Horror-Unfall: Weiter Fassungslosigkeit am Samerberg

„Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“ 

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„Sie waren einfach zur falsch en Zeit am falschen Ort“, so der Zweite Bürgermeister von Samerberg, Christoph Heibler.

Samerberg - Die Menschen am Samerberg trauern um die beiden jungen Frauen, die durch den schrecklichen Unfall in der Miesbacher Straße in Rosenheim am Sonntagabend plötzlich aus ihrer Mitte gerissen wurden. 

Am Samerberg herrscht weiter Fassungslosigkeit. In der Kirche in Törwang wurde ein Ort der Trauer eingerichtet. Nach den Worten von Diakon Günter Schmitzberger  soll es ein ein Gedenkort sein, "an dem ihr eure Sprachlosigkeit, eure Trauer, euren Schmerz und eure Wut bei Gott „hinlegen“ könnt." Zahlreiche Menschen nehmen das Angebot war. Der Post auf der Facebook-Seite der Gemeinde, in dem der Diakon die Trauerstätte ankündigte, wurde vielfach geteilt. 

Die Nachricht von der Tragöde habe sich "wie ein Lauffeuer" am Montag verbreitet, berichtete das Oberbayerische Volksblatt. Zwei junge Frauen, Melanie R. (21) und Ramona D. (15) kamen bei dem schrecklichen Unfall in der Miesbacherstraße in Rosenheim am Sonntagabend ums Leben.

VW Golf war im Gegenverkehr

Zur Unfallzeit um 21.06 Uhr waren auf der Miesbacher Straße ein VW Golf und ein Nissan Micra frontal zusammengestoßen. Der Golf war vor der Kollision auf der Miesbacher Straße in westlicher Richtung gefahren, der Nissan in der Gegenrichtung. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der VW Golf zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf dem Fahrstreifen des Gegenverkehrs.

Das vollkommen zerstörte Auto der Unfallopfer

Die Nissan-Fahrerin Melanie R. verstarb noch an der Unfallstelle. Ihre 19-jährige Beifahrerin kam mit einem Rettungshubschrauber schwerstverletzt in ein Münchner Klinikum, ist aber inzwischen außer Lebensgefahr. Die 15 Jahre alte Ramona D. kam mit schwersten Verletzungen in ein Klinikum in der Region, verstarb dort aber wenig später. Der 23-jährige Fahrer des VW, der aus Baden-Württemberg stammt, und eine 40-jährige Frau, die mit im Fahrzeug saß, wurden beide schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die 40-Jährige stammt aus Oberösterreich.

Schock sitzt tief

Der Schock sitzt nun am Samerberg tief. Man sei hier eine „große Familie“, sagte Annemarie Braun, Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde dem Oberbayerischen Volksblatt. Sie selbst sei an einen schweren Unfall ihres Sohnes erinnert worden, diesem gehe es allerdings inzwischen wieder gut. Ebenfalls habe das Ereignis bei ihr die Erinnerung an den schrecklichen Unfall zwischen Achenmühle und Samerberg Mitte Juni zurückgebracht. Auf der RO9 verlor eine 17-Jährige in einer Kurve die Kontrolle über ihr Motorrad und rutschte unter einen entgegenkommenden Lkw. Sie verstarb noch am Unfallort.

Tödlicher Motorrad-Unfall am Samerberg

 © Josef Reisner
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„Der Unfalltod der zwei jungen Mädchen überdeckt derzeit jedes andere Gesprächsthema“, berichtete gegenüber dem Volksblatt der Zweite Bürgermeister der Gemeinde, Christoph Heibler. Er erklärte der Zeitung weiter, besonders schlimm empfindet er es, dass die Unfallopfer keine Schuld treffe. „Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“, meint er. Die jungen Frauen seien vom Pizzaessen gekommen und wollten nach Hause.

Kostete illegales Rennen junge Frauen das Leben?

Der schreckliche Verdacht, der sich bei dieser Tragödie auftut ist, dass der Auslöser des Unfalls ein illegales Autorennen war. Die Polizei verfolgt diese Spur.„Auch die Polizei macht das tragische Geschehen sehr betroffen. Wir werden alles daran setzen, den Hergang genau rekonstruieren zu können“, so Pressesprecher Stefan Sonntag gegenüber dem OVB am Mittwoch.

Aus dem Archiv

Schwerer Unfall in der Miesbacher Straße

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Die Unfallstelle am Tag danach 

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