Rund 20 Kinder auf der Warteliste

Wohin mit der Kindergartengruppe am Samerberg?

Wechsel im Samerberger Gemeinderat: Für den ausgeschiedenen Alfred Wiesholzer (links) folgt Bruno Steinbacher (Mitte) nach (beide CSU). Bürgermeister Georg Huber (rechts) vereidigte Steinbacher in der jüngsten Gemeinderatssitzung
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Wechsel im Samerberger Gemeinderat: Für den ausgeschiedenen Alfred Wiesholzer (links) folgt Bruno Steinbacher (Mitte) nach (beide CSU). Bürgermeister Georg Huber (rechts) vereidigte Steinbacher in der jüngsten Gemeinderatssitzung

Samerberg - Im Gemeinderat hitzig diskutiert wurde am Dienstag Abend die Unterbringung einer zusätzlichen Kindergartengruppe. Der Bedarf für neue Räumlichkeiten besteht unverändert:

Sowohl die demografische Entwicklung, als auch die Kinder von neu Zugezogenen und Flüchtlingen fordern kreative Lösungen von der Gemeinde Samerberg. Derzeit stehen rund 20 Kinder auf der Warteliste für einen Kindergarten-Platz. Eine vierte Gruppe im bereits vorhandenen Gebäude könne nach Prüfung durch ein Architekten-Büro nicht umgesetzt werden, so die Bestandsaufnahme im Rahmen der jüngsten Sitzung der Gemeinde. Lediglich ein erneuter Umbau, zum Beispiel im Dachgeschoss des Hauses, könne den nötigen Platz zur Verfügung stellen. Die Wirtschaftlichkeit sei dann aber nicht gegeben.


Alternativen heftig diskutiert

Eine zusätzliche Gruppe in die Räumlichkeiten der Grundschule auszulagern komme für das Gremium am Samerberg jedoch nicht in Frage. Obwohl ein Raum dort zur Verfügung steht, ziehe die Belegung zusätzliche Kosten für Personal nach sich. Auch ein Bezug zum Stammkindergartenhaus sei dann nicht mehr gegeben.

Am Ende sprach sich der Gemeinderat Samerberg für eine Übergangslösung mit Container aus. Trotz Mehrkosten in Höhe von rund 15.000 Euro pro Jahr sollen die zusätzlichen Kinder vorerst in der Nähe des Kindergartens Platz finden. Der Grundstücksnachbar habe bereits sein Einverständnis erteilt. Langfristig will der Gemeinderat aber über einen Neubau im Bereich des Schulgeländes nachdenken.


Weitere Entscheidungen aus dem Gremium

Die sogenannte "Volksmusikalische Fortbildungswoche" soll nach Ansicht des Gemeinderats in diesem Jahr für den Kulturpreis des Landkreises Rosenheim nominiert werden. Bereits zum 37. Mal fand dieses Kulturereignis heuer statt. Im Laufe der Zeit habe sich die Veranstaltung während der Osterferien mit Einheimischen, Lehrern, Musikanten, Schülern und Freunden des bayerischen Brauchtums zu einem festen Bestandteil des gemeindlichen Lebens entwickelt.

Bruno Steinbacher folgt auf Alfred Wiesholzer

Aus beruflichen Gründen legte Alfred Wiesholzer sein Amt als Gemeinderat nieder. Zahlreiche Auslandsaufenthalte ließen den Vertreter der CSU die Sitzungen im Törwanger Rathaus nicht mehr ausreichend oft wahrnehmen. Als Nachfolger wurde Bruno Steinbacher am Dienstag von Rathauschef Georg Huber vereidigt. Der selbstständige Unternehmer aus Törwang ist Vorsitzender der Musikkapelle Samerberg.

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