbreite verhindert

Samerberg - Ein waghalsiges Überholmanöver hat am Sonntag, den 20. September, am Samerberg beinahe zu einer Katastrophe geführt. Nur dem geistesgegenwärtigen Verhalten zweier Fahrer ist es zu verdanken, dass es nicht zum Schlimmsten kam.

Es ist der Alptraum eines jeden Verkehrsteilnehmers: Plötzlich kommt einem ein Auto auf eigener Spur entgegen! Dieser Situation sah sich ein Autofahrer am Sonntag auf der Kreisstraße RO9 im Gemeindebereich Samerberg ausgesetzt.

Wie kam es dazu? Wie die Polizei berichtet, steuerte ein 21-jähriger Autofahrer in den frühen Abendstunden sein Fahrzeug in Richtung Achenmühle. Vor ihm befand sich ein weiterer Pkw. In einer nicht einsehbaren Linkskurve entschied sich der 21-Jährige dazu, das vor ihm befindliche Auto zu überholen. Eine fatale Fehlentscheidung, die beinahe in einer Katastrophe gemündet hätte: Denn auf der Gegenspur fuhr zu dem Zeitpunkt ebenfalls ein Auto. Der entgegenkommende Fahrer leitete sofort eine Vollbremsung ein, auch das Fahrzeug, das überholt wurde, musste eine Vollbremsung durchführen, um einen Unfall zu verhindern.

Mit ihrer geistesgegenwärtigen Reaktion verhinderten beide Fahrer in der wortwörtlichst allerletzten Sekunde, dass es zum Schlimmsten kam.

Der 21-Jährige aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim muss nun mit einer Strafanzeige zurecht kommen. Der Strafrahmen reicht von einer empfindlichen Geldstrafe hin zum Entzug der Fahrerlaubnis.

„Beim Überholen trotz Gefährdung bedeutender Sachwerte oder Leib bzw. Leben einer Person handelt es sich um eine der - in der Juristensprache als ‚Todsünden im Straßenverkehr‘ genannten - Fehlverhalten, die als Straftatbestände im Strafgesetzbuch aufgeführt sind“, worauf die Polizeiinspektion Brannenburg in diesem Zusammenhang hinweist.

-dp-

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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