Vom Verwaltungsgericht zugelassen

"Protzbau" am Samerberg: Landwirt geht in Berufung

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Samerberg/München - Gegen die Abrissverordnung des Betonstadls in Samerberg wird es eine Berufung geben. Die Richter des Verwaltungsgerichtshofs München haben die Klage eines Landwirts aus Rohrdorf zugelassen.

Bürgermeister Georg Huber sagte am Montag Radio Charivari, er hätte sich keine Zulassung der Berufung gewünscht, weil die Sache durch den Rückbau des Stadls endlich beendet worden wäre.

Vor fast genau einem Jahr hatte das Rosenheimer Landratsamt den Bau des elf Meter langen und fünf Meter hohen Stadls gestoppt und eine Beseitigungsanordnung erlassen. Der Landwirt hatte den Stadl aus Beton gebaut, damit er schneefest ist und lange hält. Er brauchte dafür keine Genehmigung, da es sich um privilegiertes landwirtschaftliches Bauen handelte. Der Bau sei zu massiv und passe nicht in die Landschaft hieß es damals seitens des Landratsamts. 

Der Bauherr klagte dagegen. Doch auch das Verwaltungsgericht ordnete nach einem Vor-Ort-Termin den Abriss an. Der Verwaltungsgerichtshof als höhere Instanz ließ nun die Berufung des Landwirts zu. Das heißt, der Fall wird neu aufgerollt.

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