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Laute Kritik am neuen Behördenfunk

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Christiane von Festenberg-Pakisch (Bürgerinitiative), Dr. Waldmann-Selsam, Kommunikationstechniker Uli Weiner und Samerbergs Bürgermeister Georg Huber.

Samerberg - Die Informationsveranstaltung zum TETRA Digitalfunk am Samerberg stieß auf großen Anklang. Die rund 170 Besucher der TETRA-BOS wurden über Vor- und Nachteile des digitalen Funknetzes informiert.

„TETRA-BOS ist das 9. Digitale Funknetz“, mit diesen Worten begann der Referent Uli Weiner seinen Vortrag in der Samerberger Halle und betonte: „Es gibt keinerlei Erkenntnisse über die Wechselwirkung mit den bestehenden Netzen“.

Weiner, gelernter Kommunikationstechniker und begeisterter Amateurfunker seit seinem 10. Lebensjahr, informierte die rund 170 Besucher über die technischen Hintergründe des bisherigen Mobilfunks und stieg dann in das Thema TETRA-BOS (Digitalfunk für Behörden mit Sicherheitsaufgaben) ein. Er stellte Pro und Contra von analoger und digitaler Technik gegenüber und berichtete von Erkenntnissen aus den Ländern, die bereits schon mit TETRA arbeiten. Sein Fazit: „Deutschland kauft eine veraltete Technik. Dabei könnten wir als weltweit führender Forschungs- und Entwicklungsstandort Vorreiter und Konstrukteur der besten und innovativsten Technik sein. Dass die Funkanlagen 24 Stunden ununterbrochen senden müssen, auch wenn kein Einsatz der Rettungskräfte läuft, ist unzumutbar“.

Moderatorin, Christiane v. Festenberg-Pakisch, von der Bürgerinitiative Funkbewusstsein bedauerte, dass das Thema spaltet, wo es doch verbinden sollte: „ Auch die Rettungskräfte, Polizistinnen und Feuerwehrler sind nach Ablegen ihrer Uniform Mütter, Väter, Familienmenschen.“

Die praktische Ärztin Dr. Waldmann-Selsam aus Bamberg berichtete über ihre Forschungen von Mobilfunkstrahlenschädigung an Bäumen. Sehr beeindruckend dokumentierte sie, wie sich im Lauf der Zeit die Baumkronen verändern und die Bäume in direkter Exposition zu Sendeanlagen sterben.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurden die Grenzwerte kritisch bewertet: „Schützen die Grenzwerte die Industrie oder die Menschen?“ Ein altgedienter Feuerwehrler berichtete, dass es mit dem bestehenden analogen Funk keinerlei Probleme gäbe, und noch jeder habe gerettet werden können.

Seit April 2010 läuft die intensive Suche in den bayerischen Landkreisen nach geeigneten Standorten für die bis zu 60 Meter hohen Funkmasten. Überall dort, wo die Bürger Kenntnis davon haben, bildet sich massiver Widerstand gegen diese Funkanlagen. Samerbergs Bürgermeister Georg Huber: „ Information und Aufklärung ist das Gebot der Stunde.“

Pressemitteilung der Gemeinde Samerberg

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