Förderverein Hochries lehnt Sendemasten am Berggipfel ab - Aktionsplan soll entwickelt werden

Zustimmung aus Frasdorf ein Schock

Mit einer Fotomontage verdeutlichte der Förderverein, wie der Hochriesgipfel nach Errichtung eines Funkmastens aussehen könnte. Foto re
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Mit einer Fotomontage verdeutlichte der Förderverein, wie der Hochriesgipfel nach Errichtung eines Funkmastens aussehen könnte.

Samerberg - Der Errichtung eines Sendemastens für Tetrafunk im Gipfelbereich der Hochries hat Frasdorf jetzt zugestimmt. Der Förderverein Hochries e.V. ist geschockt!

Bei seiner Jahreshauptversammlung machte er deutlich, dass er Gesundheitsgefahren und eine Landschaftsverschandelung befürchtet. Vorsitzender Frank Schulze ließ die Vereinsmitglieder wissen, dass die Gemeinde Frasdorf der Errichtung eines 25 Meter hohen Sendemastens für den Tetrafunk auf einem Grundstück am Hochriesgipfel zugestimmt hat. Die Anwesenden zeigten sich von der Zustimmung geschockt, nachdem der Gemeinderat Samerberg sich eindeutig gegen diese Sendeanlage ausgesprochen hatte. Die beiden Gemeinderäte sind zuständig, weil die Grenzen zwischen den Nachbargemeinden direkt über den Hochriesgipfel verlaufen.

Obwohl es bei der Versammlung auch Stimmen gab, welche die Notwendigkeit des Digitalfunks für Polizei und Rettungskräfte hervorhoben, sprach sich dennoch eine deutliche Mehrheit gegen eine solche Anlage aus, welche für die gesamte Bevölkerung gesundheitliche Gefahren mit sich bringt. Es wurde beschlossen, sich weitere Informationen einzuholen, mit Fachleuten und anderen Betroffenen zu sprechen und einen Aktionsplan zu realisieren. Eine dafür gebildete Arbeitsgruppe wird sich schon in Kürze treffen.

Vorsorglich wurde bereits der letztjährige Beschluss zur Aussetzung der Beitragserhebung aufgehoben. Grund: Wenn es zu Aktionen gegen den Sendemasten kommt, braucht der Verein auch finanzielle Mittel.

Die Entlastung des Vorstands und die Kassenprüfung waren dann nur noch eine Formsache. Zudem trat Gründungsmitglied Manfred Voggenauer von seinem Amt als Kassierer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Der gesamte Vorstand dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz für den Verein. Ihm folgt Andreas Spiegelberger, der einstimmig gewählt wurde.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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